Patrona Bavariae – Gottesdienst und Mai-Feier im Kolpinghaus

2. Mai 2012

Seitel

Präses Scharf und Martin Seitel (r.)

Der Maifeiertag wurde von der KF St. Erhard mit einem festlichen Gottesdienst in der Niedermünsterkirche von Regensburg eingeleitet, zelebriert von Dompfarrer und Diözesanpräses Harald Scharf, zu Ehren der „Patrona Bavariae“, der Schutzpatronin Bayerns.

Anschließend gings in einem Festzug mit Blaskapelle von der Niedermünsterkirche zum Kolpinghaus, wo gleichzeitig das 20jährige Dienstjubiläum von Geschäftsführer Martin Seitel gefeiert wurde. Diözesanpräses Harald Scharf bedankte sich bei Seitel für 20 Jahre Dienst im Haus, durch Höhen und Tiefen, die sie gemeinsam meistern mussten.  Zur Maifeier und zum Dienstjubiläum  hatten sich zahlreiche Festgäste, darunter auch viele ehemalige Lehrlinge und Mitarbeiter des Hauses eingefunden. Seitel arbeitet seit 1992 im Kolpinghaus, zunächst als Küchenchef, dann als Geschäftsführer des Hauses. In dieser Zeit wurden rund 200 junge Menschen unter seiner Regie ausgebildet.
Geehrt wurden auch langjährige Mitarbeiter-innen wie Linda Dexl (Rezeption), Daniel Richter (Stellv. Hausleiter) und Klaus Richnowski (Buchhaltung).
Zur Feier des Tages spendierte das Kolpinghaus Brathendl und Freibier für alle Gäste. Gleichzeitig wurde auch der Maibaum am Haus neu dekoriert. Der Erlös aus einer Tombola kommt dem Lehrlingswohnheim zugute. Bei herrlichstem Mai-Wetter mit strahlendem Sonnenschein klang das gelungene Fest mit Jazz-Klängen erst in den Abendstunden aus.

Stichwort „Patrona Bavariae“:
Bayern besitzt neben Ungarn, Polen und Portugal das Privileg, die Heilige Jungfrau Maria als Schutzheilige verehren zu dürfen. Der Wittelsbacher Kurfürst Maximilian I. von Bayern hatte die Gottesmutter bereits Anfang des 17. Jh. zur Schutzpatronin Bayerns erklärt. Schon 1610 ließ er ihr zu Ehren eine Münze prägen mit der Darstellung Marias als Schutzpatronin Bayerns. 1638 ließ der Kurfürst dann zum Dank für die Verschonung Münchens und Landshuts vom Dreißigjährigen Krieg eine Mariensäule im Zentrum Münchens errichten, dem heutigen Marienplatz.

König Ludwig III. von Bayern richtete dann 1916  offiziell an Papst Benedikt XV. die Bitte, er möge Maria zur Schutzpatronin Bayerns erklären und einen eigenen Festtag zulassen. Der päpstliche Stuhl gab dazu seine Zustimmung. Damit hat der Papst  das Land Bayern dem besonderen Schutz und Schirm der Gottesmutter anvertraut. Seit 1970 wird das  Marienfest „Patrona Bavariae“ traditionell am 1. Mai von den Katholiken in Bayern gefeiert.