Jugendpolitischer Aktionstag der Kolpingjugend: „Wen kann ich wählen?“

1. August 2017

Regensburg.

Die Bundestagswahl steht wieder bevor, sie findet am Sonntag, 24. September 2017 statt. Viele Jugendliche, darunter auch viele Erstwähler sind aufgefordert zu wählen. Darauf wollte die Kolpingjugend DV Regensburg mit einem jugendpolitischen Aktionstag einstimmen und sich und Interessierte über die einzelnen Parteien informieren.

Zu diesem Aktionstag kamen am Samstag, den 29. Juli 2017 immerhin etwa 100 Teilnehmer ins Regensburger Kolpinghaus. Mit einem Grußwort des Schirmherrn, Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz, in dem er auf die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen für die politische Willensbildung junger Menschen hinwies, begann der Aktionstag. Es  folgte eine Einführung ins Thema mit Verweisen auf aktuelle politische Herausforderungen durch Diözesanpräses Stefan Wissel. Dann hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in Kleingruppen mit Kandidaten für die Bundestagswahl persönlich zu diskutieren.

Eingeladen waren alle Parteien, die beim Politbarometer des ZDF vom Juli 2016 über 5% der Stimmen bekommen hätten. Vertreten waren somit folgende Parteien: CSU (Peter Aumer), SPD (Marianne Schieder), Grüne (Stefan Schmidt), Linke (Uschi Maxim) und FDP (Ulrich Lechte). Im Foyer des Festsaales im Kolpinghaus hatten die geladenen Parteien Informationsstände aufgebaut, an denen im persönlichen Gespräch noch Informationen ausgetauscht werden konnten. Im Eingangsbereich des Hauses waren Informationsstände des Kolpingwerkes und seiner Einrichtungen aufgebaut: des Kolping-Erwachsenenbildungswerks, des Kolping-Bildungswerks mit der Kolping-Jugendhilfe und der Kolpingjugend sowie der Kolping-Faschingsgesellschaft Lusticania, dem Kolping-Jugendwohnen und der Handwerkskammer. Hier konnten sich die Teilnehmer nebenbei auch über die Einrichtungen des Verbandes informieren.

 

Nach einem Mittagessen, zu dem die Kolpingjugend die Teilnehmer eingeladen hatte, folgte eine Rede der bayrischen Staatsministerin für Arbeit, Soziales,  Familie, Integration – und Jugend – wie sie selbst betonte. Emilia Müller referierte zum Thema „Ehrenamtliche Jugendarbeit von Morgen. Was bringt mir meine Stimme bei der Wahl?“

In ihrer Rede hob die Staatsministerin hervor, wie wichtig sie Veranstaltungen dieser Art findet und dass sie gerne zur Kolpingjugend gekommen sei. Schließlich, so die Ministerin, „entwickelt man bei Kolping ein Fundament, mit dem man eigenständig ist“. Das Interesse junger Menschen an Politik nimmt leider ab, umso erfreulicher ist es, dass bei der Kolpingjugend die Möglichkeit zur Information und politischen Willensbildung im Hinblick auf die Wahl demokratischer Parteien an diesem Tag gegeben ist. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion, bei der auch Fragen der Teilnehmer gestellt wurden, welche vorab in die bereitgestellten Sammelurnen geworfen werden konnten, wurden von den Moderatoren Thomas Andonie (Bundesvorsitzender des BDKJ) und Julia Mayerhöfer (Beratungsausschuss der Kolpingjugend im Kolpingwerk Deutschland) die Unterschiede der Partei-Wahlprogramme und der Schwerpunkte der Kandidaten herausgearbeitet.

Schirmherr Dr. Georg Haber dankte den Veranstaltern für die hervorragende Organisation und der Kolpingjugend für die Idee und Durchführung dieser Veranstaltung. „Das ostbayrische Handwerk hat diesen Aktionstag gerne unterstützt!“ Abschließend konnte jede/r Teilnehmer/in mittels eines Tischtennisballs abstimmen, welche Partei er/sie nach heutigem Stand wählen würde. Das Ergebnis der Abstimmung: „Wenn morgen Bundestagswahl wäre, würde ich … wählen“ ging denkbar knapp aus. Gewinner war die CSU. Platz zwei teilen sich die FDP und die SPD, Platz 4 ging an Bündnis 90/die Grünen und Platz 5 teilen sich die Linke und die sonstigen Parteien.