„Amoris laetitia“ – Für eine Pastoral der Barmherzigkeit

12. April 2016

Stärkung von Ehe und Familie – Für eine Pastoral der Barmherzigkeit

 „Mut zur Liebe und Barmherzigkeit“

Der Bundesvorstand hat folgende Erklärung zum nachsynodalen Schreiben von Papst Franziskus „Amoris laetitia – Über die Liebe in der Familie“ verabschiedet. „Der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland begrüßt das Schreiben „Amoris laetitia – Über die Liebe in der Familie“ von Papst Franziskus als wichtiges Signal für eine Stärkung von Ehe und Familie sowie als Ermutigung an die Ortskirchen, geeignete Wege für eine Pastoral der Barmherzigkeit zu finden. Die inhaltlichen Positionen, die der Papst aufgreife, sowie die Sprache machen deutlich, wie nahe er an der Lebenswirklichkeit der Menschen sei, erklärte der Bundesvorstand des Kolpingwerke am 9. April. In dem nachsynodalen Schreiben greife der Papst die Ergebnisse der Bischofssynoden 2014 und 2015 zum Thema Ehe und Familie auf und äußere sich verbindlich zu den entsprechenden Fragen.

„Der Tenor dieses Schreibens ist: Niemand darf ausgeschlossen werden von der Barmherzigkeit Gottes. Ermutigt wird dazu, mit einem differenzierten Blick die Lebenssituationen der Menschen wahrzunehmen und Gewissens-entscheidung mit Respekt zu begegnen“, bekräftigt der Bundesvorstand.

 

Papst Franziskus hatte in seiner Abschlussrede der Synode 2015 festgestellt, dass jedes allgemeine Prinzip in die jeweilige Kultur übertragen werden muss, wenn es eingehalten und angewendet werden soll. „Dies wird in dem jetzigen Schreiben bekräftigt. Darin ist ein klarer Auftrag an die Ortskirchen zu sehen, eigenständig und mutig und im Einklang mit den Gläubigen nach Wegen zu suchen, wie Sexualität, Partnerschaft, Ehe und Familie in Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche und im jeweiligen kulturellen Umfeld gelebt werden können“, stellt der Bundesvorstand fest. Das neu gewachsene Selbstverständnis der synodalen Verfasstheit der katholischen Kirche sei ein weiteres wichtiges Ergebnis für eine den Menschen zugewandte Zukunft der Kirche in der Welt.
Das Kolpingwerk Deutschland werde auch weiterhin den Weg der Ortskirchen – auf die Menschen hörend, sich ihren Hoffnungen und Ängsten annehmend – tatkräftig unterstützen und „damit Mut machen, Ehe und Familie in der heutigen Welt zu leben“.