Kolpingjugend: Integrationswochenende in Lambach

4. Juli 2016

Die Kolpingjugend betreute wieder ein Freizeit- und Integrationswochenende in Lambach für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

 „ Kolping war ein guter Mann!“

 

Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, auch Schule oder Berufsausbildung – alles sehr selbstverständliche Erwartungen der Menschen in Deutschland. Dass dies in vielen Ländern der Welt nicht der Fall ist, das erfuhren Mitglieder der Kolpingjugend bei einem Integrations- und Freizeitwochenende mit jungen, unbegleiteten Flüchtlingen in Lambach einmal mehr hautnah.

 

Integrationswochenende Lambach

Integrationswochenende in Lambach

Sieben junge Afghanen und ein junger Mann aus Gambia, alles Bewohner des Kolping-Jugendwohnheims Regensburg verbrachten bereits zum zweiten Mal ein Wochenende in Lambach. Die Leitung und Betreuung übernahmen mit Josef Liedtke, Martin Hahn und Sebastian Irlbacher Mitglieder der Kolpingjugend zusammen mit Miriam Hefer, einer Pädagogin des Jugendwohnheims.

 

Bei Wanderungen zum Osser oder in die nahe Umgebung, kam man immer wieder miteinander ins Gespräch und hörte von den Sorgen und Hoffnungen der jungen Leute. Ausnahmslos alle Migranten wollen in Deutschland bleiben und hier einen Beruf erlernen – z. B. Koch, Mechaniker, Schreiner oder Autolackierer. Trotzdem die jeweiligen Familienangehörigen  nicht hier sind,  will keiner zurück in sein Heimatland. Immer wieder war zu hören: „Bei uns gibt es keine Perspektiven  für junge Menschen, weder Ausbildungs- noch Jobchancen. Bei uns herrscht Krieg und keine Sicherheit. Es gibt keine Zukunft für junge Menschen!“ Bei einem Besuch in der nahen Herz-Jesu-Kapelle wurde sogar Gemeinsames und Trennendes zwischen Christentum und Islam erörtert und diskutiert. Man kennt vieles aus dem Alten Testament, Abraham, Isaak und Jakob, man kennt Maria, die Mutter Jesu, man kennt Isa ben Maria, Jesus, den Sohn Marias, allerdings nur als Propheten, nicht als Sohn Gottes. Bei einer Bildungseinheit erfuhren die Jugendlichen auch bei einiges über die Geschichte  von Regensburg, von Bayern und Deutschland.

Ebenso erfuhren sie einiges aus dem Leben und den Ideen des Gesellenvaters Kolping und über das Kolpingwerk heute. Ein Jugendlicher fasste seinen Eindruck zusammen: „Kolping hat viel Gutes getan, er war ein guter Mann!“