KF Dingolfing: Wiedereröffnung des Kolpinghauses

1. Dezember 2016

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Nach vier Monaten Umbau wurde der Saal des Kolpinghauses am 19. Nov. wieder in Betrieb genommen. Der Vorstand des Kolpinghaus-Vereins, Alfons Ammer, der die Bauleitung übernommen hatte, konnte zahlreiche Mitglieder und Förderer im neuen Saal begrüßen.
Dank galt Bürgermeister Josef Pellkofer für die Unterstützung durch die Stadt. Besondere Würdigung erfuhr KF-Vorsitzende Eva Wild, die durch Organisation von Basaren und Tombolas viele Spenden gewinnen konnte. In 1.150 Arbeitsstunden Eigenarbeit haben freiwillige Helfer Großartiges geleistet. Unterstützt wurden sie von Erich Hochholzer, Werner Kuttenhofer und Sepp Kriener, die ihre Fachkenntnisse in der Freizeit tatkräftig einsetzten. Stellvertretend für das Engagement der Jugend dankte der Vorstand Peter Lange. Eine Aktion in dieser Größenordnung gemeinsam zu stemmen, schafft ein Gemeinschaftsgefühl und einen Stolz besonderer Art. Weitere fördernde Unternehmen waren die Firmen Kreissl, Mossandl, Widbiller und Markus Polster.

Ehrenamtlicher Einsatz der Kolping-Mitglieder
Von Juli bis September wurde der Abbruch des Daches und die Entkernung des Saales in Eigenregie vorbereitet und dann durch eine Firma vollständig ausgeführt. Nach der Eindeckung konnte am 06. Oktober mit dem Innenausbau begonnen werden. Dabei wurde auf Energieeinsparung ebenso wie auf ansprechende Gestaltungselemente gesetzt. Der Saal des Kolpinghauses soll auch weiterhin von Tanzgruppen, für private Feiern und Theateraufführungen genutzt werden können. Deshalb wurde die Theaterbühne neu gestaltet, auf eine gute Bestuhlung Wert gelegt und durch warme Farben und Beleuchtung dem Raum eine angenehme Atmosphäre verliehen. Für kleinere Gruppen steht ein weiterer Raum im Obergeschoss zur Verfügung. Auch die Kolpingjugend verfügt über ein eigenes Zimmer im Obergeschoss.
Die Kegelbahn im Keller blieb erhalten. Die Bewirtung der Gaststätte obliegt in gewohnter Zuverlässigkeit dem langjährigen Pächter und Vorstandsmitglied Siegfried Neudecker.

Renovierungsfeier
Zum festlichen Abend waren die vielen Helfer und Gäste zur gemeinsamen Mahlzeit eingeladen. Den kirchlichen Segen erteilte Stadtpfarrer Martin Martlreiter. Er ging auf das Symbol des Kreuzes ein und nahm Bezug auf Leonardo Da Vinci. Ein Kreuz besteht aus der Horizontalen, die die Beziehung der Menschen untereinander beschreibt, und aus der Vertikalen, durch welche die Anbindung des Menschen zu Gott ausgedrückt wird. Die Menschen sollen am Aufbau einer besseren Welt mitwirken.
Auf die Fürsprache des seligen Adolph Kolping segnete er das schlichte Kreuz des Saales, damit dieses Haus und die Mitglieder des Vereins mit gutem Geist erfüllt sein mögen.
Für die Präsentation, in der Mitglieder der Kolpingjugend den Umbau Revue passieren ließen, war Georg Neudecker zuständig. Bilder von Handwerkern, Jugendliche mit Atemschutz und Staubanzügen, fleißige Helfer beim Schleppen von Balken, Elektriker und erschöpfte, aber fröhliche Gesichter zeigten auf eindrucksvolle Weise den Fortgang der Arbeiten.
Nachdem Alfons Ammer seine Präsente an die Ehrenamtlichen überreicht hatte, ergriff Vorsitzende Eva Wild das Wort und dankte dem Alfons für dessen umfangreiche unentgeltliche Unterstützung des Umbaus durch Bauplanung, Betreuung und Durchführung in umsichtiger und verantwortungsvoller Weise.

Für die Nutzung des Raumes im Obergeschoss bedankte sich die Liedertafel mit einer Spende. Auch der Diözesanverband unterstützte die Umbauarbeiten mit einem Zuschuss und einem Kredit.

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Ehrung für Erich Hochholzer (Bild oben (l.), Schorsch Harpaintner (r.)

Zum Schluss bekam Erich Hochholzer die Ehrenmedaille des Diözesanverbandes Regensburg verliehen. Der Bezirks-Ehrenvorsitzende Schorsch Harpaintner dankte Hochholzer für seine Mitarbeit und seinen Einsatz und erwähnte dabei die vier Grundprinzipien eines jeden Kolpingmitgliedes. War Kolping in der Mitte des 19. Jahrhundert ein Priester und Visionär, der sich mit Leidenschaft in der sozialen Frage für die Handwerker engagierte und in der Folge die ersten Gesellenvereine gründete, so ist es auch heute noch Auftrag für jedes Mitglied, sich in diesem Sinne in den Nöten der Zeit für eine bessere Welt einzusetzen.