Kolping Regensburg wählte neuen Diözesanvorstand

27. März 2017

Kolpingwerk DV Regensburg – Diözesanversammlung 2017

Josef Sander neuer Kolping-Diözesanvorsitzender
Kolping als Sozialverband  und Marke positionieren
Diözesanpräses Stefan Wissel informierte über Rücktritt
Berufshilfe Tirschenreuth erhielt des Kolping-Preis 2017 des Diözesanverbandes

Gruppenfoto

Die neugewählte Diözesanvorstandschaft v.li. mit Wahlleiter Ernst Beier, Diözesanpräses Stefan Wissel, Johannes Saalfrank, Alfred Hammer, Anton Zagler, Martin König, Ingrid Dräger, Ludwig Rechenmacher, Stefanie Plötz, Domkapitular Thomas Pinzer, Diözesanvorsitzender Josef Sander, Franz Greipl und Markus Neft

Der Abensberger Josef Sander, der seit dem überraschenden Tod seines Vorgängers Heinz Süss im März 2016 den Diözesanverband bereits seit einem Jahr kommissarisch führte,  wurde bei der Diözesanversammlung des Kolpingwerkes im Bistum Regensburg am Samstag, 25. März 2017  im Kolpinghaus für die nächsten drei Jahre zum Diözesanvorsitzenden gewählt.
Diözesanpräses Stefan Wissel informierte die Delegierten über die Gründe seines Rücktritts. Ab 1. Septemer 2017 übernimmt er als Pfarrer die Seelsorge in der Pfarrei Barbing.
Als Vertreterin des Kolping-Bundesverbandes  gratulierte Rosalia Walter dem Diözesanverband Regensburg zu einer so großen Diözesanversammlung und stellte das Projekt „Kolping-upgrade – unser Weg in die Zukunft“ vor, bei der es darum geht das Kolpingwerk als katholischen Verband für die Zukunft aufzustellen und weiterzuentwickeln.  Schwerpunktmäßig geht es um Profilschärfung und darum, dass Kolping sich als erkennbare „Marke“, als Teil der katholischen Kirche, als starker Mitgliederverband in der Gesellschaft auf die Zukunft hin positioniert. Auch in der Zukunft soll Kolping ein Verband sein, der von Ehren- und Hauptamtlichen im guten Miteinander getragen wird und weiterhin engagiert hineinwirkt in Gesellschaft und Kirche.

Mit einem geistlichen Wort des Diözesanpräses wurde die Diözesanversammlung eröffnet.
Nach der Begrüßung der 235 Delegierten aus 87 Kolpingsfamilien durch den kommissarischen Diözesanvorsitzenden Josef Sander trat Präses Stefan Wissel an das Rednerpult und erklärte die Gründe für seinen Rücktritt, die er mit seiner Gesundheit, seiner Familie und der Sehnsucht nach der Verwurzelung in einer Pfarrei benannte. Er wolle wieder Seelsorger in einer Pfarrei sein. Er habe in seiner Amtszeit auch ein Verbesserung der Strukturen nach oben hin angemahnt, wobei er auch bei Bischof Rudolf auf offene Ohren gestoßen sei, dass sich die Sozialverbände noch besser profilieren und eine klare Positionen  in Kirche und Gesellschaft  beziehen müssen. Er danke allen, die ihn in seiner Arbeit als Diözesanpräses so tatkräftig unterstützt haben.
Der designierte Diözesanvorsitzende Josef Sander bedauerte den Rücktritt mit den Worten: „Wir verlieren mit Stefan Wissel einen Präses, der immer 100 Prozent gegeben hat für das Kolpingwerk!“
Diözesanvorsitzender Josef Sander stellte den umfangreichen Jahresbericht des 18.879 Mitglieder zählenden Diözesanverbandes vor, der mit seinen 152 Kolpingsfamilien zweitjüngster Verband im gesamten Bundesgebiet ist. Bei einem moderaten Zuwachs von 33 Mitgliedern, zählt das Kolpingwerk im Bistum Regensburg doch zu den Diözesanverbänden, die gute Mitgliederzahlen zu verzeichnen haben.

