Orientierungstag für Präsides mit guten Ergebnissen

20. Februar 2013

„Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist!“
Zum ersten Präsidestreffen unter der Leitung von Diözesanpräses Stefan Wissel am Samstag, 16. Februar 2013 kamen 11 Präsides aus dem Diözesanverband, darunter drei Bezirkspräsides nach Regensburg.

Zum Einstieg des Vormittags hörten die Präsides einen Vortrag über die Spiritualität Kolpings von Pfarrer Reinhard Röhrner.
Dieser Impuls kam so gut an, dass viele sich wünschten, diesen Impuls speziell zur Kolping-Spiritualität zu vertiefen.

Diözesanpräses Wissel stellte dann das Kolpingwerk in der Diözese Regensburg mit seinen Einrichtungen Kolpinghaus, Ferienhaus Lambach, Kolping-Bildungswerk und Kolping-Erwachsenenbildungswerk vor und forderte dazu auf, diese Einrichtungen auch für die Kolpingsfamilie und Pfarreiarbeit vor Ort zu nutzen.
Anschließend ging er nochmals auf die Broschüre „Kinder aktiv schützen“ ein, die in ansprechender Form wichtige und aktuelle Inhalte zur Prävention sexualisierter Gewalt, gegen Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen enthält.

Im gegenseitigen Erfahrungsaustausch ergaben sich dann einige zentrale Punkte, die von den anwesenden Orts- und Bezirkspräsides eingebracht wurden:
Viele Menschen finden Heimat und Gemeinschaft in den Kolpingsfamilien vor Ort. Trotzdem muss auch in Zeiten der Überalterung der Gesellschaft immer wieder um Mitgliedernachwuchs und neue Formen der Verbandsarbeit gerungen werden. Zentral sei die persönliche Werbung und Ansprache von potentiellen Interessenten und Zielgruppen.

– Es sollte auch eine strategische Diskussion über zukünftige Formen der Jugendarbeit, die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden sowie die Ergänzung der Kolpingarbeit mit der Arbeit der Pfarrei geführt werden.
– Als Anregungen wurden dabei empfohlen: interessante Aktionen für Kinder- und Jugendgruppen, interne Stärkung der Vorstandsarbeit und der Kolping-Gemeinschaft (Stichwort: nicht nur jammern oder ständig neue Aufgaben verteilen,  sondern sich auch mal als Vorstand oder Kolpingsfamilie was Gutes tun)
– Sich als Verband mit der Pfarrei vernetzen und trotzdem das eigene Profil stärken, sich nicht gegenseitig mit allzu vielen Bezirks- und Diözesanveranstaltungen überlasten, sondern sich sinnvoll vernetzen, auch Synergieeffekte mit anderen Verbänden nutzen,
statt sich nur abzugrenzen und keine Überfrachtung mit reinem Aktionismus,
– Innerhalb der Pfarrei sollte man sich über die Zukunft von Kirche und Pfarrgemeinde unterhalten in Zeiten abnehmender Kirchenbindung.

Am Ende stellte Diözesanpräses Stefan Wissel sein Kolping-Sozial-Konzept „So-Ko“ vor, unter dem Kolping-Wort: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist!“ Der Diözesanpräses stellte auch Material für die geistliche Arbeit der Präsides in Aussicht. Der aufschlussreiche und intensive Vormittag wurde mit einem Mittagsgebet und einem gemeinsamen Mittagessen im Kolpinghaus-Restaurant beschlossen. Der Orientierungstag für Präsides ist auch für 2013 wieder eingeplant.