Kolping-Landeswallfahrt: Über 3.500 Pilger in Altötting

6. Oktober 2014

KreuzträgerBayerische Kolping-Landeswallfahrt nach Altötting unter dem Motto: Mit Gottvertrauen Welt gestalten!
  „Damit der Welt die Luft nicht ausgeht…“

In den Marienwallfahrtsort Altötting, dem spirituellen  „Herzen Bayerns“, strömten am 3. Oktober weit über 3.500 Pilger aus dem Kolpingwerk im LandesverbandBayern. Unter dem Motto „Mit Gottvertrauen Welt gestalten“ haben sich Kolpingmitglieder aller Generationen aus den sieben bayerischen Bistümern darunter auch zahlreiche Pilger aus dem Bistum Regensburg am Tag der Deutschen Einheit auf den Weg nach Altötting gemacht, darunter auch zahlreiche Präsides aus den Kolpingsfamilien. Bei der Begrüßung an der Gnaden-kapelle reihte sich auch Bischof em. Wilhelm Schraml ein in die Pilgerschar.Priesterzug
Das schwarz-orange Fahnenmeer der nahezu 300 Kolpingbanner unter einem strahlend weißblauen Himmel war zugleich eine „eindrucksvolle Symbolik des Friedens und der Versöhnung wider die Zerrissenheit und die Menschenrechtsverletzungen an den vielen Krisenherden in der Welt, nicht zuletzt am 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung“ stellte die Landesvorsitzende Dorothea Schömig in einem ersten Resümee fest.

Das von Gesellenvater Adolph Kolping gegründete Kolpingwerk versteht sich auch heute als katholischer Sozialverband, der sich einmischt in Kirche und Gesellschaft und mit Aktion gesellschaftlicher Resignation, Stagnation und Mutlosigkeit entgegenwirkt.Präsides-R-Ei

Die Kolping-Pilger zogen zunächst in einer Sternwallfahrt nach Altötting. Vom Parkplatz am Schwimmbad in Graming aus zogen die Regensburger Pilger unter der Leitung von Diözesanpräses Stefan Wissel zur Begrüßung an die Gnadenkapelle in Altötting. Für Gehbehinderte Teilnehmer war ein Shuttle-Service angeboten.

Bild: der DV Passau hatte extra zur Landeswallfahrt ein Votiv-Taferl von einem Kirchenmaler anfertigen lassenTaferl

 

Um 15.30 h begann dann der große Wallfahrtsgottesdienst in der Basilika mit dem Hauptzelebranten Landespräses Christoph Huber und zahlreichen Präsides als Konzelebranten. „Damit der Welt die Luft nicht ausgeht“ hat deshalb Landespräses Msgr. Christoph Huber die Aufgabe von Kolpingsfamilien in der heutigen Zeit verortet. Eindrucksvoll forderte er in seiner Predigt während des Gottesdienstes in der dichtgefüllten Wallfahrtsbasilika die Kolpingmitglieder auf, nicht nachzulassen im Einsatz für eine gerechtere Welt. „Verarzten wir unsere Welt mit unserem Engagement aus dem Geiste Adolph Kolpings: Wenn wir Flüchtlingen und Asylbewerbern Heimat geben, junge Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt begleiten und stark machen, genauso wie in der aktiven Mitgestaltung aller Getauften in der Kirche“ als Beispiele des verbandlichen Handelns.

Dass die jungen Menschen im Focus des
Kolpingwerkes stehen, zeigte die Wallf-Kreuz-2generationenübergreifende Wallfahrt in besonderer Weise. Sie diente als Auftakt für ein „Faires Wochenende“ in Altötting zu dem über 400 Jugendliche anreisten und sich unter dem Motto „losgelöst 2014 – wir FAIRändern Bayern“ thematisch mit den Bedingungen für eine lebenswerte und gerechte Zukunft auseinandersetzten.