Kolping Beratzhausen: Kolping-Büste zum Jubiläum gesegnet

6. Juli 2016

Kolpingfamilie Beratzhausen feierte  150-jähriges Gründungsjubiläum

Am ersten Juli-Wochenende hatte Kolping Beratzhausen allen Grund zu feiern. Zum einen konnte die KF als Nachfolger des 1866 gegründeten Katholischen Gesellenvereins auf 150 Jahre zurückblicken. Außerdem kann die Gemeinschaft auf eine fast durchgehende, lebendige Vereinsentwicklung vorweisen, in denen sie mit derzeit 380 Mitgliedern zu einer der größten Kolpingsfamilien in der Region aufstieg. Zu diesem Resultat kam bereits der kommissarische Diözesanvorsitzende Josef Sander bei seiner Festansprache am Ehrenabend.

 

Zum anderen erfüllte sich der lang gehegte Wunsch der Mitglieder, die Aufstellung und Segnung einer Kolping-Büste vor „ihrem“ Pfarrheim. Zum Bau des Jugend- und Pfarrheims unter der Regie von Präses und Pfarrer Max Mühlbauer in den Jahren 1980/81 und der Sanierung unter Präses Pfarrer Georg Dunst hatten die Mitglieder der katholischen Gemeinschaft nämlich viel beigetragen. Die feierliche Segnung, der von Professor Dr. Alexandru Pasat aus Rumänien gefertigten Bronzeskulptur zählte neben der Segnung eines von Rosi Lamml gestifteten neuen Banners zu den Höhepunkten des 150-jährigen Gründungsjubiläums.
Vorangegangen war diesen Festakten ein Kirchenzug. Angeführt vom Kolping-Spielmannszug und der Blaskapelle Beratzhausen zogen der Jubelverein mit den Ehrengästen und der Josephs-Fahne aus dem Jahre 1922 sowie den Brudervereinen aus dem Bezirk Jura und den Ortsvereinen zur Pfarrkirche. In Konzelebration und musikalisch klangvoll umrahmt von der Kolping-Jugendblaskapelle Hohenfels unter dem Dirigat von Lucia Prechtl gestalteten Diözesanpräses Stefan Wissel, Präses Pfarrer Georg Dunst, Bezirkspräses Pfarrer Udo Klösel und Altpräses BGR Max Mühlbauer den festlichen Gottesdienst.

 

 

Bereits  in seiner Festpredigt in der vollbesetzten Pfarrkirche betonte Diözesanpräses

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Bannersegnung durch Diözesanpräses Stefan Wissel

Stefan Wissel, dass katholische Vereine, also auch die Kolpingfamilien  „ Bausteine der Zukunft für die Kirche“ sind . Mit den Worten „Wenn ich das heute sehe, geht einem das Herz auf – alt und jung vereint“, ließ er seine Rührung spüren. Er erinnerte auch an die Gedanken des Vorbildes Adolph Kolping und Sozialreformer:
„Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist!“ . Der Priester, Pädagoge und Gesellenvater aus Köln hatte in der ersten industriellen Revolution im 19. Jh. den Grundstein nicht nur für seine Gesellenvereine, sondern auch für nachfolgende Sozialverbände gelegt. Mit den Worten: „Ihr habt alles richtig gemacht – unsere Gesellschaft braucht Menschen die sich einbringen“, gratulierte er den Verantwortlichen für ihr Engagement. Die Fürbitten verlasen Vorsitzende Rosi Lamml und Annette Niebler.

 

Unter den Klängen der Musikkapellen zogen nach dem Gottesdienst die Ehrengäste mit

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vor der neuen Kolpingbüste: v.l. Walter Liedtke, Rosi Lamml, Bildhauer Dr. Alexandru Pasat

den Kolpingfamilien des Bezirksverbandes Jura und den Ortsvereinen zum Pfarrheim. Dort segnete Diözesanpräses Wissel die Bronzeskulptur. In der Begrüßung verwies Festleiter Walter Liedtke auf die vielen helfenden Hände, die zur Gestaltung der Bronzefigur samt Sockel beigetragen haben: „Der Gesellenvater wird euch künftig immer beim Betreten des Pfarrheims im Blick haben“ so der Walter.

 

 

 

 

Die stellv. Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Barbara Breher bezeichnete Kolping als „genialen Mann und sozialen Netzwerker, er war seiner Zeit weit voraus!“ Seine Ideen sind auch heute nach wie vor aktuell. Als Anerkennung ihrer Arbeit und Treue verlieh sie der Kolpingsfamilie Beratzhausen das Ehrendiplom des Kolpingwerkes Deutschland zum 150jährigen Jubiläum.

 

 

Beim Frühschoppen im Pfarrgarten herrschte dann Festtagsstimmung. Die Beratzhauser Musikanten, die mit traditioneller Volksmusik aufspielten, luden die zahlreichen Besucher ein. Es herrschte Hochbetrieb bis in die frühen Abendstunden. Mit böhmischer und bayerischer Musik sorgte nämlich die Blasmusik Lupburg unter Leitung von Veronika Fischer ebenfalls noch für gute Unterhaltung und einen harmonisches Ausklang des gelungenen Jubiläums.