Kolping Bruck feierte 150 Jahre – ältester Verein am Ort

5. Juli 2017

Ältester Verein mit lebendiger Kultur: Kolping Bruck feierte 150 Jahre

Rund zwei Jahre hatte die Kolpingsfamilie an der Vorbereitung der 150-Jahr-Feier gearbeitet und gefeilt. Am Wochenende vom 1.- 2. Juli 2017 konnte sie dann in gebührendem Rahmen begangen werden. Am Samstag begannen die Feierlichkeiten mit dem Eintreffen der Vereine am Freizeitzentrum. Von dort folgte der Kirchenzug, angeführt vom Leitungsteam und den Ehrengästen.  27 Vereine und Gruppierungen zogen zur Pfarrkirche, die mit Kolping-Fahnen beflaggt war.

Den Festgottesdienst zelebrierte Diözesanpräses Stefan Wissel zusammen mit Ortspfarrer Andreas Weiß, dessen Vorgänger Pfarrer Helmut Brunner und dem ehemaligen Kaplan von Bruck, Karl Bräutigam. Die drei letztgenannten Priester wirken bzw. wirkten als Präsides der Kolpingsfamilie. Zur Eröffnung wurde von allen Besuchern das „Kolping-Lied“ gesungen, mit Händereichen und „Treu Kolping“, was bei vielen ein Gänsehautfeeling aufkommen ließ. Bei den Kyrie-Rufen wurde auf dem Seitenaltar eine standfeste „Mauer“ mit den Schlagworten „Freude, Begeisterung, Mut, Tatkraft, Gottvertrauen und Verantwortung“ gebaut.

Manch guten Samen gesät
In der Predigt zollte der Diözesanpräses den Brucker Kolpingmitgliedern höchsten Respekt. Der Verein biete durch seine kirchlichen, sozialen und familiären Veranstaltungen ein interessantes Angebot für jedes Mitglied, für jeden Stand und jedes Alter. Bei Kolping würden Glaube, Gesellschaft und Familie auf einen Nenner gebracht und es wird so mancher gute Samen im Kleinen gesät. Zur Gabenbereitung wurden neben Brot und Wein auch Symbole vor den Altar gebracht, die mit den Schlagwörtern der Kyrie-Rufe korrespondierten. Mit einer Kerze am wurde auch der verstorbenen Mitglieder gedacht.
Vor dem Segen überreichte Wissel mit dem Diözesanvorsitzenden Josef Sander, stellvertretend an Evi Glöckl und Sepp Birner eine Ehrendiplom-Urkunde, mit der das Kolpingwerk Deutschland dem Jubelverein gratulierte. Die musikalische Gestaltung übernahm der Chor B’choired, unter Leitung von Thomas Rieder mit Verena Kraus an den Keyboards.

Pfarrer Weiß dankte allen Beteiligten dafür, dass der Festgottesdienst in so würdigem Rahmen gefeiert werden konnte. Von der Pfarrkirche weg bewegte sich der Festzug zum Freizeitzentrum unter der musikalischen Begleitung der Blaskapelle.
Im Freizeitzentrum begrüßte Sepp Birner die fast 400 Gäste. Zwischen den Grußworten bereicherten Kolpingmitglieder das Programm. Der Familienkreis brachte ein musikalisches Geburtstagsständchen. Die Kinder sangen davon, dass sie zusammen auf ein Alter von gerade mal 80 kämen. Würde man aber das Alter des Diözesanpräses, des Brucker Pfarrers sowie des Vorsitzenden addieren, so komme man schon auf 150, so alt wie der Verein ist. Beim „Zum Geburtstag viel Glück“ stimmten nach Aufforderung der Kinder alle Gäste gerne mit ein.

„Bitte weiter so!“
Die Kolping-Mädchentanzgruppe trat unter dem Motto „Kolping international“ zu verschiedenen Liedern in den Vereinsfarben orange/schwarz auf. Mit einer Bildpräsentation zeigten Evi Glöckl und Josef Birner die Arbeit der Kolpingsfamilie.
In seinem Schlusswort dankte Pfarrer Weiß der Kolpingsfamilie für die Arbeit mit der Bitte: „Weiter so!“. Das Kolpinglied bildete den Abschluss der großartig gelungenen Veranstaltung.