50 Jahre KF Regenburg Albertus-Magnus-Zusammenhalt und Treue

7. September 2018

Mit 28 Mitgliedern gründete sich die Kolpingsfamilie in der Pfarrei St. Albertus Magnus vor 50 Jahren in Regensburg. 41 Mitglieder feiern nun am Sonntag, 23. September, dieses runde Jubiläum. Zwei Neuaufnahmen bereichern dann die kleine, aber feine Gemeinschaft am Festtag, so dass der katholische Verein aktuell nun 41 Mitglieder zählt.  „Aus dem ehemaligen ‚Männerkreis‘ gründete sich damals die Kolpingsfamilie, im Mai 1968“, erklärt die aktuelle Vorsitzende Martina Stich. Gründungsmitglied Helmut Roidl hat dabei wohl den entscheidenden Impuls gegeben. Er war bereits Kolpingssohn in der KF Regensburg – St. Erhard gewesen.

Diözesanpräses Karl Böhm begeisterte den ehemaligen Männerverein
Unterstützung bei der Gründung fand man beim „Böhmvater“, wie der damalige Diözesanpräses Karl Böhm (+) liebevoll damals und bis heute genannt wird. Er hat in einer „fulminanten Rede“ das Werk Kolpings erklärt und der Funke sprang wohl über. Bei der Gründungsversammlung wurde Roidl dann auch zum Vorsitzenden gewählt, damals noch ‚Senior‘ genannt. Roidl hatte dieses Amt inne bis zu seinem Tod im Jahre 1991.
Mit ihren Aktivitäten ist die Vorstandschaft bis heute eng mit der Pfarrei verbunden. Die Kolpingsfamilie stellt z. B. die Ordner bei Festen wie Kommunion oder Fronleichnam.  Seit zehn Jahren habe man einen Mitgliederstand von etwa 40 sehr aktiven Schwestern und Brüdern.
Nach dem plötzlichen Tod von Helmut Roidl 1991 übernahm sein Stellvertreter Karl-Heinz Grillmayer den Vorsitz und führte sie bis zu seinem Rücktritt im Jahre 2015 „durch nicht immer leichte Zeiten. Unter anderem mussten drei Jahre ohne Präses überwunden werden. Doch die Mitglieder standen treu zum Banner und die Vorstandschaft leistete hervorragende Arbeit. Nach Grillmayer übernahm die Stellvertreterin Martina Stich den Vorsitz der KF. Als erste Amtshandlung durfte sie Karl-Heinz Grillmayer zum Ehrenvorsitzenden ernennen.
Das hat er sich wohl verdient mit seinem Einsatz. Auch die Geselligkeit ist nie zu kurz gekommen: Tanz, Fasching, Muttertag aber auch Bastelabende, Gymnastikstunden und Bergwandern gehören dazu.
Aber auch Besinnung und Fortbildung fehlen nicht: Geistliche, Wissenschaftler, Politiker und Fachleute referierten regelmäßig in den Kolpingabenden.
Das hat sich fortgesetzt bis in die heutigen Tage: „Regelmäßig organisieren wir Vorträge, Exkursionen oder Führungen. Dazu kommen Feste und Ausflüge, die teilweise schon eine Jahrzehnte lange Tradition haben, so die Vorsitzende. Und dann ist da noch das „Basteln für den guten Zweck unter Leitung von Ingeborg Grillmayer“. So hätten Osterbasar und Weihnachtsmarkt im Verlauf von 20 Jahren mehr als 33 000 Euro für soziale Zwecke oder für die Pfarrei erbracht.  „Gemeinschaftsleben und gegenseitige Hilfestellung“ sind wesentliche Kennzeichen der Kolpingsfamilie in all den Jahren, betonen die Vorstandsmitglieder.

Gemeinschaft und Geselligkeit
Da ist zum Beispiel Kassier Heidi Rieger (74). Seit 1981 ist sie bei Kolping und auch in der Vorstandschaft aktiv. Ihr Mann war damals schon Mitglied „und dann bin ich auch dazu gegangen“. Sie hat es nie bereut. Seitdem schätzt sie den „unheimlichen Zusammenhalt in allen Lebenslagen“.
Helen Böhm wiederum ist als Beisitzerin erst vor drei Jahren beigetreten. „Aus Dankbarkeit für die große Unterstützung während der Krankheit meines Mannes“, erklärt die 82-Jährige.  Peter Grillmayer ist 1988 über die Eltern zur Kolpingsfamilie gekommen. Immerhin war der Vater seinerzeit zweiter Vorsitzender. „Gemeinschaft, Geselligkeit und Miteinander bindet mich an Kolping“, betont der Berufssoldat. Und weiter: „Wir heißen nicht nur Kolpingsfamilie, wir halten auch zusammen wie eine echte Familie!“ Dem kann Vorsitzende Martina Stich nur zustimmen. Und sie weiß wovon sie spricht, „weil ich ja schon von Kindesbeinen an dabei bin“.