Bischof Rudolf segnet saniertes Kolping-Jugendwohnheim

12. April 2016

„Altes und Neues lebendig gemacht!“

Nachdem das Kolping-Jugendwohnheim von März – November 2015 renoviert wurde, fand nun am Samstag, 9. April 2016 die Segnung des sanierten Gebäudes durch Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer statt.Einw-HP-Bischof-Saal-Päd
Zahlreiche Ehrengäste und auch viele Kolpingmitglieder hatten sich an diesem Samstag-Vormittag auf der Terrasse des Kolpinghauses versammelt. Darunter auch viele Vertreter von Kolpingsfamilien und Bezirken, die für das Jugednwohnheim im Vorfeld gespendet hatten.

 

In Anlehnung an die Tageslesung erinnerte Bischof Rudolf an den seligen Kolping. Auch er wollte zu seiner Zeit „Licht für die Welt“ und „Salz der Erde“ sein und der Gesellschaft dienen, indem er sich der Nöte der Zeit annahm und sich um junge Handwerker kümmerte. Seit 150 Jahren stellt sich Kolping in dieser Tradition den Herausforderungen der Zeit. Bis heute bietet das Kolping-Jugendwohnheim in Regensburg eine „Heimat auf Zeit“ für junge Menschen in Ausbildung, heute auch für minderjährige Flüchtlinge. Der Bischof dankte den Verantwortlichen für den Einsatz und den Mut, den Umbau anzugehen und die Tradition des Jugendwohnens fortzuführen. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich, meinte er. Er schloss in sein Gebet und seinen Segen für das sanierte Haus auch ausdrücklich den kürzlich verstorbenen Diözesanvorsitzenden Heinz Süss mit ein. Der Orchesterverein Steinweg umrahmte die Segnung musikalisch. Der Bischof segnete anschließend auch die Zimmer, bevor sich die Festversammlung im großen Saal des Kolpinghauses einfand.Einw-HP-Foyer-Jugend

 

 

 

Grußworte sprachen hier unter anderen Handwerkskammerpräsident Dr. Georg Haber: „Kolping und Handwerkskammer sind bis heute eng verbunden. Kolpings Gedanken begleiten mich auch bei meiner Arbeit als HWK-Präsident. Junge Menschen brauchen eine Familie, wenn sie fern der Heimat ein Ausbildung machen!“ Der Regensburger OB Joachim Wolbergs lobte den Umbau: „Auch wenn ich selber evangelisch bin, ich weiß um den Beitrag der Katholischen Kirche für das Wohl der Stadt.“ Und nachdem auch ein Umzug des Kolpinghauses diskutiert wurde:  „Ich bin froh, dass das Kolpinghaus mitten in der Stadt geblieben ist und damit sichtbar für viele Menschen. Ich erlebe Kirche, Kolping, Kath. Jugendfürsorge oder Caritas als unsere Partner. Sie helfen mit zum Wohl der Stadt!“ Finanzvorstand Andreas Gnad dankte nochmals allen Zuschussgebern – Arbeitsagentur, Freistaat Bayern, Bischöfl. Finanzkammer und natürlich auch allen Spendern. Architekt Michael Naumann schilderte sein Anliegen beim Umbau: „Es galt Altes wieder lebendig zu machen. Natürlich gings auch um den Brandschutz, um energetische Sanierung, um eine klare Formensprache, um neue Farben, es galt dabei aber immer den Charakter des Hauses zu erhalten!“

JWH-HP-Spende BV SAD

 

Bild: zur Einweihung spendete der Kolping-Bezirk Schwandorf 2.500,- Euro für die Sanierung
v.l. Präses Stefan Wissel, stellv. Vorstand Karl Rauch, Bezirksvorstand Willi Nesner und Andreas Gnad

 

Diözesanpräses Stefan Wissel bedankte sich abschließend nochmals bei allen, die zum Gelingen der Sanierung beigetragen haben, insbesondere auch bei allen Spendern aus den Kolpingsfamilien und Bezirken. Bisher kamen dabei über 180.000,- Euro zusammen, die natürlich helfen, die Kredite zu bedienen. Der Präses zitierte dabei den Gesellenvater: „Nur mutig vorwärts, Gott wird helfen!“ Mit der Sanierung will das Kolpingwerk Regensburg heilsam in die Gesellschaft hineinwirken. Auch das Jugendwohnen leistet dabei seinen Anteil.