Papst Franziskus und Kolping: Christentum braucht Bodenhaftung

19. Dezember 2016

Die Kolpingsfamile Straubing feierte den Kolpinggedenktag. Nach einem festlichen Gottesdienst durch Pfr. Msgr. Jakob Hofmann folgte im Pfarrsaal der Festvortrag durch den Bildungsreferenten Bernhard Suttner. Er stellte viele Gemeinsamkeiten zwischen Papst Franziskus und  Kolping fest.

Die Festsitzung fand  im Pfarrsaal statt. Kurt Knaust begrüßte die  Kolpingmitglieder sowie die Stadträte Arthur Christmann und Holger Frischhut. Peter Ries überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters Markus Pannermayr. Weiterhin stelle er fest, dass heute leider die Schere zwischen der Arm und Reich immer weiter auseinanderdriftet. Eine beängstigende Entwicklung.

Bernhard Suttner ging auf die Ursprünge des Kolpingwerkes ein. Kolping war Wegbereiter für die Katholische Sozialbewegung und ist Vorbild bis heute. Suttner sieht eine Parallele zu Papst Franziskus: Sein erstes großes Lehrschreiben beginnt mit den Worten: „Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung. “ Suttner sieht in den heutigen Veröffentlichungen ein großes Defizit. „Wir reden, predigen und schreiben oft zu kompliziert“. Er sieht es als eine Pflicht der Verkündiger und Vermittler aller Art an, sich um Verständlichkeit zu bemühen. Verständliche Sprache ist etwas anderes als eine populistische Sprache.

So wird Papst Franziskus nicht müde, einfache Zusammenhänge immer ganz aktuell darzustellen, so Suttner: Die Kirche, wir alle, müssen uns um die irdischen Dinge nicht irgendwie, sondern in ganz bestimmter Weise kümmern. Adolph Kolping lebte zu einer Zeit, in der weder die Globalisierung der Wirtschaft noch die Angriffe auf Gottes Schöpfung im heutigen Ausmaß denkbar waren. Dennoch, so Suttner, kann er uns bei der Lösung der großen Probleme unserer Zeit helfen. Seine Worte: „Tut jeder in seinem Kreis das Beste, wird es bald in der Welt auch besser aussehen“. Weiter: „Was man im Großen nicht kann, soll man im Kleinen nicht unversucht lassen“.

Zusammen mit Msgr. Jakob Hofmann ehrte Vorsitzender Kurt Knaust langjährige Mitglieder. Für 25-Jahre Gudrid Häring und Markus Grimm. Auf  60-jährige Mitgliedschaft konnten Otto Dirscherl, Reinhold Fleck, Ernst Primbs und Heribert Rehm blicken. Für 65 Jahre Treue wurden Lothar Fleck, Josef Gegenfurtner, Manfred Neuner und Heinrich Winkler geehrt. Weiterhin wurden Franz Bertschmann und Brigitte Nagler als neue Kolpingmitglieder begrüßt. Mit dem Kolpinglied endete der Kolpinggedenktag.

v. l.: Bernhard Suttner, Peter Ries, Heribert Rehm, Reinhold Fleck, Gudrid Häring, Franz Bertschmann, Ernst Primbs, Lothar Fleck, Msgr. Jakob Hofmann, Manfred Neuner, Kurt Knaust