Integrations-Wochenende für Junge Flüchtlinge in Lambach

4. Dezember 2015

UMF-HP-Lam„I feel respect in Germany!“

Die Kolpingjugend gestaltete ein integratives Freizeitwochenende für junge, unbegleitete Flüchtlinge in Lambach. Die Jugendlichen kamen aus Immenreuth, wo sie von der Kolping-Berufshilfe betreut werden. Darunter waren Flüchtlinge aus Afghanistan, Eritrea und Pakistan. In Wiesau besuchen sie eine Berufsschul-Vorbereitungsklasse, auch in Kooperation mit der Kolping-Berufshilfe, wo sie neben der beruflichen Ausbildung auch Deutsch lernen. Das Kolping-Bildungswerk betreut diözesanweit insgesamt 130 minderjährige Flüchtlinge, davon ca. 60 Jugendliche in Wohngruppen in Amberg, Auerbach, Vilseck, Stamsried und Tirschenreuth. Darüber hinaus hat das Kolping-Bildungswerk auch Vormundschaften für ca. 70 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge übernommen.

 

Jugendreferentin Anne Meier,  Sebastian Irlbacher, Josef Liedtke und Max Körner hatten das Wochenende mit Spielen, Sport und Gemeinschaftsangeboten gut vorbereitet. Am Samstagabend gabs ein besonderes Erlebnis bei einem Lagerfeuer mit Steckerlfisch grillen und Brotbacken. Interessant war für die Jugendichen, dass gleich nebenan im Pavillon zeitgleich eine Nikolausfeier stattfand, die interessierte Fragen auslöste. Am Sonntag konnten die Jugendlichen dann mit Bildern ihre Flucht malen und erklären. Manche waren dabei 2 Monate unterwegs mit Zug, Auto (Schlepper), Boot und zu Fuß. Teilweise hochdramatisch, lebensgefährlich und unter unvorstellbaren Anstrengungen und Entbehrungen. Alle lobten ausnahmslos die Unterbringung und Betreuung durch die Kolping-Berufshilfe in Tirschenreuth.UMF-HP-Bild-2

 

In ihren Heimatländern erlebten sie Bedrohungen, Hunger, Folter und Krieg. Deutschland bedeutet für sie vor allem zunächst einfach Frieden und Sicherheit. Einer schrieb auf sein Bild:
„I feel respect in Germany!“

Ein anderer erklärte die Situation in Eritrea mit Folter, Krieg, Militärdienst, Hunger und Inhumanität. Er flüchtete zu Fuß von Eritrea über den Sudan, durch die Sahara nach  Libyen, dann mit dem Schlauchboot übers Mittelmeer und erreichte schließlich Deutschland. Seine neue Heimat bedeutet für ihn vor allem einfach nur Humanität, Frieden und Zukunft…….Lam-HP-UMF-Bild-1