150 Jahre Kolping Wolnzach „Im Glauben verwurzelt, mitten im Leben“

12. Juni 2019

Festgottesdienst in der Pfarrkirche von Wolnzach


Viele schwarz-orange Farben, Blumenschmuck und das Kolping-K: es war kaum zu übersehen, dass die KF Wolnzach etwas zu Feiern hatte. 150 Jahre seines Bestehens konnte der Verein feiern und dennoch ist er zeitgemäß geblieben: „Ihr habt die Tradition im Blick, steht mit beiden Beinen in der Gegenwart und richtet den Blick in die Zukunft“, bescheinigte die stellv. Bundesvorsitzende Klaudia Rudersdorf dem Verein, der zudem jede Menge Komplimente für das rundum gelungene Fest bekam, das er anlässlich seines Jubiläums ausrichtete.
„Verwurzelt in Gott und mitten im Leben.“ Dieses Motto hatte sich die katholische Gemeinschaft zum Jubiläum erwählt und begann den Tag mit einem festlichen Gottesdienst, zusammen mit Pfarrei und Ehrengästen, darunter neben Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt auch Pfarrer Alfred Huber – er war Kaplan in Wolnzach, als Kolping 1969 das 100-Jährige feierte – und dem ehemaligen Wolnzacher Pastoralreferenten Johannes Faltermeier, mit dem die Kolpingsfamilie noch immer guten Kontakt pflegt.

Diözesanpräses Schmidt ging in seiner Predigt auf die Wichtigkeit des Gebets ein, das bei Kolping gemeinsam gepflegt werden soll. Auch wenn Gott unsere Gebete nicht immer so erhöre, wie wir es uns vorstellen – „Gott ist ja keine Wunschmaschine“ – könne man doch immer mit allen Anliegen zu ihm kommen. Das habe auch der Gesellenvater Kolping so gehalten. „Er hätte ohne Gebet sein Werk nie schaffen können“. Beten allein ändere noch nicht die Gesellschaft, sei aber die geistliche Grundlage unseres Handelns. Es gehe darum, Gebete in die Tat umzusetzen – und genau das passiere in der Kolpingarbeit. Schmidt segnete im Anschluss auch das neue Banner, das sich die Kolpingsfamilie zum Jubiläum angeschafft hatte.

„Kolping ist eine lebendige Familie“, so Fabian Meier, der die weltliche Feier im Hopfenmuseum eröffnete. Das spürten auch die Gäste: Sie bekamen nicht nur liebevoll vorbereitete Gastgeschenke – neben dem Salztütchen nach dem Gottesdienst später auch ein eigens gebrautes Märzen-Jubiläumsbier und Schokolinsen in schwarz-orange. Sie wurden auch mit Kinderprogramm und Zauberer bestens unterhalten. „Begeistert“ zeigte sich Bürgermeister Jens Machold von der Feier und von Kolping im Allgemeinen: „Ihr bringt euch ein in Wolnzach“, sagte er, nicht nur in Hinblick auf das Volksfest, das der Verein 1949 aus der Taufe hob. „Ihr alle gebt Kolping hier ein Gesicht“, lobte auch Klaudia Rudersdorf vom Bundesvorstand die Wolnzacher und dankte im Namen des Kolpingwerks Deutschland: „Ihr wirkt ganz in unserem Sinne.“ Dass die Kolpingsfamilie Wolnzach ganz offensichtlich sowohl in der politischen Gemeinde als auch in der katholischen Pfarrei fest verwurzelt ist, freute natürlich auch Diözesanvorsitzenden Sepp Sander aus Abensberg. Beachtlich fand er auch, dass ein Großteil der Mitglieder unter 60 Jahre ist. „Das ist schon ein guter Altersdurchnitt“, meinte er.
Nicht nur er hatte für den Jubiläumsverein ein Geldgeschenk im Gepäck, auch Bürgermeister Machold kündigte 500 Euro von der Gemeinde an. Eine schöne Anerkennung gab es vom Bundesverband: ein Ehrendiplom als Dank für das „vielfältige Wirken in Gesellschaft und Kirche“.