Kolping Bodenmais – 53. Bergmesse auf dem Kleinen Arber

4. Juli 2017

Unter dem Gipfelkreuz eines Berges, inmitten herrlicher Natur, öffnet sich oft auch die spirituelle Dimension eines Ortes. Solche Plätze werden auch „Schule der Sehnsucht“ genannt.  „Wir bemühen uns gemeinsam, unsere Beziehung zu Gott zu stärken und Momente der Ruhe, der Stille und der inneren Zufriedenheit zu finden.“ Diese Sätze sprach zu Beginn des traditionellen Berggottesdienstes auf dem Kleinen Arber Pfarrvikar Janusz Kloczko.

Die Wetterprognosen waren zunächst nicht besonders gut für eine Hl. Messe unter freiem Himmel auf 1383 Meter Höhe. Unter dem Gipfelkreuz des Kl. Arbers wird seit 53 Jahren für die verstorbenen Präsides und Mitglieder der Kolpingsfamilie Bodenmais die Hl. Messe gefeiert. In diesem Jahr gedachte man besonders der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder Karl Dietl und Johann Ulrich. Vorsitzender Franz Josef Weikl konnte 60 Wanderer begrüßen und dankte besonders Pfarrvikar Kloczko für die Gestaltung des Gottesdienstes und dem Bläserquartett der Knappschaftskapelle für die musikalische Umrahmung.

In seiner Predigt ging Pfarrvikar Kloczko auf Lesung und Evangelium ein. „Auch wir haben uns heute – wie Abraham und die Apostel – auf den Weg gemacht, um vielleicht das Erlebnis der Nähe Gottes unter diesem Gipfelkreuz zu erfahren und die Schönheit der Natur hier am Kleinen Arber zu bewundern. Regen- und Nebelstrecken im Leben sind normal, auch tiefgläubige Menschen und Heilige haben sie durchlebt und sicher auch gelitten. Immer dann, wenn wir Gott suchen und uns bemühen, an ihn zu glauben, kommen wir letztendlich oben auf einem Berg an; wir bekommen klare Sicht und begreifen, dass es gut weitergeht mit uns“, sagte der Prediger.

Als hätte ein Wettermacher die Worte gehört, zogen plötzlich Nebelschwaden vom Tal hoch, gleichzeitig strahlte die Sonne über dem Gipfelkreuz vor blauem Himmel. Die Bläser intonierten die Waidlermesse und alle sangen kräftig mit.

Nach dem Gottesdienst kehrte man natürlich in der “Chamer Hütte“ ein. Auf dem Rückweg gedachten die Wanderer beim Buchhütten-Marterl den viel zu früh verstorbenen Mitgliedern Peter Koller und Hermann Zistler. Mit einem „Ave Maria“ wurde in der Steigerfelskapelle die Mutter Gottes gegrüßt. Trockenen Fußes erreichte man wieder das heimische Bodenmais.