Besuch aus Brasilien in Regensburg

6. Oktober 2015

 

Im Anschluss an die Tagung des Generalsrates in Köln besuchte der Kolping-Nationalvorsitzende von Brasilien Diakon Wagner Carneiro aus Sao Paulo Bra-Wagner-HP-Gruppeam 1. Oktober 2015 auch die Partnerdiözese Regensburg. Im Kolpinghaus trafen sich Diözesanvorsitzender Heinz Süss, der Beauftragte für int. Partnerschaftsarbeit Konrad Holzbauer, Diözesansekretär Ludwig Haindl sowie Vorstandsmitglied Martin König und Lambach-Geschäftsführer Klaus Butz mit ihm zum Gedankenaustausch.

Wagner Carneiro berichtete über die aktuelle Arbeit des Obra Kolping do Brasil (OKB). Hier gab es von staatlicher Seite viele neue Vorgaben für die Arbeit von Nicht-Regierungsorganisationen (NGO), die OKB umzusetzen hatte, was bisher aber gut gelungen ist. Auch die Phase nach dem Rücktritt von Nationalpräses Paulo Link aus Altersgründen wurde gut gemeistert und erforderte manche Neustrukturierung für den katholischen Verband. Hier half auch der Protektor des OKB Kardinal Odilo Scherer von Sao Paulo, ein guter Freund von Papst Franziskus.

Wagner Carneiro dankte für die langjährige Verbundenheit und Unterstützung des Diözesanverbandes Regensburg, mit dessen Hilfe viele Projekte, insbesondere in den Bereichen Berufsausbildung für Jugendliche, im Sozialbereich (Kindergärten, Familienförderung, Jugendarbeit usw.) oder in der Landwirtschaft umgesetzt werden konnten. Das Land Brasilien durchläuft gegenwärtig eine Phase der wirtschaftlichen und politischen Krisenmomente mit Inflation, Preissteigerungen und Rücktritten von Regierungsmitgliedern wegen Korruption. Bürgerproteste und Demonstrationen bringen die Regierungschefin Dilma Rousseff in Bedrängnis. Und das ausgerechnet vor den Olympischen Spielen in Rio im nächsten Jahr 2016.

Die Regensburger versprachen weiterhin die Zusammenarbeit mit dem Partnerland Brasilien durch Besuche oder Förderung von Projekten. Demnächst wird ein Kolpinghaus in Riachinho im Bundesstaat Tocantins fertiggestellt werden, auch die Förderung des Kolping-Berufsbildungszentrums in Marabá wurde vereinbart.

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Bild: Berufsausbildung im Kolping-Zentrum Marabá32.proje-mulher

Bild: Kolping-Kurs für die Ausbildung von Frauen in
Nordost-Brasilien

 

Fazit: Das Kolpingwerk hat sich nach etwa 45 Jahren in Brasilien etabliert mit etwa 400 Gemeinschaften in 20 Bundesstaaten und mit zahlreichen Projekten, die vielen Menschen helfen und Zukunft geben, ganz im Geiste Kolpings. Wer hätte 1968, beim Beschluss der „Aktion Brasilien“ (Kolping-Generalversammlung von Salzburg) gedacht, dass dies möglich wäre?