Kolping-Arbeitnehmer in der Handwerkskammer gut vertreten

1. September 2014

HWK-9-2014Gestärktes Miteinander in der Handwerksarbeit

Das aus dem Kath. Gesellenvereinen hervorgegangene Kolpingwerk ist bis heute noch gut in der Handwerksarbeit vernetzt. Dies wurde auch bei der konstituierenden Sitzung der Vollversammlung der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz in Straubing deutlich.

Während in den anderen berufsständischen Einrichtungen die Selbstverwaltung durch die Arbeitgeber alleine gestaltet wird, ist es in der Handwerksarbeit gute Tradition, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam die Interessen des Handwerks vertreten.
Aufgrund der gesetzlichen Grundlage bestehen die Selbstverwaltungsorgane zu einem Drittel aus Arbeitnehmervertretern und zu zwei Dritteln aus Arbeitgebervertretern. In der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz gibt es dazu eine bewährte Zusammenarbeit auf Arbeitnehmerseite zwischen den Kolping-Diözesanverbänden Regensburg und Passau und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Der Regensburger DGB-Geschäftsführer Christian Dietl und der Passauer Kolping-Geschäftsführer Harald Binder als die zuständigen Verhandlungsführer, haben die Gesellenliste beim zuständigen Wahlausschuss eingereicht. Bei der konstituierenden Sitzung wurden von Dr. Ralf Seidl als Wahlleiter die 16 Arbeitnehmervertreter bestätigt. Bei den anschließenden Wahlen zu den einzelnen Gremien wurden Maurermeister Franz Greipl auf Vorschlag der Kolpingseite und der Ergoldsbacher Schriftsetzermeister Konrad Treitinger auf Vorschlag des DGB jeweils zu Vizepräsidenten der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz gewählt. Aus dem Bistum Passau wurde die Handwerks-beauftragte des Kolping-Diözesanvorstandes, Friseurmeisterin Kathrin Zellner aus Röhrnbach, wieder in den Vorstand gewählt.

Weiterhin gehören der 48-köpfigen Vollversammlung der Handwerkskammer an: Schreiner Gotthard Ambros (Hengersberg) und Kaminkehrer Stefan Treitlinger (Thyrnau). Gotthard Ambros wurde zudem als Arbeitnehmervertreter in den Berufsbildungsausschuss entsandt. Er soll nach den Vorstellungen des Kolpingwerkes, wie Geschäftsführer Binder betonte, auch den Vorsitz des paritätisch besetzten Ausschusses übernehmen. In den Ausschuss für Wirtschaftspolitik wurde Stefan Treitlinger berufen.