Kolping-Musical begeisterte Regensburger

4. September 2013

Musical-Gruppe-2

„Schenk der Welt ein menschliches Gesicht!“ war die letzte Liedzeile und Aufforderung des Kolping-Darstellers beim Musical „KOLPINGs TRAUM“ in Wuppertal. Minutenlanger, tosender Applaus, bei stehenden Ovationen begleitete den Schlusspunkt dieser Aufführung.

„KOLPINGs TRAUM“ – eine berührende, tiefgründige, großartige Aufführung, welche uns nachdenklich und beeindruckend das Opernhaus in Wuppertal verlassen ließ. In dieser Aufführung haben wir viele Parallelen zu unserer Zeit erkennen müssen, die uns auffordern „die Nöte der Zeit zu erkennen“und uns nicht müde werden zu lassen, Fehlentwicklungen anzusprechen sowie Not, Armut und Elend bis heute zu lindern. Auch heute, wie zu Zeiten Kolpings, reicht ein Einkommenvielfach nicht mehr aus, um eine Familie zu ernähren. Wie sich doch die Zeiten des 19. Jh. bis heute gleichen. Man konnte im Musical spüren, dass Kolpings Worte, sein Handeln und Tun bis in unsere Zeit passen. Sicher hat sich viel gebessert, Kinderarbeit ist verboten, jedoch machen sich Überbelastung, Stress und anderes mehr in der Arbeitswelt wieder breit.

Der Diözesanverband hatte zu dieser zweitägigen Musical-Reise vom 31.8. bis 1.9.13 eingeladen und ich bin sehr glücklich, dass ich diese Reise organisieren konnte und durfte. Dieses Angebot war und ist einer der Höhepunkte im Kolping-Jubiläumsjahr 2013. Ich freue mich besonders, dass sich so viele (55 Teilnehmer) in unseren Diözesanverband eingebunden fühlen und durch ihr Dabeisein diese Fahrt ermöglicht haben. Leider konnten nicht alle mitfahren, da das Kartenkontigent beschränkt war. Doch freue ich mich, dass wir es möglich machen konnten zusätzliche Eintrittskarten für Reisewillige „loszueisen“.

Zwei herrliche Tage sind nun vorbei, incl. dem traditionellen Weißwurstessen bei der Anfahrt sowie ausreichend Kaffee und Kuchen. Die Unterbringung gelang in einem sehr guten Hotel mit hervorragenden Speisen und Getränken sowie einem minutiös- gelungenen Ablauf. Ein weiterer Höhepunkt führte uns dann in die Grabeskirche Kolpings, in die Minoritenkirche in Köln. Besonders haben wir uns über die Gespräche mit unserem Generalpräses Ottmar Dillenburg gefreut, der in der überfüllten Minoritenkirche den Sonntags-Gottesdienst mit den angereisten Präsides zelebrierte. Wolfgang Theilmann von der KF Schönwald und meine Wenigkeit waren als Lektoren tätig.

In seiner Predigt fordert der Generalpräses die Anwesenden auf, alles zu tun, dass es menschlicher in der Welt wird, dass wir die Nöte der Zeit erkennen und dass wir die Welt menschlicher machen, damit auch Ausgegrenzte und Außenstehende die Möglichkeit haben, die ihnen geschenkten Möglichkeiten zu nutzen. Adolph Kolping ist dieser Spur gefolgt und gibt uns bis heute ein Beispiel.

Viele Menschen haben sich vom Beispiel Kolpings anstecken lassen, die Ideen des Gesellenvaters in die Welt getragen und das Kolpingwerk mit Leben erfüllt. Wir tragen unsere Banner auch heute noch in die Öffentlichkeit und zeigen so unsere Gesinnung. Es gilt weiterhin Gegenwart und Zukunft mit zu gestalten. Kolpingsfamilien sollen auch heute als Gemeinschaften zusammenstehen und neue Blüten hervorbringen. Auch heute ist es wichtig Stellung zu beziehen, sich einzumischen und Solidarität zu zeigen!