Kolping begrüßt Marshallplan mit Afrika

6. März 2017

Auf ihrer Afrikareise 2016 nach Mali, Niger und Äthiopien hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel wissen lassen, dass der „Zukunftskontinent“ Afrika im Rahmen des deutschen G20-Vorsitzes eine zentrale Rolle spielen werde. Die Vorstellung des Papieres „Afrika und Europa – Neue Partnerschaft für Entwicklung, Frieden und Zukunft.

 

Bild: Kolpingbanner Uganda

 

Die Eckpunkte für einen „Marshallplan mit Afrika“ wurden durch Entwicklungsminister Gerd Müller formuliert und stehen unter dem Anspruch, diese Ankündigung inhaltlich zu füllen und zugleich den afrikapolitischen Diskurs der EU vor allem mit Blick auf das EU-Afrika-Treffen in Abidjan Ende Nov. dieses Jahres zu prägen. Das Ministerium bittet Verbände und Organisationen darum, diesen Plan mit Afrika zu kommentieren und kritisch zu begleiten.

 

Kolping-Generalsekretär Dr. Markus Demele begrüßte den Plan als ambitioniert. „Es ist wichtig und richtig, dass den Menschen in Afrika die Chance gegeben wird an der Globalisierung teilzuhaben. Sie müssen die Möglichkeit haben, sich an internationalen Wertschöpfungsketten zu beteiligen und dürfen nicht allein von Rohstoffexporten abhängig bleiben.“ Ein Schwerpunkt des Planes ist die Förderung deutscher Privatinvestitionen in Afrika. „Diese müssen jedoch den Ansprüchen menschenwürdiger Arbeit genügen und für echte und breitenwirksame Entwicklungseffekte vor Ort sorgen“, so Demele.

 

 

Info: Das Int. Kolpingwerk ist bereits seit Jahren in 14 Ländern Afrikas aktiv, darunter Südafrika, Kongo, Malawi, Kenia, Burundi, Tansania, Uganda, Ruanda, Nigeria, Ghana, Benin, Kamerun, Sambia und Togo.