Kolping und KAB feierten ersten gemeinsamen Josefstag am 19. März 2015

20. März 2015

Der Josefi-Tag am 19. März hat in Bayern eine lange Tradition und war früher sogar ein wichtiger Feiertag zu Ehren des hl. Josefs, des Patrons der Arbeiter und Handwerker. Diesen Tag wollten die Katholischen Sozialverbände Kolping und KAB nun wieder neu ins Bewusstsein rufen und aufleben lassen. Sie feierten erstmals diesen Tag im Bistum gemeinsam und zusammen mitJosef-Gruppe-HP Bischof Rudolf.

 
„Der hl. Josef, aktueller denn je!“ –
Am 19. März, dem Hochfest des Heiligen Josef, feierte Bischof Rudolf Voderholzer mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und dem Kolpingwerkder Diözese Regensburg  im Dom St. Peter eine Pontifikalvesper. Damit wollten die beiden großen Katholischen Sozialverbände im Bistum Regensburg den Tag zu Ehren des Hl. Josef, der ja auch der Patron der Arbeiter ist, wieder neu ins Bewusstsein holen. So assistierten dem Bischof bei der Vesper der KAB Diözesanpräses Msgr. Thomas Schmid und Kolping-Diözesanpräses Stefan Wissel. Bannerabordnungen der beiden Verbände hatten bereits den großen Einzug durchs Hauptportal zu einem farbenprächtigen Schauspiel werden lassen, das auch die zahlreichen Passanten rund um den Dom aufmerken ließ.

„Der hl. Josef, Hüter der hl. Familie und der Kirche“
Zu Beginn seiner Predigt dankte der Bischof den beiden Verbänden für die Initiative, den Festtag des hl. Josef wieder mehr ins Bewusstsein zu holen und ihn „mit Glaubensfreude und viel Phantasie“ zu gestalten. Im Blick auf die Ablehnung des Heiligen als Namenspatron für einen Kindergarten dieser Tage in Niederbayern, zitierte er Papst Franziskus. Dieser hatte den hl. Josef beim Gottesdienst zu seiner Amtseinführung vor genau zwei Jahren als den „Hüter der hl. Familie und der Kirche“ vorgestellt. Der hl. Josef, so Bischof Rudolf, sei alles andere als nichtmehr zeitgemäß, er sei der stille und demütige Bewahrer, konservativ im eigentlichen Sinne des Wortes, der dem Jesusknaben und der Gottesmutter in allen Lebenssituationen zur Seite gestanden habe. Darin sei er uns ein Vorbild im Glauben, auch im Hinblick auf die Bewahrung der Schöpfung und das Behüten von Kindern, alten Menschen und Schwachen. In unserer schnelllebigen Zeit brauche es solche beständigen und geduldigen Hüter.

 „hintersinniger“ Feier-Abend im Kolpinghaus
Nach der Pontifikalvesper zogen Bischof und Gläubige, allen voran die Fahnen- und Bannerabordnungen vom Dom zum Kolpinghaus, wo die Mitglieder von KAB und Kolping ein „hintersinniger“ Feier-Abend erwartete. Die Lieder und Texte des Regensburger Liedermachers Hubert Treml in musikalischer Begleitung von Sebastian Wurzer am Saxophon gaben dann auch „paradiesische Sonntags-Einsichten“ mit Titeln wie „Sonntagskleid“ oder „Sonntags singen Nachtigallen zarter“. Insgesamt war der erste gemeinsame Josefi-Tag in Regensburg eine gelungene Veranstaltung und soll auch im nächsten Jahr wiederholt werden.Bischof-Josie-HP

Bild: Bischof Rudolf segnet die kleine Josephine Lemm, die Namenstag und Tauftag hatte, sowie ihre Mutter Fernanda, die Geburtstag hatte an diesem Tag.

 

Stichwort: Heiliger Josef, Patron der Arbeit
In der Ostkirche setzte schon sehr früh die Verehrung des hl. Josef ein, der als Bräutigam der Gottesmutter und als „Nährvater Jesu“ Jesu verehrt wird. In der Westkirche genießt er erst seit dem 12. Jahrhundert eine größere Verehrung. Vielfältig sind auch seine Patronate, er ist Schutzpatron der Ehepaare und Familien, Kinder, Jugendlichen und Waisen, aber auch der Jungfräulichkeit. Selbst Handwerker gewesen, rufen ihn Arbeiter und Zimmerleute, Schreiner, Wagner, Totengräber und Ingenieure in Notsituationen an. Der Hl. Joseph ist aber auch Patron der ganzen Kirche und vieler einzelner Länder wie u.a. Bayern, Böhmen und Österreichs. Im Freistaat Bayern war das Hochfest am 19. März bis 1968 sogar ein staatlicher Feiertag in Bayern, der kurz einfach Josefstag oder Josephi genannt wird.