Indianer – Kolpingsfamilie in Costa Rica gegründet

30. November 2012

Seit einigen Jahren hat der Diözesanverband auch Kontakte nach Costa Rica.
U.a. bauten Workcamp-Teilnehmer aus Regensburg auch am ersten Kolpinghaus
in Costa Rica mit.

Nun gelang mit Unterstützung des österreichen Entwicklungshelfers Roland Spendlingwimmer die Gründung der ersten Kolpingsfamilie beim Indianerstamm der Terribes. Die Terribes sind ein indigenes Volk, das im Süden des Landes zugewandert ist und noch weitgehend ihre eigenen Traditionen pflegt.

Neben einem Katholischen Priester als Kolping-Präses werden daher in der Kolpingarbeit auch indigene spirituelle Traditionen weiterhin aufgegriffen und anerkannt. In der Satzung der neuen Kolpingsfamilie wurden auch die Prinzipien und Umweltschutzziele des Stammes eingebaut. So gehören z.B. die rund 3000 ha Stammesgebiet der etwa 1300 Bewohner allen Stammesangehörigen, privaten Grundbesitz gibt es in ihrer Tradition nicht. Auch der Staat Costa Rica anerkennt mittlerweile in eigenen Autonomiegesetzen diese Tradition. In jüngster Zeit, wo die Indigenen mehr und mehr auch in Lateinamerika eine Stimme bekommen und ihre Rechte einfordern gibt auch Aktionen und Proteste mittels denen sie illegal erworbenes Land von Eindringlingen zurückfordern.

 Ein großes Anliegen ist den Terribes die Erhaltung ihrer Umwelt und ihrer Traditionen. Deswegen bauen sie auf sanften Öko-Tourismus, um interessierten Besuchern ihre Natur, ihre Kultur und ihr Denken nahe bringen und natürlich auch Einnahmen zum Erhalt der Umwelt zu generieren.

Der Kolping  Diözesanverband Regensburg hat die Gründung der Terriben-Kolpingsfamiile und den Aufbau von Öko-Tourismus vor kurzem mit 3.000,- Euro unterstützt.