Ministerpräsident Seehofer würdigt Markus Sackmann

2. September 2015

In der Nacht zum 4. September 2015 verstarb nach langer, schwerer Krankheit der ehemalige Staatssekretär im Bayerischen Sozialministerium und langjährige Vorsitzende des Kolping-Bildungswerkes Regensburg, Markus Sackmann, in Roding im Alter von 54 Jahren.Sackmann-Markus

Markus Sackmann war einer der profiliertesten Landespolitiker Ostbayerns und neben zahlreichen anderen Ehrenämtern seit 1997 auch engagierter Vorsitzender bzw. Aufsichtsratsvorsitzender des Kolping-Bildungswerkes Regensburg. In dieser Funktion war er auch Gründungsmitglied der 2014 gegründeten „Kolping-Jugendhilfe in der Diözese Regensburg e.V.“ Markus Sackmann hat sich in vielen Bereichen der Landespolitik aber vor allem auch im Ehrenamtsbereich verdient gemacht u. a. als Bezirksvorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes Niederbayern-Oberpfalz oder beim Kolping-Bildungswerk Ostbayern. Kolping in der Diözese Regensburg ist ihm zu großem Dank verpflichtet. Unser tiefes Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt insbesondere seiner Familie und den Angehörigen. Markus Sackmann hinterlässt Ehefrau Kristin und die Kinder Victoria und Benedikt.

Ministerpräsident Horst Seehofer, an dessen Kabinettstisch Sackmann fünf Jahre lang saß, zeigte sich tief erschüttert. „Mit ihm verlieren wir nicht nur einen liebenswürdigen und allseits beliebten Menschen, sondern auch einen über die Parteigrenzen geschätzten Politiker.“


Ministerpräsident Seehofer würdigt Markus Sackmann beim Requiem in Roding

Über 1000 Menschen nahmen am 7. September Abschied von Markus Sackmann in der Sackmann-HP-Beerd-2Rodinger Pfarrkirche. Darunter die Familie, viele Freunde und Weggefährten, auch fast das komplette bayerische Kabinett war nach Roding angereist, um Markus Sackmann die letzte Ehre zu erweisen – von Finanzminister Markus Söder bis Sozialministerin Emilia Müller, von Innenminister Joachim Herrmann bis Staatskanzleichef Marcel Huber.

 

„Er hat die Menschen erreicht: Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit glühendem Herzen. Markus Sackmann hat sich um die Oberpfalz und um Bayern verdient gemacht!“, würdigte Ministerpräsident Seehofer seinen früheren Sozialstaatsekretär, den er noch kurz vor seinem Tod am Krankenbett besuchte und immer Kontakt hielt in dieser schweren Zeit. 2014 übertrug er ihm noch einmal ein Ehrenamt und ernannte ihn zum  Ehrenamtsbotschafter der Staatsregierung – die Anerkennung der Arbeit Ehrenamtlicher hatte seit Jahren zu den Spezialgebieten Sackmanns gezählt. Er trieb die Einführung der Ehrenamtskarte voran, der Engagierte für ihren Einsatz belohnt. „Diese Helden des Alltags verlieren mit Markus Sackmann einen unermüdlichen Fürsprecher“, sagte Seehofer, Der Rodinger Stadtpfarrer Holger Kruschina würdigte gerade diese Offenheit Sackmanns auch mit seiner Krankheit als herausragende Charaktereigenschaft. „Es geht darum, sich den Schwächen zu stellen, um daraus Stärke zu gewinnen.“ Der Chamer Landrat Franz Löffler äußerte sich in seiner Trauerrede ähnlich. „Er hat sich nicht versteckt. Er hat die Menschen teilhaben lassen.“ Besonders gewürdigt wurde auch die Rolle der Presse, die sehr rücksichtsvoll und behutsam mit der schweren Situation des Verstorbenen und seiner Familie umging.

Auch viele Vertreter des Kolping-Bildungswerkes sowie die örtliche Sackmann-HP-Beerdigung-1Kolpingsfamilie unter Vorstand Michael Fleck waren beim Requiem in Roding anwesend und gaben dem Markus die letzte Ehre, darunter Diözesanpräses Stefan Wissel und Diözesanvorsitzender Heinz Süss sowie die Leiter der Dienststellen des KBW in der Diözese. Der Diözesanpräses dankte dem Verstorbenen und würdigte ebenfalls die langjährige, ehrenamtliche Arbeit Sackmanns insbesondere für das Kolping-Bildungswerk und überbrachte auch die Anteilnahme des Regensburger Bischofs an die Familie.