Wahlfreiheit der Eltern erhalten und stärken!

21. November 2012


„Die Vorstellungen des Arbeitgeberpräsidenten zur Wahlfreiheit von Eltern werden immer abenteuerlicher.“ So kritisiert der Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes, Thomas Dörflinger MdB, die Äußerungen von Dieter Hundt, der nach seiner Kritik am Betreuungsgeld gefordert hatte, die Elternzeit von drei Jahren auf zwölf Monate zu verkürzen und das Elterngeld nur noch 12 Monate zu zahlen. „Der Arbeitgeberpräsident argumentiert immer nur mit der Verfügbarkeit der Frauen für den Arbeitsmarkt. Er kann sich offenbar nicht vorstellen, dass es Eltern gibt, die ihre Kinder gerne selbst erziehen und mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen“, ergänzt Dörflinger.

„Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ist da auf dem richtigen Weg“, betont Dörflinger. Sie erkläre zu Recht, dass es wichtig sei, dass die Politik den Familien hier keine Vorschriften mache und setze sich so für eine echte Wahlfreiheit ein. „Die Forderungen von Dieter Hundt sind demgegenüber geeignet, die Wahlfreiheit der Eltern zu Gunsten des Arbeitsmarktes aufzuheben“, kritisiert der Kolping-Bundesvorsitzende.
Die vom Arbeitgeberpräsidenten im Vergleich mit anderen europäischen Ländern bemängelte Länge der Elternzeit sei nicht kritikwürdig sondern für Eltern und Kinder ein echter „Standortvorteil“. An allen Punkten, an denen die Bundesregierung Eltern bei ihrem Ja zum Kind und damit Familien unterstützen will, werde sofort die Kritik des Arbeitgeberpräsidenten laut. „Die Interessen seines Verbandes sind offenbar nicht die Interessen der Familien in unserem Land. Wir wollen keine Gesellschaft in der die Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt den Vorrang vor den Bedürfnissen der Familien erhält. Wir fordern die uneingeschränkte Vorfahrt für Familien!