Diözesaner „Tag der Ehejubilare“ 2016 mit Rekordbeteiligung

7. Juni 2016

Was im Mai 2009 als gemeinsames Projekt des Seelsorgeamtes und des Kolpingwerkes Regensburg mit ca. 600 Teilnehmern begann, das hat sich mittlerweile zur  bewährten Tradition im Bistum entwickelt. Damals wurde erstmals ein Programmablauf für den diözesanen Tag der Ehejubilare erprobt, der sich bis heute bewährt hat. Bereits zum achten Mal fand nun am 5. Juni 2016 dieser Tag der Ehejubilare in Regensburg statt mit ca. 1.300 Teilnehmern.
Bischof Rudolf war überwältigt von der großen Anzahl. In seiner Predigt zitierte er aus „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus:
„Wir sind versammelt zur Eucharistiefeier, um das Wort Gottes zu hören und den neuen Bund zu feiern, den Gott der Vater in Jesus Christus mit der Kirche, seiner Braut geschlossen hat als Zeichen der hochzeitlichen Vermählung Gottes mit den Menschen. In diesem Bund gründet auch unsere Glaubensüberzeugung von der Sakramentalität der Ehe, dürfen Sie doch als getaufte Ehegatten Gottes Liebe in der Welt sichtbar und gegenwärtig machen. Am Ende dieser Eucharistiefeier sind Sie, liebe Jubelpaare, alle herzlich eingeladen, den Bund Ihrer Ehe neu durch den bischöflichen Segen bekräftigen zu lassen.“
Am Ende spendeten Bischof Rudolf, Weihbischof Josef Graf und Weihbischof Reinhard Pappenberger jedem Ehepaar den Segen. Dabei wurden Erinnerungskreuze aus Olivenholz überreicht, die Christen aus dem Raum Bethlehem gefertigt hatten.

„Danke, bitte, Verzeih mir“
Bei einem Besuch der Caritaseinrichtung in Amberg nutzte Bischof Rudolf die Gelegenheit, um die dortige Eheberaterin nach dem Geheimnis einer gelingenden Ehe zu fragen. Die Antwort war, die Regel „5:1“ zu befolgen. Dahinter, so der Bischof, verstecke sich nicht ein erhofftes Fußballergebnis der Nationalmannschaft, sondern eine Erfahrung, die sicher so manches Ehepaar auch schon gemacht habe: Erst auf fünfmal Worte des Dankes, der Ermutigung und Wertschätzung dürfe ein Wort der Ermahnung und der Kritik folgen. „5:1.“ Diese Regel ähnelt dem, was Papst Franziskus immer wieder als das Geheimnis eines guten Zusammenlebens in der Familie nennt: ‚Bitte, Danke und Verzeih!‘ Nicht nur ‚Entschuldigung‘, sondern wirklich ‚Verzeih mir‘.

Wolfgangsmedaille für 65 Jahre sakramentale Ehe
Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Kolpinghaus erhielten die Ehepaare Hildegard und Erwin Bollwein aus der Pfarrei St. Barbara in Maxhütte-Haidhof, Elisabeth und Georg Kreuzer aus der Pfarrei St. Josef in Regensburg sowie Elisabeth und Georg Wienzek aus der Pfarrei St. Nikolaus in Theuern bei Ebermannsdorf, die heuer allesamt ihr 65-jähriges Ehejubiläum feiern können, aus der Hand von Bischof Rudolf die Wolfgangsmedaille. Die Wolfgangsmedaille ist die höchste bischöfliche Auszeichnung für engagierte Laien im Bistum Regensburg.

Bierprobe, Musik und gotische Schätze
Nach dem Mittagessen war der Tag noch nicht beendet. Die Jubilare hatten die Möglichkeit, an verschiedenen Workshop-Angeboten teilzunehmen. So konnte man u. a. das Domschatzmuseums kennenlernen, die Spitalbrauerei inklusive Bierprobe besichtigen, an einer Führung durch die Alte Kapelle teilnehmen, Operettenmelodien lauschen oder gotische Schätze mit der beeindruckenden Steinmetzkunst rund um den Regensburger Doms St. Peter erkunden. Die musikalische Umrahmung übernahm diesmal die Kolping-Blaskapelle Cham unter der Leitung von Reinhard Lesinski.

Auch wurden wieder 3 Wochenenden für jeweils ein Ehepaar für einen Aufenthalt im Kolping-Ferienhaus Lambach verlost. Alles in Allem wieder ein sehr gelungener Tag für die Ehejubilare – und Kolping hat wieder gut mitgewirkt. Nicht vergessen blieb auch der verstorbene Diözesanvorsitzende Heinz Süss – der Mitinitiator dieses diözesanen Tags der Ehejubilare vor acht Jahren. Domvikar Harald Scharf schloss ihn in sein Mittags-Gebet mit ein.