Weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerkes

28. Oktober 2014

Um den 27. Oktober feierten weltweit viele Kolpingsfamilien den sog.12.1-KF Weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerkes. Dieser Tag erinnert auch an die Seligsprechung Adolph Kolpings am 27. Oktober 1991 in Rom. Kolping selbst ging zu seiner Zeit bei mehreren Reisen über den Grenzpfahl hinaus. Schon zu Lebzeiten des Gesellenvaters gab es über 400 Gesellenvereine, v.a. im gesamten deutschsprachigen Europa. Bereits zu seinen Lebzeiten gründeten Auswanderer einen Gesellenverein in Amerika. Heute gibt es das Internationale Kolpingwerk in über 60 Ländern der Erde auf allen Kontinenten. Und der Verband wächst weiter.

Beispiel Vietnam: Mission Kolping
Immer wieder kommen interessante Kolping-Nachrichten aus Vietnam. So lebendig, so vielfältig und so mitgliederstark sind die Kolping-Aktivitäten dort. Erstaunlich, denn wer erwartet im kommunistischen Vietnam einen starken katholischen Sozialverband, der sicheren Schrittes auf die 10.000 Mitglieder  zusteuert? So wurden in der Diözese Hung Hoa viele weitere Mitglieder in den Verband aufgenommen. Die Pfarreien Yen Tap und Ban Gia feierten gemeinsam Kolping-Gottesdienste und setzten sich mit den Gedanken des Seligen Gesellenvaters auseinander. Mary Hien aus dem Nationalbüro berichtet von vielen weiteren Besuchen in Pfarreien durch den Nationalvorstand. Die Vorstandsmitglieder berichten dort von der Spiritualität Adolph Kolpings und seinem „tatkräftigen und tüchtigen“ Christentum. Das zieht an und begeistert die Menschen in Vietnam.

Beispiel Albanien: Papst Franziskus begeisterte
Für ein kleines Land, das so lange unter dem Kommunismus gelitten hat, ist der Besuch eines Papstes etwas ganz besonderes. Zumal wenn mit Franziskus ein Mann zu Gast ist, der die Menschen mit seiner Schlichtheit und Güte begeistert. Die Kolpingsfamilien in Albanien machten sich daher natürlich auf den Weg nach Tirana. Auf der Strecke und beim Gottesdienst konnte der Bischof von Rom also schon viel Orange und das Kolping-K sehen. Die Kolpingmitglieder nutzten auch die Gelegenheit für andere da zu sein: die Kolpingschwestern und Kolpingbrüder verteilten an alle Pilger beim Papst-Besuch Sandwiches und Getränke.

Beispiel Honduras: Ein Verband – viele Themen
Honduras ist mit rund acht Millionen Einwohnern ein relativ kleines Land in Zentralamerika. Da spielt ein Verband wie Kolping mit über 1.000 Mitgliedern in über 50 Kolpingsfamilien schnell eine wichtige Rolle als Entwicklungsakteuer. Bei einer Armutsquote zwischen 70 und 80 Prozent braucht es die solidarische Arbeit des Kolpingwerkes auf vielen Ebenen und vielfältig sind daher auch die Themen des Verbandes. Während zum einen die Führungskräfte der Kolpingsfamilien geschult
werden, planen andere weiter die Projektarbeit. So hat die Kolpingsfamilie „Nuevo Amanecer con Cristo“ in Kooperation mit der Landwirtschaftsschule Zamorano den Bau einer weiteren Tränkanlage für Nutzvieh vorangebracht –ein Beispiel auch für
andere am Ort. Andernorts wurde wiederum die Kooperation mit den deutschen Partnern zum Anbau und Vertrieb fair gehandelten Kaffees ausgebaut. Ein Verband – viele Themen: so reagieren Kolpingsfamilien auf die Bedürfnissen an Ort und Stelle.

Köln: Tagung der Beauftragten für internationale Partnerschaftsarbeit (BIP)
Am letzten Oktoberwochenende trafen sich die BIPs, die Menschen, die in den Diözesanverbänden für die internationale Partnerschaftsarbeit verantwortlich sind. Der DV Regensburg war durch Konrad Holzbauer vertreten.

KOLPING INTERNATIONAL wird durch die gelebten Partnerschaften von Kolpingsfamilien, Diözesanverbänden und Nationalverbänden zu einem Solidaritäts-netzwerk, das weit über den Verband hinaus reicht. Die Partnerschaften bestehen in der Regel aus gegenseitigen Besuchen, bei denen es um die Freude an der Kolping-gemeinschaft, aber auch um das Erleben der je anderen Kultur geht. Finanzielle Hilfe erhalten die wirtschaftlich schwachen Verbände durch Spendenaktionen der europäischen Verbandsebenen. Das Wachstum des Internationalen Kolpingwerkes in Afrika und Asien ist auch dieser leidenschaftlichen Partnerschaftsarbeit vieler Kolpingmitglieder zu verdanken, die für „ihr“ Partnerland brennen und diese Begeisterung mit den Kolping-schwestern und Kolpingbrüdern teilen. Ein solches Partnerschaftsnetzwerk sucht in Kirche und Gesellschaft heute seinesgleichen.