Kolpingwerk gratuliert Erzbischof Gerhard Ludwig Müller

3. Juli 2012

Wieder ein Ereignis von kirchengeschichtlicher Tragweite im Bistum Regensburg: Am Montag, 2. Juli, gab die Bischöfliche Pressestelle bekannt, dass der bisherige Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller ab sofort nach Rom an die Kurie wechselt. Papst Benedikt XVI. hat ihn zum Erzbischof und zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt, also zum Chef einer der wichtigsten vatikanischen Behörden. Der Papst hatte die älteste und bedeutendste der neun Kongregationen bis zu seiner Wahl zum Papst selber über 20 Jahre lang geleitet. Die Behörde ist für den Schutz der Glaubens- und Sittenlehre in der katholischen Weltkirche zuständig.
Mit der Entscheidung des Papstes ist der Bischofsstuhl von Regensburg mit sofortiger Wirkung vakant. 
Zum Diözesanadministrator, der die Diözese bis zur Ernennung eines neuen Bischofs übergangsweise leitet, wurde mittlerweile Domprobst Dr. Wilhelm Gegenfurtner gewählt.  In der Zeit der Sedisvakanz darf nach dem Kirchenrecht in der Diözese nichts Wesentliches geändert werden.
„Der bisherige Generalvikar, Prälat Michael Fuchs, betonte in der Pressekonferenz:
„Die Diözese gratuliert ihrem Bischof von Herzen zu dieser hohen Berufung. Bei aller Freude müssen wir dennoch feststellen, dass das Bistum einen großen Hirten und leidenschaftlichen Seelsorger verliert.“
Ein Zeitpunkt für die Feier seiner Verabschiedung im Bistum soll baldmöglichst bekanntgegeben werden.

Auch der Diözesanvorsitzende des Kolpingwerkes im Bistum Regensburg, Heinz Süss, hat Erzbischof Gerhard Ludwig Müller für sein Wirken in der Diözese Regensburg gedankt und ihm zur Ernennung zum neuen Präfekten der Glaubenskongregation ganz herzlich gratuliert:
„An Ihrem neuen Wirkungsort in Rom wünschen wir Ihnen Gottes Schutz,
Segen und Gnade und dass er all Ihr Handeln und Tun von Erfolg krönen möge. Dass Ihnen dies gelingt, dafür erbitten wir auch die Fürsprache unseres Seligen Adolph Kolping!“

Gerhard Ludwig Müller hat als Bischof von Regensburg die katholischen Verbände in seinem Bistum immer geschätzt und anerkannt und war bei vielen Veranstaltungen des Kolpingwerkes in der Diözese immer wieder präsent, ob bei der Schiffswallfahrt auf der Donau (s. Bild rechts, zusammen mit Diözesanpräses Harald Scharf), bei der Einweihung des Kolping-Bildungszentrums in Cham, beim Bundes-
hauptausschuss oder beim Diözesanjubiläum.
Noch vor einigen Wochen erklärte er sich spontan bereit, ein Projekt des Kolpingwerkes Regensburg in Peru finanziell zu unterstützen. Dort fördert Kolping Regensburg seit 2008 den Bau eines Pfarr- und Sozialzentrums. Es soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden und dann den Namen „Casa Pastoral Regensburg“ tragen.