Bezirk Regensburg für Städtepartnerschaft geehrt

11. November 2015

Kolping-Bezirksverband Regensburg:
Ehrung am Reichsfreiheitstag für gelebte Städtepartnerschaft mit Brixen

Erst im letzten Jahr feierte der Bezirk Regensburg mit einer Begegnungsreise die Partnerschaft mit der Stadt Brixen in Südtirol, die bereits seit 1979 besteht. Nun hat die Stadt Regensburg diese langjährige, gelebte Partnerschaft ausgezeichnet. Jedes Jahr zum sog. „Reichsfreiheitstag“ (10. Nov.), zeichnet die Stadt verdiente Persönlichkeiten und besondere Bürger-Aktivitäten aus.

 

Der Städtepartnerschaftspreis wurde dieses Jahr u. a. an die Kolpingsfamilie Brixen und den Kolping-Bezirksverband Regensburg vergeben. Die Kolpingsfamilie Brixen und der BV Regensburg-Preis-2015Bezirksverband Regensburg leben seit 35 Jahren eine innige Partnerschaft. Zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten bezeugen bis heute diese Verbindung im Rahmen des Kolpingwerkes. Noch im letzten Jahr erinnerte der damalige Bezirkspräses Siegfried Schweiger an diese Partnerschaft und ihre Gründungsväter, allen voran Präses Franz-Xaver Zettler (+) und Alfred Hofmaier (+) von Regensburger Seite und Ernst Schwienbacher auf Seiten von Brixen.

„Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfand einsetzen!“. Der Bürgermeister erinnerte an diesen Kolping-Satz und dankte den Geehrten, dass sie mit großer Herzlichkeit und familiärer Verbundenheit ihre Freundschaft über Grenzen hinweg leben und ein Zeichen für Frieden und Verständigung setzen.
Bezirkspräses Diakon Thomas Steffel, Bezirksvorsitzender Herbert Lorenz sowie eine Delegation aus Brixen nahmen den Preis entgegen.

 

Flagge RegensburgFreie Stadt bzw. Reichsstadt Regensburg
Regensburg war von 1245 bis 1806 – eine sog. reichsfreie Stadt. Wer reichsfrei oder reichsunmittelbar war, war unabhängig und nur direkt dem Kaiser untertan.
Bereits den Jahren 1207 und 1230 verliehen König Philipp von Schwaben und Kaiser Friedrich II. der Stadt umfangreiche Privilegien (als Philippinum bzw. Fridericianum bekannt), die den Aufstieg Regensburgs zur sog. „Freien Stadt“ ermöglichten.
1245 bestätigte Kaiser Friedrich II. schließlich der Stadt das Recht der Selbstverwaltung mit dem Privileg „einen Bürgermeister und Rat zu setzen“. Regensburg hatte auch eine eigene Bürgerwehr und ein eigenes Münzprägerecht. Diese Privilegien führten zusammen mit dem lukrativen Fernhandel und dem Auszug der bayerischen Herzöge nach Landshut 1255 zu einem Erstarken der Bürgerschaft.
Die Unabhängigkeit hatte aber auch Nachteile – so entwickelte sich die Stadt fortan nur noch innerhalb der Stadtmauern, eine Erweiterung fand nicht mehr statt, jenseits der Steinernen Brücke war man ja schon an der Grenze zum Herzogtum Bayern. Auf der Brücke war eine Zollstation. Außerdem hatten die bayerischen Herrscher ihre repräsentativen Bauten und Projekte nicht mehr in Regensburg, sondern an anderen Orten errichtet, und Regensburg wurde nach 1806 schlagartig zu einer eher bedeutungslosen Stadt im Königreich Bayern.

 

Seit 1980 feiert die Stadt jährlich um den 10. November den sog. „Stadtfreiheitstag.“ An diesem Tag im Jahre 1245 erhielt sie die Urkunde für die Stadtfreiheit vom Kaiser. Heute werden an diesem Tag verdiente Bürger der Stadt geehrt und ausgezeichnet.