Gründer des Kolpingwerkes Uganda zu Besuch in Regensburg

8. Oktober 2013

Hartl-2-kleinAuf Vermittlung von Lina Mühlbauer besuchte Pater Karl Hartl das Kolpingbüro in Regensburg.
Pater Karl stammt aus Georgenberg bei Vohenstrauß, seine Familie flüchtete nach dem Krieg aus dem Sudetenland. Bereits 1959 ging er, gleich nach Studium und Priesterweihe, als Missionar der Weißen Väter nach Uganda. Er war dort insgesamt 40 Jahre lang tätig und erlebte u. a. auch die Kriegszeiten unter dem berüchtigten Diktator Idi Amin.
Eines Tages beauftragte ihn dann der Generalvikar seiner Diözese, Emanuel Wandera, mit der Aufgabe Kolping in Uganda zu gründen. Der Generalvikar selbst hatte das Internationale Kolpingwerk bei einem ungeplanten Reise-Aufenthalt (Notlandung des Fliegers) in Köln kennengelernt, als er im Kolpinghaus wohnte und den damaligen Kolping-Generalsekretär Hubert Tintelott.
Pater Karl reiste dann selber nach Köln und lernte Kolping kennen. Nach zweijähriger Vorbereitung und Schulung gelang am 4. Dezember 1977 die Gründung einer ersten Kolpingsfamilie in Munteme. Bereits zwei Jahre später konnte mit 5 Kolpingsfamilien der Kolping-Nationalverband Uganda gegründet werden. Die Kolpingidee verbreitete sich dann weiter in die Nachbarländer Kenia, Tansania, Ruanda und Südafrika. 1985 wurde schließlich der Kolping-Kontinentalverband Afrika (AKA) gegründet und Pater Karl wurde zum Kontinentalpräses von Afrika gewählt.
„Ich habe nur den Samen gepflanzt und das Pflänzlein gegossen, das bis heute prächtig gewachsen ist“, so Pater Karl bei seinem Besuch im Diözesanbüro.
Heute gibt es allein in Uganda über 340 Kolpingsfamilien. Pater Karl wurde so zum Begründer der Kolpingidee in Afrika. Diözesanpräses Stefan Wissel dankte für den interessanten Besuch und wünschte dem mittlerweile in München im Ruhestand lebenden Afrikapionier alles Gute für die Zukunft.