Katholische Verbände: Großes Potential für Glaube und Gesellschaft

3. Februar 2017

Verbandspräsides trafen sich mit Bischof Rudolf
Angeregte Diskussion über die Verbandsstruktur im Bistum Regensburg

Welchen Stellenwert haben die katholischen Verbände im Bistum Regensburg? Wie können sie überpfarrlich aktiv werden? Und wie können sie eine gut funktionierende Anbindung an die jeweilige Ortspfarrei schaffen? Diese und zahlreiche weitere Fragen erörterte Bischof Rudolf Voderholzer im Rahmen eines Treffens mit dem Leiter des Seelsorgeamtes, Domkapitular Thomas Pinzer, und den diözesanen Präsides der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), Deutscher Jugendkraft (DJK), Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ), Katholischer deutscher Frauenbund (KDFB), Kolpingwerk und Katholische Landvolkbewegung (KLB).

Blick hinein in die Gesellschaft wagen Verbandsarbeit, so Bischof Rudolf, könne auch stets politische Bildungsarbeit beinhalten. Hier lernen junge Menschen, sich zu positionieren, erwerben rhetorische Kompetenz und die Basis für ein gutes christliches Handeln. Der Stellenwert der Verbände, betonte der Diözesanbischof, sei sehr hoch, denn vom Lebensschutz bis hin zur Rentenpolitik hätten Weltchristen, die sich in katholischen Verbänden engagieren ein breites Spektrum an Themen, mit denen sie sich in die Gesellschaft einbringen können. Diesen Blick hinein in die Gesellschaft solle jeder einzelne wagen, so das Anliegen von Bischof Voderholzer.

Der Bischof wiederholte in diesem Zusammenhang auch sein Angebot, das er vergangenen Sonntag in der Pontifikalvesper anlässlich seines Weihejubiläums gemacht hatte: „Jedem Verbandsmitglied in der Diözese Regensburg, das sich mit dem DOCAT beschäftigen möchte, schenke ich ein Exemplar!“ Der Band DOCAT erklärt die katholische Soziallehre. Ein Buch, das für junge Menschen gemacht wurde aber durchaus auch für Erwachsene geeignet ist.

Weitere Themen, die bei der Begegnung der Präsides und Bischof Rudolf Voderholzer angesprochen wurden und in naher Zukunft weiter erörtert werden sollen waren unter anderem die schwindende Bindungskraft einzelner Verbände, Kommunikationsprobleme zwischen Ortsverband und Ortspfarrei, der Aspekt einer Profilschärfung der Verbände, wie auch das außerordentliche Engagement der zigtausenden Mitglieder im Bistum Regensburg.