Bundesvorstand ruft zur Wahlbeteiligung auf

29. Juli 2013

Am 22. September können 61,8 Millionen Deutsche über die Zusammensetzung des 18. Deutschen Bundestages bestimmen. Mit ihrer Wahlentscheidung schaffen sie die Grundlage dafür, welche Parteien in den kommenden vier Jahren im Deutschen Bundestag vertreten sind, und damit die Bundesregierung stellen. Darauf weist der Bundesvorstand des Kolpingwerkes in seinem Wahlaufruf hin.

In der kommenden Legislaturperiode würden erneut viele wichtige politische Entscheidungen gefällt, die das Zusammenleben der Menschen in unserem Land betreffen, auch in sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Fragen. Ein zentraler Wesensbestandteil unserer Demokratie sei das Recht, durch die Teilnahme an Wahlen politische Entwicklungen zu bewerten und damit auch mitzugestalten: „Als Mitglieder eines katholischen Sozialverbandes ergibt sich aus unserem Wahlrecht eine echte Bürgerpflicht!“ Eine berechtigte Kritik an politischen Entscheidungen gewählter Mandatsträger könne nur nachvollziehbar äußern, wer sich nicht durch den Boykott von Wahlen der politischen Mitverantwortung entziehe. Eine konstruktive Kritik an Politikerinnen und Politiker versteht der Bundesvorstand als das „Salz der demokratischen Kultur“. Kritik setze jedoch konsequent auch eine eigene Vorstellung von einer bestimmten politischen Position und ihre Artikulation voraus. „In der Wahrnehmung des Wahlrechts zeigen Bürgerinnen und Bürger ihre Bereitschaft, sich mitverantwortlich für unser Gemeinwesen, für das Gemeinwohl zu fühlen.“

Der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland ruft daher alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger auf, bei der Bundestagswahl am 22. September von ihrem Recht Gebrauch zu machen. Ein Rückzug aus der Verantwortung mit dem Argument der Politikverdrossenheit, sei der falsche Weg. Gerade auch die Jung- und Erstwählenden seien zur Stimmabgabe aufgefordert.