Weitere Rechenschaftsberichte trugen Bildungsreferent Sebastian Wurmdobler für den Bereich der Erwachsenenbildung, Martin König für den Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit, Ludwig Rechenmacher  für den Arbeitskreis Wirtschaft, Soziales und Politik, Konrad Holzbauer über die internationale Arbeit, Maximilian Körner und Kerstin Dietzinger von der Jugendleitung sowie Johannes Saalfrank über die Arbeit des Kolping-Bildungswerkes bzw. der Kolping-Berufshilfe in Tirschenreuth vor. Für ihren innovativen Neuansatz bei der Berufsausbildung durch die Methode des E-Learnings erhielt die Kolping-Berufshilfe in diesem Jahr den Adolph-Kolping-Preis des Diözesanverbandes.

Johannes Saalfrank nahm den Kolping-Preis 2017 für die Kolping-Berufshilfe Tirschenreuth entgegen

Diözesanpräses Stefan Wissel berichtete über das Kolping-Jugendwohnheim in Regensburg, Diözesansekretär Ludwig Haindl für das Kolping-Familienferienwerk, für den Fördervereins Lambach Ingrid Eibl und Klaus Butz für das Ferien- und Tagungshaus Lambach. Für mehr Gerechtigkeit bei der Krankenhausfinanzierung warb Klaus Heyert von der Gewerkschaft Verdi. Franz Greipl stellte seine Nachfolgerin als Vizepräsidentin bei der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Kathrin Zellner von der Kolpingsfamilie Freyung, vor. Diözesansekretär Haindl konnte über solide Finanzen berichten und Kassenprüfer Eduard Bosser bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung.

Die Neuwahl der Vorstandschaft unter der Wahlleitung des Ehrenvorsitzenden Ernst Beier erbrachte folgende neue Diözesanvorstandschaft: Diözesanvorsitzender Josef Sander aus Abensberg, stv. Vorsitzende Anton Zagler aus Gosseltshausen und Martin König aus Marktredwitz, als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Stefanie Plötz aus Frontenhausen¸ Ingrid Dräger aus Riedenburg, Franz Greipl aus Hemau, Alfred Hammer aus Pfreimd, Ludwig Rechenmacher aus Regensburg, Markus Neft aus Neutraubling, Konrad Holzbauer aus Regensburg und Georg Stracker aus Aufhausen.
Zu Kassenprüfern wurden Marianne Dürmeyer aus Pfeffenhausen und Fritz Gahr aus Hainsacker bestimmt.
In einem Grußwort sprach der Verbändereferent Domkapitular Thomas Pinzer, der neuen Vorstandschaft seine Glückwünsche aus, die ein Garant dafür ist, dass es gut im Kolpingwerk Regensburg weitergehen wird.
Dabei erinnerte Seelsorgeamtsleiter Pinzer an ein Wort des Bischofs anlässlich der Wiederkehr seines Weihetages zur Wichtigkeit der Verbände für die Kirche und die Gesellschaft. Der Stellenwert der Verbände sei sehr hoch im Bistum, denn durch diese können christliche Werte in Gesellschaft und Politik eingebracht und positioniert werden.
Sein Dank galt auch unter dem langanhaltenden Beifall der Delegierten den scheidenden Diözesanpräses Stefan Wissel für seine engagierte Arbeit praktisch rund um die Uhr für die Belange des Kolpingwerkes.

In seinem Schlusswort mahnte Präses Stefan Wissel an, dass sich die Kirche und das Kolpingwerk nicht aus der Gestaltung der Gesellschaft und des öffentlichen Lebens durch die vermeintlich neuen Mächte zurückdrängen lassen dürfen.