Neujahrsempfang des Kolping-Bezirksverbandes Regensburg

24. Januar 2017

 

Erster Neujahrsempfang des Kolping-Bezirksverbandes Regensburg

„Essen und Trinken gehören zur bayerischen Kultur!“

Beim ersten Neujahresempfang des Kolping-Bezirksverbandes im Kolpinghaus konnte Bezirksvorsitzender Herbert Lorenz unter den Klängen der Blaskapelle Tegernheim zahlreiche Besucher im vollen Saal begrüßen, darunter Ehrenpräses Harald Scharf, Bezirkspräses Diakon Thomas Steffl, Vertreter der Faschingsgesellschaft Lusticania und ihrer Förderer und natürlich viele Mitglieder aus den 28 Kolpingsfamilien des Bezirksverbandes. 15 davon gehören zur Stadt, 13 zum Landkreis Regensburg.

Herbert Lorenz (l.) und Hermann Goss

 

Bild: Bezirksvorsitzender Herbert Lorenz
bedankt sich bei Brauereidirektor Hermann Goss (r.) für den gelungenen Vortrag beim Neujahrsempfang im Kolpinghaus Regensburg

 

„Das Jahr 2016 brachte viele schlechte Nachrichten“, so begrüßte Herbert Lorenz die Besucher, „und auch in Regensburg hängt der Haussegen schief!“ Da war es fast schon ein glücklicher Zufall, dass man als Hauptreferenten Direktor Hermann Goss von der Bischofshofbrauerei eingeladen hatte. Er sprach zum Thema: „Der Bischofshof, eine mittelständische Brauerei und seine Verbundenheit zur Kirche!“ Genau dazu werden heute natürlich auch Fragen gestellt, so Goss, z. B.: „Warum betreibt die Kirche eigentlich eine Brauerei?“

Schnell wurde aber klar, dass der Bischofshof weit mehr ist als eine Brauerei. Neben der wirtschaftlichen Tätigkeit mit den vielen Arbeitsplätzen übernimmt der erfolgreiche Betrieb auch viele soziale und kulturelle Aufgaben. „Und schließlich sollte man sich das Leben nicht allzu versauern lassen“, so Goss. Auch  Bischof Gerhard Ludwig stellte in Regensburg bald fest: „Essen und Trinken gehören in Bayern eben zusammen!“ „Wichtig bleibt ein vernünftiger Umgang mit dem Bier!“, so der Brauereidirektor.

Bereits 1649 wurde die Brauerei am damaligen Bischofshof gegründet unter Bischof Graf von Wartenberg. Dieser wollte mit der Gründung Arbeitsplätze schaffen und natürlich auch Einnahmen für das Bistum erzielen, um das es damals nach dem 30jährigen Krieg  schlecht bestellt war.  Heute ist der Bischofshof ein florierender, mittelständischer Betrieb mit 85 Mitarbeitern, darunter auch viele Lehrlinge, und hat Geschäftsbeziehungen zu fast 30 Ländern weltweit, darunter China, Korea, Japan, USA oder Brasilien.

Geliefert wird auch an den Gardasee oder nach Trient, und demnächst auch in die Fußball-Arena nach Leverkusen. Gute Beziehungen pflegt man auch nach Rom, ob Papst Benedikt oder Papst Franziskus, ob Erzbischof Gänswein oder die Schweizer Garde, die Regensburger Brauerei ist allen bestens bekannt.

Zur Kernmarke der Firma gehören auch das „Weltenburger“ und das „Malteser“ in Amberg. Der Bischofshof ist heute die größte Brauerein in der Oberpfalz, unter den 626 Brauereien Bayerns an Position 16. Bei der technischen Ausstattung ist man bestens aufgestellt, u.a. mit einem der modernsten Sudhäuser weltweit, auch dank der guten Zusammenarbeit mit dem Weltmarktführer bei Getränkeabfüllanlagen, der Fa. Krones aus Neutraubling, ist man ständig in der Weiterentwicklung der Anlagen tätig. Bewusst verzichtet man auf kurzfristige Trends wie den sog. „Craft-Bieren“, man setzt auf Nachhaltigkeit und Stärkung des Markenkerns. Darüber hinaus ist man vielfältig als Sponsor tätig für über 50 Vereine aus der Region und auch kulturell engagiert über die „Weltkulturerbestiftung“. Hier wurden u. a. die Neuaufstellung des „König-Ludwig-Denkmals“ am Domplatz, die Sanierung des „Bruckmandls“, die Neuerrichtung des „Bischof-Sailer-Denkmals“ am Emmeramsplatz und vor kurzem die Sanierung der weltberühmten Porta Praetoria, dem Nordtor des ehemaligen Römercastells „Castra Regina“ aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.,  unterstützt.

Bild: Modell der Porta Praetoria, Stadtmuseum Regensburg

 

kostete dem Bischofshof alleine 700.000,- Euro, bei 3 Mio. Euro Gesamtkosten. Immerhin ist die Porta Paetoria einer der wenigen erhalten gebliebenen Bauwerke aus der Römerzeit in Deutschland.

Wichtig bleiben laut Hermann Goss für die Zukunft aber v. a. zufriedene Mitarbeiter mit zukunftsicheren Arbeitsplätzen, Qualität und Produktivität der Brauerei und die Stärkung des Markenkerns.

Die Besucher des Kolping-Neujahrsemfpangs waren begeistert und spendeten eifrig Beifall für den rhetorisch kernigen und inhaltlich fundierten Vortrag des Brauereidirektors. Ein Weißwurst-Frühstück rundete den gelungenen Empfang im Kolpinghaus kulinarisch ab.