Tag der Ehejubilare 2017 mit weiterer Rekordbeteiligung

15. Mai 2017

 

Mehr als 650 Ehepaare reisten dieses Jahr am 14. Mai nach Regensburg, um gemeinsam mit Bischof Rudolf den Tag der Ehejubilare mit einem Gottesdienst  im Dom zu feiern. es waren Paare, die bereits seit 25, 40, 50 oder gar über 60 Jahren zusammen die sakramentale Ehe leben. Höhepunkt war die Segnung der Jubiläumspaare durch Bischof Rudolf, Weihbischof Pappenberger und Weihbischof Graf. Aus deren Händen erhielten sie am Ende geschnitzte Erinnerungskreuze aus Olivenholz, die Christen aus Bethlehem gefertigt hatten. Dom und Kolpinghaus waren dieses Jahr wieder absolut an der Kapazitätsgrenze angekommen.

Tag der Ehejubilare 2017  im komplett ausgebuchten Kolpinghaus

Kolping war wie jedes Jahr wieder in die Vorbereitungen involviert. Die musikalische Begleitung übernahm in diesem Jahr das „Hauskapelle“ des Kolpinghauses, der Orchesterverein Regensburg-Steinweg unter der Leitung von Patrick Siebenkern und Peter Huber. Auch der Service im Haus lief wieder wie am Schnürchen: in kürzester Zeit war das Mittagessen serviert und die Teilnehmer konnten sich verschiedenen Workshop-Angeboten anschließen. Für das Seelsorgeamt zeichnete diesmal Domvikar Harald Scharf verantwortlich.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ehrte Bischof Rudolf zwei Ehepaare, die heuer ihr 65-jähriges Ehejubiläum feiern können mit der Wolfgangsmedaille. Dies waren Hildegard und Hans Heigl aus der Pfarrei St. Martin in Deggendorf und Martha und Alfred Brütting aus der Pfarrei St. Barbara in Maxhütte-Haidhof. Wie üblich wurden auch wieder je ein Wochenende in Lambach für drei Ehepaare verlost.

Glaube ist die existenzielle Grundlage des christlichen Lebens!
In seiner Predigt bezog sich Bischof Rudolf auf das Tagesevangelium: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Diese Worte seien fundamental wichtig für das christliche Leben und besonders auch für die christlichen Eheleute. Glauben sei kein bloßes Gefühl. Glauben heiße „sich festmachen“, „auf Gott bauen“ und sein Herz in Gott zu verankern: „Glauben ist mehr als Tradition. Glaube ist die existenzielle Grundlage des christlichen Lebens!“, betonte Bischof Rudolf. „Wir sind uns einig, dass eine ‚Ehe zu dritt“ normalerweise nur zu großem Unglück und zu Tränen und tiefen Verletzungen führen kann. Eine Form der Ehe mit einem weiteren Partner aber ist nach aller geistlichen Erfahrung geradezu notwendig für das Gelingen einer christlichen Ehe, nämlich Jesus Christus als den dritten im Bunde aufzunehmen und gemeinsam an ihn zu glauben“, so der Oberhirte.

 

Ehe, Liebe und Treue sind kein Auslaufmodell!
Wo gesagt werde: Du, mein Mann, meine Frau, bist mein „Ein und alles“, da stünde man in der Gefahr, den anderen zu vergötzen und zu überfordern. Die Ehepaare könnten aber einander nicht Gott sein, und brauchten das auch nicht, erklärte der Bischof. Christliche Ehe heiße vielmehr, gemeinsam auf Christus zu blicken und zu sagen: Der Herrgott ist unser gemeinsames „Ein und alles“. Wo dies die Grundlage einer Beziehung sei, bleibe Raum für die sich immer wieder einstellende Unvollkommenheit, da bleibe aber auch Raum für Vergebung und Versöhnung. An die Ehejubilare gewandt sagte der Bischof abschließend: „Durch Ihre Liebe und Treue machen Sie etwas sichtbar von Gottes Liebe und Treue zu seinem Volk. Ehe, Liebe und Treue sind kein Auslaufmodell! Eine Gesellschaft, in der Treue und Verlässlichkeit fehlen, würde selbst ein Auslaufmodell“.

Nach dem Mittagessen war der Tag noch nicht beendet. Die Jubilare hatten die Möglichkeit, aus verschiedenen Workshops auszuwählen und somit den Nachmittag in Regensburg auch informativ zu nutzen. So konnte man die Kathedrale mit Domschatz oder die Alte Kapelle mit der „Papstorgel“ erkunden, die Spitalbrauerei besichtigen, Operettenmelodien und Geschichten lauschen oder auf den Spuren „heiliger Männer und Frauen“ die Regensburger Altstadt entdecken. Domvikar Harald Scharf dankte am Ende besonders nochmals den Mitarbeitern des Ehereferates und dem Service des Kolpinghauses für den reibungslosen Ablauf des Festtages.