2. Lambacher Gesundheitstage wieder ein Gewinn für alle

12. Dezember 2013

 „Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird eines Tages Zeit haben müssen, krank zu sein!“

Dies war auch gleich die Thematik und der Grund zu den 2. Lambacher Gesundheitstagen einzuladen. So war es nicht verwunderlich, dass sich ein interessierter Kreis zu diesem Seminar eingefunden hat, um in der herrlichen Natur von Lambach  vier Tage zu gönnen, um „Fit für Körper, Geist und Seele“ zu werden.

 Am 2. Tag widmete man sich dem Wasserdoktor Sebastian Kneipp. Mit Christine Kawan konnte dafür eine versierte Referentin gewonnen werden. „Vorbeugen – lindern – heilen“  war das Motto von Pfarrer Kneipp, dessen ganzheitlicher Ansatz von eine 5 Säulen-Therapie beinhaltet: Wasser- Bewegung – Ernährung – Pflanzenheilkunde und Lebensordnung. Mit Kneipps Worten: „Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche und nicht durch die Apotheke“, stellte sie sinnvolle Ernährung vor. Der Nachmittag war dann gekennzeichnet von praktischen Übungen in freier Natur. Mit  Wassertreten, Armbaden, Wassergüssen und Wickeln wurden Grundlagen zur Gesundung dargeboten.                                                           

Am dritten Tag blieb man dem Thema Wasser treu. „Wasser des Lebens – unser Körper in seiner Funktion als Kläranlage“ war das Thema welches Heike Schiedermeier behandelte. Sie stellte heraus: „Alles was ich esse, trinke oder auf die Haut aufbringe muss der Körper verarbeiten.“ Dies bedingt auf eine Lebensordnung zu achten um das Gleichgewicht zu finden. Das Patentrezept eines glücklichen Menschen ist Ordnungsliebe, auch ein Bekenntnis zur Religiösität. Seinen Körper kann man auch als eine Kläranlage bezeichnen. Wichtig sei: „Gutes Waser zu haben – Wasser zu trinken – sei Wasser zum Leben.“ Besonders  Wasser ohne Kohlensäure, am besten gutes Leitungswasser trinken. Der Körper scheidet über Nacht 1,5 bis 2,5 Liter Wasser aus. Dies muss bei Tag wieder aufgeholt werden. Bei Wassermangel treten Migräne, Kater, Sodbrennen, Müdigkeit, Hunger, Verdauungsprobleme, Besenreiser, Krampfadern, Demenz, Einschränkung der Psyche, ebenso wird die Haut welk. Blut, Gehirn, Knochen und Zähne brauchen bis zu 80 % Wasser. Entscheidende Hinweise gab Frau Schiedermeier vorallem auf die Entwässerung des Körpers und den Säure-Basenhaushalt. (Ein ph-Wert von 7,37 bis 7,4 ist zu beachten.) Ein Körper kann nur als Kläranlage dienen, wenn er genügend Wasser bekommt. Der Tagesbedarf wird wie folgt berechnet: kg-Körpergewicht x 30 ml ist Tagesbedarf. Chronische Langzeitkrankheiten lassen sich durch Wasser lindern, denn Wasser regelt alle Funktionen des Körpers, wobei es schon Wasser sein muss und nicht Flüssigkeiten jeglicher Art. Abschließend demonstrierte Frau Schiedermier durch praktische,labortechnische Demos gesunde Wasserarten. das Leitungswasser des Ferienhauses Lambach hatte das beste Ergebnis.

Am Mittwoch-Nachmittag kam Dr. med. Wolfgang Vogl aus Arrach, der Hausarzt von Lambach, zum Vortrag  über „Gelenkserkrankungen und deren Folgen“. Dr. Vogl stellte heraus wozu Gelenke da sind und welche Funktion sie haben. Dazu  bedienen sich die groen und kleinen Gelenke auch ihres Umfeldes wie Knorpel, Bänder, Meniskus usw..

Gelenke werden vor allem beeinträchtigt durch Ablagerungen von Eiweißkristallen wie z.B. Gicht. Hier ist meist eine Fehl-Ernährung schuld. Handwurzel, Handgelenk, Mittelhandknochen, oberes und unteres Sprunggelenk, Knie, Ellenbogen, Oberschenkelhals und Wirbelsäule sind besonders krankheitsanfällig, vielfach durch Abnützung und Überbeanspruchung hervorgerufen. Vor einer regen Diskussion ging Dr. Vogl noch auf Behandlungs- und Operationsmethoden ein.

„Kann Glauben heilen helfen?“ Diese Frage beantwortete am vierten Tag dann Diözesanpräses Stefan Wissel. „Körper- Geist und Seele“ bilden eine Einheit. Seelische Gesundheit, Geborgenheit im Glauben bedingen oft auch körperliche Gesundheit. Spontane Heilung treffen nur auf 4 – 6 Personen auf eine Million Menschen zu. Ein Großteil der Krankheiten ist psychisch bedingt. Der Diözesanpräses bekannte, dass Glaube helfen und heilen kann. Alles Gute, das wir tun, wirkt sich auf den Menschen aus. Jesus geht auf die Menschen zu, wenn ER bekennt: „Dein Glaube hat Dir geholfen!“ Gott zeigt sich, er ist da, er ist dabei. Auch verzeihen – vergeben – versöhnen ist Leben und kann eine seelische Krankheit heilen!

Mit einer Eucharistiefier in der Hauskapelle wurden die „2. Lambacher Gesundheitstage“ abgeschlossen. Präses  Wissel erinnerte dabei in seiner Predigt daran, dass Christen hoffnungsvolle Menschen sein sollen. Die musikalische Umrahmung übernahm Teilnehmer Wulf-Dieter Hörmann.