Kolping Schierling – seit 40 Jahren in Lambach

5. April 2017

Bereits seit 40 Jahren fährt die Kolpingsfamilie nun jährlich zu einem Familienwochenende nach Lambach. Sie ist seither immer die größte Gruppe die das Haus besucht. Die Familien-Bildungswochenenden erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Diözesanpräses Stefan Wissel zelebrierte dieses Jahr den Sonntagsgottesdienst.

 

Bild: Kolping Schierling – seit 40 Jahren Familienwochenenden  im Ferien- und Tagungshaus Lambach

 

 

 

Anfang April reisten die Teilnehmer mit Vorfreue und Begeisterung in den Bayer. Wald zum Familienwochenende. Mit fast 170 Personen war das Kolpingferienhaus komplett für die Schierlinger reserviert. Von 2 bis 70 Jahren waren alles dabei.
Mit dem Thema „Alles hat seine Zeit“ starteten die Referentinnen Schwester Anne und Schwester Natale vom Kloster Mallersdorf am ersten Abend ihren Vortrag. Inspiriert durch Impulse hatte man Gelegenheit inne zu halten und einen Blick auf das eigene Leben zu werfen: „Es ist wichtig zu erkennen, dass alles seine Zeit hat, wie die Zeit mit der eigenen Familie und mit Freunden, Zeit für die Kolpingsfamilie und, ganz wichtig, die Zeit für sich selbst zu finden.“ so Sr. Anne. Mit einem meditativen Spaziergang durch die erwachende Natur und einigen weiteren Gedanken zum Thema „Zeit“, schloss die Schwester am Samstag Vormittag Ihren Vortrag ab.

Währenddessen genossen die Jüngsten im Kindergarten unter der Aufsicht von Eva-Maria Jungmayer und Susanne Hopfesberger ihre Spiel- und Bastelzeit.
Die Kinder im Schulalter hatten zusammen mit Schwester Natale ebenfalls Gelegenheit über die Zeit nachzudenken. So sprachen sie darüber, wie viel meiner Zeit verbringe ich mit Schule, Freizeit, Hobby, Freunden, Fernsehen oder anderen Dingen. Dabei gestaltete jeder sein eigenes Ziffernblatt, um das Ganze optisch zu erfassen.

Unter der neuen Gruppenleitung von Lisa Froschhammer und Patrick Diermeier setzten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der KF zusammen und besprachen, welche Projekte und Aufgaben die Gruppe unternehmen wird. So wollen sie in großer Zahl bei der Altkleidersammlung und bei der geplanten Sonnwendfeier mithelfen.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Man bestieg den Osser oder verbrachte Zeit mit der Familie. Für sportlich ambitionierte bot Barbara Wallner eine Gymnastikstunde an. Mit einer „Feuerschalenmeditation“ in der Kirche endete der Tag in entspannter Atmosphäre.
Diözesanpräses Wissel feierte dann am Sonntag mit den Schierlingern Gottesdienst in der Hauskapelle. Angesichts der vielen Kinder stellte er fest: „Bei euch ist Kolping generationsübergreifend!“. Er beglückwünschte die KF, dass sie eine solche Gemeinschaft entwickelt hat und er nannte die Familien „die besten Lernorte der Liebe“. „Besonders die Kinder haben ihre Freude an dieser Gemeinschaft und werden schöne Erinnerungen an solche Wochenenden haben, dafür lohne es sich, immer wieder aufzubrechen“, so der Präses. Er segnete die Erinnerungskerze und dankte den Männern und Frauen, die vor 40 Jahren das seither jährliche Bildungswochenende angezettelt haben und auch denjenigen, die seit dieser Zeit mitgefahren sind.

Eine schöne Zeit miteinander zu haben, sich für die Persönlichkeitsbildung Zeit zu nehmen, das seien tiefe Werte für unsere Gesellschaft. Er rief Kinder, Eltern und Großeltern dazu auf, „als zuversichtliche Menschen durchs Leben zu gehen“. Gerade die Fastenzeit sei dazu da, die Augen zu öffnen für das, auf was es wirklich ankommt. Es gehe darum, Vertrauen zu haben und zu wissen, dass uns vertraut wird. Das tiefste Urvertrauen gelte dabei dem lieben Gott. Der Präses wünschte der KF, dass sie mit Dankbarkeit auf die vier Jahrzehnte gemeinsamer Erlebnisse in Lambach zurückblickt.

Im Anschluss lud Alfred Berger in den Bildungsraum, um sich auf eine Reise in die Vergangenheit zu begeben. Das Motto: „40 Jahre Familien-Bildungswochenenden in Bildern“. Bei der Fotoshow gab es einiges zu lachen und viel über die Vergangenheit zu erzählen, besonders bei den ältern Bildern. Anschließend bedankte sich Vorsitzende Evi Reinl bei allen, die zum Gelingen des Ausflugs beigetragen haben, besonders hob sie dabei die Hauptorganisatorinnen Martina Pautz und Silvia Froschhammer hervor. Nach dem Mittagessen, traten alle voller neuer Eindrücken die Heimreise an.