Sozialzentrum in Peru wird fertiggestellt

25. Mai 2012

Sozialzentrum PeruDer 2008 von Kolping Regensburg begonnene Bau eines Pfarr- und Sozialzentrums am Stadtrand von Lima-Peru kann nun fertiggestellt werden.

Wie kam es überhaupt dazu? Bereits 2006 lernte man in Regensburg den peruanischen Padre Felipe Hierro kennen, der sich auf Einladung von Bischof Gerhard Ludwig Müller anlässlich des Papstbesuches in Regensburg aufhielt. Dabei berichtete er von der Gründung einer neuen Pfarrei, mitten in einer Favela am Stadtrand von Lima. So reifte der Plan, im Rahmen eines Workcamp-Einsatzes dieses Projekt zu unterstützen und regte damals den Bau eines Pfarr- und Sozialzentrums an.

Im Januar 2008 war es dann tatsächlich soweit: eine 13köpfige Gruppe aus Regensburg machte sich ins ehemalige Reich der Inkas, um mit dem Bau des Zentrums am Rande der Haupstadt von Peru zu beginnen. Die Regensburger Gruppe, hauptsächlich Mitarbeiter des Kolping-Bildungswerkes und gestandene Handwerker unter Leitung von Diözesansekretär Ludwig Haindl, begann damals mit dem Bau des Zentrums und brachten gleichzeitig privat gesammelte Spenden mit. Fast drei Wochen wurde von morgens bis abends fleißig gearbeitet. In dieser Zeit konnten die Fundamente ausgegraben und Grundmauern gebaut werden.

Die Regensburger kümmerten sich auch nach ihrer Rückkehr  um eine Anschlussfinanzierung über das kirchliche Hilfswerk Adveniat. Damit konnte der Rohbau fertiggestellt werden, aber es fehlte immer noch Geld v.a. für die Installationen und den Außenputz. Obwohl sich bereits jetzt regelmäßig Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Gruppen im Rohbau des Pfarr- und Sozialzentrums  treffen. Auch eine Kolpingsfamilie hat sich mittlerweile dort gegründet. Die neue gegründete Pfarrei „Christo de Pachacmilla“ ist der einzige kirchliche und soziale Mittelpunkt inmitten einer riesigen Armensiedlung in einer wüstenartigen Umgebung am Rande der peruanischen Hauptstadt Lima.

Auf Bitten des Kolpingwerkes war nun Diözesanbischof Gerhard Ludwig sofort bereit das Projekt mit zu unterstützen, auch Kolping Regensburg leistete einen weiteren Beitrag (Spenden hierfür kamen u.a. von der KF Kösching, der KF Leonberg, sowie aus Erlösen der Kleidersammlungen) und somit steht der Fertigstellung nun nichts mehr im Wege. Das Haus soll dann den Namen „Casa Pastoral Regensburg“ tragen.