Bezirksinfotage des Bezirks Donau in Lambach

28. Juni 2016

Kolping-Bezirk Donau

„Glauben leben – gestern und heute!“
Unter diesem Thema fanden die 12. Bezirksinfotage des Bezirksverbandes Donau in Lambach statt.

 

Der neue Bezirks-Vorsitzenden Herbert Edenhofer und 40 weitere Teilnehmer-innen konnte der stellv. Vorsitzende Oliver Baumgartner in Lambach zu den Bezirksinfotagen begrüßen. Gleichzeitig bedankte er sich bei Rosa Limbrunner für das hochkarätige, abwechslungsreiche und unterhaltsame Programm, das sie als Organisatorin zusammengestellt hat.

Gleich zu Beginn fesselte Kolpingmitglied Prof. Peter Schmieder von der FH Deggendorf die Teilnehmer auf höchstem Niveau. Er bot einen eindrucksvollen Einblick, wie in unserem Gehirn Entscheidungen getroffen werden, warum Burnout und andere Krankheiten ein Zeichen der Organisation des Arbeitsplatzes in unserer Gesellschaft darstellen und wie er angehende Führungskräfte der FH Deggendorf, in den USA und China anleitet, ein dem Menschen gerecht werdendes Arbeitsumfeld zu schaffen, ihnen „neudeutsch“ Human-Skills vermittelt. Wohltuend waren die Vergleiche zum christlichen Weltbild Kolpings und seine Schlussfolgerung, dass die Ideen Kolpings heute aktueller sind als je zuvor.

 

„Jeder Tag ist ein Geschenk“, diese christliche Botschaft vermittelte im Anschluss Sebastian Wurmdobler. Anhand der Bibelstelle Lk 10, 38-42, ermunterte er, sich wie Martas Schwester Maria neben aller Betriebsamkeit auf Christus einzulassen. Mit vielen praktischen Beispielen öffnete er den Blick auf die oft nicht mehr wahrgenommenen schönen Seiten des Alltags. Zum Schluss verwandelten die Teilnehmer mit verblüffender Kreativität fotografisch festgehaltene Momente in beeindruckende 11-Wort-Gedichte.
Für sportlichen Ausgleich sorgten Gymnastik-Einheiten.

 

Die Studienfahrt nach Passau nutzte Historiker Werner Schäfer aus Straubing schon im Bus, um die alte Römer- und Bischofsstadt mit seinem Wissen geografisch, gesellschaftlich und kirchengeschichtlich zu erschließen. Die Stadt leitet ihren Namen von dem ehemaligen Römerkastell Batavis an der Donau her, das dort stand wo der Dom heute ist. Viele im Standardprogramm verborgene Einblicke in und auf christliche Bauwerke und deren Bedeutung taten sich auf, auch beim Besuch des Grabs der seligen Äbtissin Gisela im Kloster Niedernburg, St. Michael und in der Neuen Bischöflichen Residenz. Domkapitular Manfred Ertl empfing die Gruppe im Dom St. Stefan, übermittelte die Grüße des Bischofs und stellte in der Andreaskapelle die heutige Glaubensgemeinde dar. In der Wallfahrtskirche Mariahilf stimmte Werner Schäfer dann das Lied „Segne Du Maria“ an.

 

„Märchen und Mythen“ standen am dritten Tag auf dem Programm, deren Botschaft Diözesanpräses Stephan Wissel eindrucksvoll am jeweils zeitgeschichtlichen und christlichen Weltbild festmachte und deren versteckte Botschaft deutete. Einen krönenden Abschluss fanden die Tage mit dem von Präses zelebrierten Gottesdienst, seiner mitreißenden Predigt und der musikalischen Gestaltung an der Zither von Josef Kreitmeier aus Pfaffenberg.

BV Donau-HP-Passau-2016

 

Bild: Die Teilnehmer des Bezirks Donau vor dem Dom St. Stefan in Passau