Wieder gelungener „Tag der Ehejubilare“

25. September 2014

Bereits zum siebten Mal fand am 20. September der Tag der Ehejubilare des Ehejub-2014-BichofBistums Regensburg statt. Diese Feierlichkeit, die Diözesanvorsitzender Heinz Süss zusammen mit dem Seelsorgeamt initiiert hatte und seither immer gemeinsam organisiert wird, zog heuer wieder 1100 Ehejubilare in die Domstadt. Der Dom war bei der Pontifikalmesse, die Bischof Rudolf Voderholzer zelebrierte, bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die Eheleute, die 25, 40, 50, 60,62 und sogar 65 Jahre lang verheiratet sind, waren gekommen, um sich von Bischof Rudolf Voderholzer und Weihbischof Reinhard Pappenberger noch einmal segnen zu lassen. Einzeln kamen die Ehepaare nach vorne und erhielten ein Handschmeichlerkreuz, das sie beim Segen mit ihren Händen umschlossen.

Liebe bedeutet „einen anderen leiden können“
Bischof Rudolf Voderholzer nannte die Tatsache, dass so viele Ehejubilare gekommen seien, ein „ermutigendes Zeichen für die Kirche, aber auch für junge Menschen, die auf der Suche nach Vorbildern sind“. Leider werde das Wort „Liebe“ heutzutage viel zu oft und falsch verwendet. Tatsächlich bedeute „Liebe“ viel mehr als nur verliebt zu sein. Es bedeute, „einen anderen leiden können“, sagte der Bischof und schlug damit die Brücke zum Geheimnis des Kreuzes, an dem Jesus Christus für die Menschen den Tod erlitten habe: „Er hat uns leiden mögen, bedingungslos, treu und in unverbrüchlicher Liebe“, sagte Bischof Rudolf Voderholzer.
Auch erinnerte der Bischof an ein Zitat Mutter Teresas, die gesagt habe, dass Ehepaare, die miteinander beteten, zusammen blieben. Auch die Jugend wünsche sich heutzutage vor allem eine gelungene Beziehung,  die einen „geschützten Raum darstellt für Intimität und für die Schwächen und Abgründe des einzelnen“, sagte der Bischof. Zunehmend herrsche in der Gesellschaft eine Sehnsucht nach Treue und nach der Unverbrüchlichkeit einer Beziehung. „Dafür brauchen wir Ihr Zeugnis“, rief der Bischof den Ehejubilaren zu. Er lobte sie dafür, dass sie einen wichtigen Dienst und ein wichtiges Zeugnis für die Kirche, für das Bistum und für das ganze Land leisteten.
Nach der Pontifikalmesse trafen sich die Jubelpaare mit PrälatEhejub-2014-2 Blas Peter Hubbauer im Kolpinghaus zum Mittagessen, zu dem Bischof Rudolf eingeladen hatte. Die Kolping-Blaskapelle St. Wolfgang aus Landshut unter der Leitung von Wolfgang Maier (Bild rechts) sorgte dabei für die gelungene musikalische Umrahmung. Domkapitular Peter Hubbauer lobte die Ehejubilare: „Sie dürfen stolz sein darauf, dass Sie in diesen vielen gemeinsamen Jahren alle Krisen des Lebens gemeinsam gemeistert haben!“

Das Team des Kolpinghauses sorgte zusammen mit Geschäftsführer Martin Seitel wieder für einen schnellen und reibungslosen Service bei Essen und Getränken. Im Anschluss an das Mittagessen konnte man wieder drei  Wochenenden in der Kolping-Ferienstätte Lambach gewinnen für jeweils ein Jubel-Ehepaar.

Auch waren wieder zahlreiche Workshops angeboten von der Dom- oder Stadtführung bis zur musikalischen Reise durch beliebte Operetten- und Opernmelodien. Zahlreiche interessierte Zuhörer fand auch wieder Ernst Beier mit seinem Vortrag über die „Jahreszeiten einer Ehe“. Der diözesane „Tag der Ehejubilare“ hat sich nach sieben Jahren zu einer festen und beliebten Bistums-Veranstaltung entwickelt. Ebenso bewährt hat sich dabei die Zusammenarbeit zwischen dem Seelsorgeamt und Kolping bei der Organisation.