Diözesanversammlung – Kolping gestaltet Gesellschaft aktiv mit

25. März 2015

Landespräses Monsignore Christoph Huber rief in seinem Impulsreferat bei der Diözesanversammlung die Delegierten aus den 153 Kolpingsfamilien mit über 19.000 Mitgliedern auf, dass die sie sich als Christen in Kirche, Gesellschaft und Politik gewinnbringend engagieren sollen. Gerade heute brauchen wir Politiker, die sich aus christlichem Geist in den Dienst der politischen Arbeit stellen und unabhängig vom Blick nach den nächsten Wahlen ein klares Profil zeigen.Huber--DiVe-2015-HP

 

Die Kolpingmitglieder bringen in vielen Gremien ihr ehrenamtliches Engagement nach besten Möglichkeiten ein und wirken so fruchtbar am gesellschaftlichen Leben mit, bilanzierte der Landespräses in seinem sehr ansprechenden Vortrag, der unter dem Thema „Der gute Christ ist auch ein guter Staatsbürger – Engagement in Kirche und Gesellschaft“ stand. Dabei geißelte er auch Korruption und Gier, die Verselbständigung des Kapitals und Ideologien, wie den Islamismus, die Religion, missbrauchen, um Macht zu erlangen, als die drei Dinge, die in der Lage sind unsere Welt zugrunde zu richten. „Als Kolpingmitglieder wissen wir zwar nicht alles besser, aber wir versuchen an einer besseren Welt mitzuarbeiten und uns zu engagieren“, so der Landespräses, nach dem Vorbild Kolpings, für den es nicht reichte nur zu jammern, vielmehr lebte er vor, dass gelebtes Christentum und persönlicher Einsatz viel zum Besseren wenden kann auf dieser Welt.
Foto:Diözesenvorsitzender Heinz Süss (rechts) bedankte sich beim Landespräses Christoph Huber mit einem Präsent für seinen  Vortrag

 

Die Tagung der rund 250 Delegierten im großen Saal des Regensburger KolpinghausesDiVe-2015-Saal-HP stand weiter im Zeichen der Information und den Rechenschaftsberichten über die vielfältigen Aktivitäten der Kolpingsfamilien, der Bezirke und des Diözesanverbandes in der Diözese Regensburg. Im Mittelpunkt stand dabei der Kolpingtag in Köln vom 18. bis 20. September 2015 unter dem Leitwort „Mut tut gut“ mit erwarteten 15.000 Teilnehmern sowie die Sanierung des Kolping-Jugendwohnheimes mit einem Kostenrahmen von 3,8 Millionen Euro. Dieses Haus, so Diözesanpräses Stefan Wissel, ist Tradition und ein Aushängeschild, denn in ihm finden 130 Jugendliche eine Heimat auf Zeit. Adolph Kolping war es, nach den Worten des Diözesanpräses, wichtig, den Menschen Heimat zu geben und dass diese ihm anvertrauten Menschen aus der Kraft des Gebetes heraus im Leben Zeichen setzen. Das erfordere Engagement und Mut sowie das Vertrauen auf die Gnade Gottes. Diözesanvorsitzender Heins Süss konnte auch das Mitglied des Bundesvorstandes Wolfgang Simon und den Diözesan-Ehrenvorsitzenden Ernst Beier begrüßen.

Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Simon zollte in seinem Grußwort dem Diözesanverband Regensburg ein hohes Lob aus, dass im Diözesanverband Regensburg ein Mitgliederzuwachs insbesondere auch im Bereich der Kolpingjugend zu verzeichnen ist. Wolfgang Simon warb dabei auch für eine Teilnahme am Kolpingtag in Köln, der unter dem Motto „Mut tut gut“ steht. Der stv. Diözesanvorsitzende Josef Sander übernahm die Tagungsleitung. Diözesanvorsitzender Heinz Süss stellte den umfangreichen Jahresbericht des 19.049 Mitglieder zählenden Diözesanverband Regensburg vor, der mit seinen 153 Kolpingsfamilien drittstärkster Verband im gesamten Bundesgebiet ist. Mit 4.537 Jugendlichen ist der Diözesanverband in Deutschland Spitze.DiVe-2015-Kösching-HP

Bild: Vorsitzender Georg Altmann (l.) von der KF Kösching übergab eine Spende aus einem Filmabend zugunsten des Kolping-Jugendwohnheims in Regensburg.

 

Weitere Rechenschaftsberichte trugen Diözesanjugendleiterin Kerstin Dietzinger von der KF Eggenfelden für die Kolpingjugend, Bildungsreferent Sebastian Wurmdobler für den Bereich der Erwachsenenbildung, Diözesanpräses Stefan Wissel und Hausleiter Klaus Butz für das Kolping-Familienferienwerk, Christine Jäger für das Kolping-Bildungswerk, Ingrid Eibl als Vorsitzende des Fördervereins Lambach vor.DiVe-2015-AKP-HP Der Kassenprüfungsbericht stellte eine einwandfreie Kassenführung fest, die Finanzen des DV sind geordnet und zukunftsfähig. Die Versammlung erteilte dem Vorstand einstimmig die Entlastung.

Vorsitzender Franz Bügler von der KF Deggendorf berichtete noch über die Solidaritätsaktion Hochwasserhilfe 2013, bei der über 90.000,- Euro von Kolpingsfamilein gespendet wurden. Sie wurden an 35 betroffene Familien verteilt. Bügler dankte allen Spendern für die Hilfen.

 

Der Adolph-Kolping-Preis 2015 wurde an die Kolpingsfamilie Schwarzenfeld vertreten durch den Projektleiter Hans Lobinger für die die Solidaritätsaktion der KF-Bastelgruppe mit einem Spendenaufkommen von 71.700 Euro verliehen (s. Bild rechts).

 

In seinem Schlußwort dankte Diözesanpräses Stefan Wissel dem Diözesanvorsitzenden Heins Süss für dessen 10-jährigen, vorbildlichen Einsatz als ehrenamtlicher Diözesanvorsitzender. Allen Verantwortlichen in den Kolpingsfamilien sprach er Dank und Anerkennung für ihren Einsatz von der Jugendarbeit bis zur Asyl- und Flüchtlingsarbeit aus und bat sie weiter mutig diese Arbeit fortzusetzen, die von Gott wohlwollend begleitet wird. Die Diözesanversammlung endete traditionell mit dem Kolpinglied.