KF Waldsassen unterstützte Hilfsprojekt im Erzgebirge

13. Juli 2017

 


Der Tagesausflug der Kolpingfamilie führte nach Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. Dabei unterstützte die KF auch das Hilfsprojekt Anna + Sascha. Berthold Kreuzer und Alfons Prechtl, hatten ein interessantes Programm zusammengestellt. Die Pfarrgemeinde Brand/Marktredwitz unterhält seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit Annaberg-Buchholz.

 

Begonnen wurde mit einem Gottesdienst, bei dem die Waldsassener von Pfarrer Andreas Schumann besonders begrüßt wurden. Am Vormittag gab es noch eine Stadtführung und dann eine Führung in der St. Annenkirche, der größten spätgotischen Hallenkirche Sachsens. Danach ging es zum Kaffee ins Pfarrheim wo Pfarrer Schumann über die Pfarrei berichtete. Zudem hatte hier Alfons Prechtl eine Begegnung mit Katja Seifert organisiert. Sie berichtete über den von ihrer Familie ins Leben gerufenen Verein „Anna und Sascha.“

Dieses Projekt verdankt seine Entstehung einem besonderen Menschen – Sascha. Er wurde 1995 in St. Petersburg geboren. Als die Ärzte erkannten, dass er das Down-Syndrom hat, sagten sie seiner Mutter das Kind sei tot. Erst zwei Wochen später erfuhr die Mutter, dass ihr Kind lebt, jedoch schwer behindert sei und sie selber ihr Leben mit einer solchen Last nicht zerstören solle. Im staatlichen Kinderheim sei es gut versorgt. Als sie fünf Jahre später bei dem Besuch ihres Bruders dort Sascha zum ersten Mal sah, habe sie ihm gesagt „ich hol dich hier raus!“ 14 Monate später war es dann soweit. Sascha war sieben Jahre alt, klein und wog sieben Kilo. Er konnte weder laufen, noch sprechen. Laut russischen medizinischem Gutachten war er schwerhörig, nahezu blind, habe einen schweren Herzfehler und eine Nierenatrophie. Heute ist Sascha 21 Jahre alt und hat viele Herzen erobert. Er ist körperlich gesund, kann laufen, schwimmen, kennt Buchstaben und liebt klassische Musik, sagt Katja Seifert, in deren großer Familie er aufgewachsen ist. Sascha ist künstlerisch tätig und arbeitet heute mit großer Freude und Hingabe in der Küche der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge. Dem Verein gehört heute das Haus am „Buchholzer Tor.“ Es bietet die besten Voraussetzungen für Gastronomie und Herbergswesen. Dieses Potential möchte man gerne nutzen und ein barrierefreies Cafe mit Herberge errichten und dabei sei man auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Bild v l: Vorsitzender Werner Hahn, Katja Seifert, Sascha und Alfons Prechtl, (2.von rechts)

 

 

Die Herz angerührt von den Ausführungen über Sascha und sein Schicksal, überreichte Vorsitzender Werner Hahn spontan eine Spende. Auch Alfons Prechtl hatte wieder eine Spende mit dabei, mit der die Partnerschaft der Pfarrei Brand zu Annaberg-Buchholz weiter gefestigt wird.