125-Jahrfeier der Kolpingsfamilie Eslarn

16. November 2016

Das dreitägige Jubiläum der Kolpingsfamilie Eslarn hatte einen musikalisch

Präses Pfarrer Erwin Bauer segnete im Beisein von Vorsitzenden Josef Sander vom Kolpingbezirk und der Kolpingsmitglieder den neuen Korpus Christi am Kreuz.

Präses Pfarrer Erwin Bauer segnete den neuen Korpus am Kalvarienkreuz.

eindrucksvollen Auftakt. Bezirkspräses Pfarrer Josef Most zelebrierte den Gottesdienst und die Kolpingsvereine aus der Region angeführt von der Kolping-Fanfarengruppe aus Tännesberg zogen in einem Fackelzug zum Festplatz an die Freizeitanlage „Atzmannsee“, wo das Jubelfest  begann.

Eingebettet in das Jubiläum war die Segnung des Kreuzes am Kalvarienberg und eine Bilderausstellung im Pfarrheim. Bewundert wurde die Ausstellung und besonders der Spruch: „Gott segne das ehrbare Handwerk!“. Die Bilder zeigten den Weg von der Gründung des Gesellenvereins 1891 bis zu aktuellen Aktionen der Kolpingsfamilie. Da seit 125 Jahren zum kirchlichen Programm auch Kultur und Geselligkeit gehören, klang die Jubelfeier kulinarisch und musikalisch aus. Ein Höhepunkt war der Ehrenabend im Pfarrheim. Zur Einstimmung trug das Ensemble Martina Brenner und Willibald Wirth  „La Reine“ von Joseph Hayden vor.

 

Respekt für 125-Jahre Tradition und Treue

Präses Pfarrer Erwin Bauer will das Jubiläum auch als Anstoß zu einem neuen Aufbruch im christlichen Glauben verstanden wissen. Gleichzeitig dankte er allen, die in den Jahrzehnten vorher die Kolpingidee gelebt und umgesetzt haben. Jetzt gilt es das Vermächtnis christlicher Solidarität weiterzuleben, wie es Paulus beschrieben hat: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen!“

Es war im Sommer 1891 als der Gesellenverein in Eslarn gegründet wurde und seither haben 17 Präsides und 25 Vorsitzende zum Fortbestand beigetragen“ stellte Josef Sander fest. „Ich wünsche dem Verein weiterhin Mut und Tatkraft, vor allem Gottvertrauen im Sinne des Kolpingwerkes“ fügte der komm. Diözesanvorsitzende an. Bürgermeister Reiner Gäbl lobte das  Festprogramm und das Engagement. Im Anschluss an das „Menuett“ von Johann Sebastian Bach baute Landrat Andreas Meier eine Brücke von der Gründerzeit bis zu den heutigen Brennpunkten. „125 Jahre sind wahrhaft ein Grund zu Feiern, aber auch Anlass um über das eigene Leben zu reflektieren.“

Als ein stolzes Alter bezeichnete Bezirkspäses Pfarrer Josef Most die 125 Jahre und wies auf das 90. Bestehen des Gesellenvereins in seiner Heimatpfarrei Moosbach und auf die Wiedergründung der Kolpingsfamilie Schönsee 1975 hin. Es brauche viele Positionslichter für eine sichere Landung und in den 125 Jahren haben die Eslarner zahlreiche Zeichen gesetzt und die Wichtigkeit der Solidarität und Familie in den Mittelpunkt gestellt. Im Anschluss dankte Festleiterin Agnes Härtl den Ehrengästen mit einem Geschenk und allen Mitakteuren für die Unterstützung.

Vorsitzender Gregor Härtl überraschte Agnes Härtl mit einem Gutschein. Der Höhepunkt des Ehrenabends war der Dank an treue Mitglieder. Silbernadel und Urkunde für 25 Jahre erhielten Norbert Reindl und Albert Zierer, eine Erinnerungsurkunde für 40 Jahre Gerhard Brenner und Johann Landgraf. Bereits 50 Jahre vertreten sind Siegfried Sier, Günther Hummer und Karl Kleber, dafür gab es zur Urkunde die Anstecknadel in Gold. Die Ehrung für 70-jährige Treue von Johann Voit und Johann Schäffer dürfte in der Vereinswelt schon fast einmalig sein. Dafür gab es zur Urkunde die Kolpinggedächtnismedaille. Zudem wird der Kolping-Bildband an einige Ereignisse aus den vergangenen 70 Kolpingjahren erinnern.

„Aufgrund seines 36jährigen Dienstes als Kassier der Kolpingsfamilie wird Albin Kaiser

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste wurden Albin Kaiser zum Ehrenmitglied (re) und treue Mitglieder für ihre langjährige Treue ausgezeichnet. Bereits 70 Jahre in der Kolpingsfamilie vertreten sind Johann Schäffer und Johann Voit (3. u. 4. v.r.).

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste wurden Albin Kaiser zum Ehrenmitglied (re) und treue Mitglieder für ihre langjährige Treue ausgezeichnet. Bereits 70 Jahre in der Kolpingsfamilie vertreten sind Johann Schäffer und Johann Voit (3. u. 4. v.r.).

einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt“ überraschte Kolpingsvorsitzender Härtl. Mit dem Kolping-Zitat: „Anfangen ist oft das Schwerste, aber treu bleiben das Beste!“ dankte die Vorstandschaft allen Mitgliedern für ihre Treue und schlug die Werbetrommel für neue Mitglieder. Der Ehrenabend klang mit dem Kolpingslied und dem Segenslied  „Möge die Straße uns zusammenführen“ beeindruckend aus. Im Anschluss wurden alle Gäste zu einem Imbiss eingeladen.

 

Festgottesdienst mit dem Diözesanpräses

Abschließender Höhepunkt des Jubiläums war der Festgottesdienst mit Diözesanpräses Stefan Wissel und Präses Erwin Bauer. Ein farbiges Spalier am Altar bildeten die Fahnenabordnungen, der Patenverein Kolpingsfamilie Neustadt/WN sowie Kolpinggruppen aus Schönsee, Moosbach und Pleystein. Die musikalische Umrahmung übernahm der Kirchenchor mit Organistin Martina Brenner unter der Gesamtleitung von Stefan Karl. In die Reihen der Kirchenbesucher mischten sich zahlreiche Gemeinde-, Vereins- und Kirchenvertreter.

„Seit 1891 konnte die Kolpingsfamilie viele Ankerpunkte setzen und dabei neben einem geselligen und kulturellen Angebot durch Renovierungsarbeiten und Spenden auch zur Erhaltung der Pfarrkirche beitragen“ eröffnete der Diözesanpräses den Festgottesdienst. Neuen Mut schöpft der Gesellenverein stets aus tiefem Gottvertrauen. „Wo Menschen Heimat geben und die Hand ausstrecken, dort ist Familie. Wir brauchen Einrichtungen, die sich um Menschen kümmern, bezahlbare Wohnungen und christliche Werte aufrecht halten.“ Wenn jeder einen Beitrag in der Gesellschaft leistet, gebe es auch eine gute Zukunft.

Dann segnete der Diözesanpräses die Kolpingkerze und die Erinnerungsbänder. Gemeinsam mit Vorsitzenden Gregor Härtl und Festleiterin Agnes Härtl heftete Pfarrer Wissel die gesegneten Schleifen an die Fahnen. Abschließend sangen die Kirchenbesucher mit dem Kirchenchor: „Wer glaubt ist nie allein“ sowie das Kolpingslied.