150 Jahre Kolpingsfamilie Roding mit Generalpräses Ottmar Dillenburg

16. Juli 2018

Die KF feiert ihr Jubiläum mit verschiedensten Veranstaltungen während des gesamten Jubiläumsjahres. Ein Höhepunkt war am 15. Juli der Jubiläums-gottesdienst mit Kolping-Generalpräses Mrsg. Ottmar Dillenburg. Er eilte gleich nach Besuchsreisen durch Brasilien und Indonesien von Köln nach Roding. “Wenn es passt, komm ich gerne zu Kolpingsfamilien, denn der Kontakt zu ihnen ist mir sehr wichtig!”

Beim Festgottesdienst zelebrierten neben dem Generalpräses u. a. auch Stadtpfarrer Holger Kruschina, Kaplan Sebastian Scherr, Pfarrer i. R. Josef Schmaderer und Bezirkspräses Diakon Werner Müller. Bannerabordnungen des Bezirks kamen aus Rötz, Furth, Stamsried und Walderbach. Musikalisch umrahmte den Gottesdienst der Chor „Vivace“, bei dem auch Kolping-Mitglieder mitsingen.

Der Generalpräses gratulierte der KF zum Jubiläum und dankte allen Vorstands-mitgliedern, die heute Verantwortung übernommen haben. Darin eingeschlossen auch frühere Vorstandsmitglieder, die im Verlauf der 150jährigen Geschichte des Katholischen Vereins das Kolping-Banner in Roding hochgehalten haben.

Mit Bezug auf das Evangelium stellte der Generalpräses den Gesellenpfarrer Kolping als einen Menschen vor, der sich ebenfalls aufgemacht hat, ohne Sicherheiten, der als Schuhmacher bekanntes Terrain verlassen hat, um Priester zu werden und um auf die Verheißung Jesu hin für das Reich Gottes zu arbeiten. “Jesus Christus lädt uns ein, das Wesentliche zu suchen und auf die frohmachende Botschaft zu hören!” Und Kolpings Vertrauen war gerechtfertigt und keine leere Utopie.  Nicht nur zu Lebzeiten konnte Kolping vielen Handwerkern helfen, heute wissen wir, sein Werk überdauerte die Zeit und ist heute weltweit in über 60 Ländern verbreitet, mit über 400.000 Mitgliedern. Was ist das Geheimnis daran? Für den “General” ist es die gelungene Verbindung in Kolpings Werk von Gebet, Hören auf das Evangelium und der Weltdienst am Menschen. Erst vor wenigen Wochen, Mitte Juni 2018, konnte das Kolpingwerk auf 50 Jahre “Aktion Brasilien” zurückblicken, mit der die planvolle Expansion des Internationalen Kolpingwerkes begann. Und wer hätte gedacht, dass die Kolping-Idee auch in vielen exotischen Ländern der Erde auf fruchtbaren Boden fallen würde?

Die Kolping-Idee hat die Zeitläufe überdauerd. Bild: Kolping-Kongress in Aparecida zum Jubiläum “50 Jahre Aktion Brasilien”

 

 

 

Kolping erkannte als ehemaliger Handwerksgeselle nüchtern die Nöte seiner Zeit. Er forderte wie anfangs nicht nur dazu auf, die private Einstellung zu ändern, sondern forderte später  auch entschieden politische Strukturreformen: „Die Soziale Frage wird nicht nur durch Gnade und Barmherzigkeit gelöst!“ Heute haben wir eine weltweite Soziale Frage, eine Milliarde Menschen lebt in Armut und leidet zudem oft unter kriegerischen Konflikten. Auch bei uns kommt es in einer säkularen Gesellschaft auf jeden einzelnen Christen an. In Anlehnung auf ein Wort von Papst Franziskus forderte der Generalpräses: „Seien wir als Christen nicht wie Fledermäuse, die nur unsichtbar im Dunkeln fliegen!“

Bild:
Generalpräses Ottmar Dillenburg überreicht das Ehrendiplom an die KF-Vorstandschaft mit dem Vorsitzenden Michael Fleck

 

Am Ende des Gottesdienstes überreichte er den Vorstands-mitgliedern der KF zusammen mit Vorsitzenden Michael Fleck das Ehrendiplom zum Jubiläum 150 Jahre. Beschlossen wurde der Festtag mit einem Mittagessen im Freien und einem Kindernachmittag mit verschiedenen Spielangeboten.