Auf ein Wort – September 2013

11. September 2013

Wir spüren es schon seit Monaten, es ist wieder soweit: Die Zeit der lächelnden Politiker ist wieder gekommen mit Händeschüttelmarathon, mit Versprechungen monetärer Vorteile und vieler anderer Wohltaten.
Und es funktioniert immer wieder: So manch Unentschlossener wechselt das Lager. Der Stammwähler bleibt sowieso dabei: Alles muss bleiben, wie es ist. Ein Wahlprogramm kennt kaum jemand. Die Aushöhlung der Demokratie wirdunterstützt von Pressekampagnen auf niederem Niveau mit Schlagwörtern ohne Inhalt, die aber kaum jemand hinterfragt.
Dass im Sudan, in Syrien oder Nigeria Menschen in kriegerischen Auseinandersetzungen zu tausenden sterben, interessiert bestenfalls zwei Wochen lang. „Homo-Ehe“ und Abschaffung von Ruhezeiten an Feiertagen bringen aber Menschen zum Engagement „für die Gesellschaft“.

Wer tritt wirklich noch ein für unsere christlichen Werte. Unser Leben fußt auf dem Glauben, nicht auf Gesetzen, die sich den Bedürfnissen der Menschen anpassen und denen angepasste Politiker folgen, die Stimmen brauchen, aber scheinbar keine Standpunkte.

Ich appelliere an Sie, liebe Kolpingschwestern und -brüder, stellen sie alle zu Wählenden auf die Probe! Laden sie sie ein, wie unsere Kolping-Initiative „Wählbar“ vorschlägt. Fragen sie nach Standpunkten und christlichen Werten in Podiumsdiskussionen und auf Wahlabenden. Fragen sie nach, wo unsere Armen sind, und wie Politiker gedenken, sich um die Nöte der Zeit zu kümmern. Brennen wir so in den Wunden unserer Gesellschaft.  Unsere Staatsform ist eine gute, nach wie vor. Nur die Wahrheit darf nicht so oft zugunsten von Wählerstimmen „anders interpretiert“
werden.
Klare Standpunkte von Politikern und unser ernsthaftes Interesse und Wissen sind gefragt. Als Sozialverband sind wir gerufen, mitzuwirken an der Überwindung von Angst, Einsamkeit und Not in unserer Gesellschaft. Machen sie sich kundig: Wie sieht es aus vor meiner Haustüre und was tun die Menschen, die meine Stimme haben wollen für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft.

„Auf unser tätiges Christentum kommt´s an, ob die Welt zu christlicher Ordnung zurückkehrt.“  (Adolph Kolping)

Gott segne Sie und Ihr Wirken im Geiste Vater Kolpings!Wissel
Treu Kolping!

Euer Diözesanpräses Stefan Wissel