90 Jahre Kolping in Schierling: Christlich motiviert-sozial engagiert

19. Oktober 2017

Die Kolpingsfamilie feierte 90. Geburtstag und stellte dabei die Familie in den Mittelpunkt. Ein Zitat Kolpings, sich mit gemeinsamer Kraft gegenseitig Stütze und Halt zu geben, nannte Vorsitzende Evi Reinl als wesentlichen Grund für ihre persönliche Begeisterung zu Kolpings Werk. Auch Bürgermeister Christian Kiendl sieht Kolping auf die Gemeinschaft zugeordnet, es gilt dem Egoismus und purem Materialismus entgegenzuwirken, alles echte Leben ist maßgeblich Beziehung und ein gutes Miteinander.

 

Ehrungen für verdiente Kolping-Mitglieder in Schierling

 

 

Bürgermeister Kiendl, selbst Kolpingmitglied, gratulierte und bestätigte der Kolpingsfamilie, einen sehr guten Klang als familienhafte Gemeinschaft zu haben, die wichtige Werte teilt und für gemeinsame Überzeugungen steht. Kolping in Schierling stehe auch für das fortdauernde Engagement junger Menschen. Viele der Vorstände während der 90 Jahre seienoft junge Menschen gewesen, die mit der Verantwortung für den Verein auch Verantwortung für die Gesellschaft lernten. Das Kolpingwerk stehe für die Verwirklichung der christlichen Werte und für die Solidarität in der nächsten Umgebung sowie weltweit. „Wir sind Kolping, Menschen dieser Zeit – und handeln aus Verbundenheit!“, heiße es nicht zuletzt deshalb in einem Kolpinglied.
„Heute heißt das für uns Christen, dass wir miteinander feiern und arbeiten, miteinander fröhlich und traurig sind. Gleichzeitig geht es um die Solidarität mit denen, die es nicht so gut haben wie wir, den Armen und Schwachen, den Vergessenen und Benachteiligten, bei uns und in anderen Teilen der Welt“, sagte der Bürgermeister, und gerade diese lägen auch Papst Franziskus sehr am Herzen.

PGRVorsitzende Christiane Banse erklärte „Die Kolpingsfamilie hat neun Jahrzehnte das Erbe und den Auftrag Kolpings bewahrt und gelebt, und dafür bin ich sehr dankbar!“ Sie wünschte, dass die Gemeinschaft auch in Zukunft lebendig und aktiv bleibt. Kirchenpfleger Adolf Roßmeier dankte für allem für den tatkräftigen Einsatz und die finanzielle Unterstützung der KF für das Pfarrheim. Vorsitzende Evi Reinl fasste mit ihrer Ansprache das Wirken der KF so zusammen: „Durch Kolping leben wir unseren Kindern verantwortliches, christliches und soziales Handeln vor!“

Mit derzeit vier Familiengruppen, einer Jugend- und einer Theatergruppe sei die KF sehr aktiv. Die Euphorie der Vorsityenden war dabei unübersehbar. Sie hob besonders die Familienbildungswochenenden in Lambach mit 150 Teilnehmern aus drei Generationen hervor. Jeder rede mit jedem und jeder fühle sich für den anderen verantwortlich. Das sei gelebtes christliches Engagement. Den Gottesdienst umrahmten Albert Ertl, Rudi Feigl und Adolf Roßmeier musikalisch und bekamen dafür ein Präsent. Nach dem Kolping-Lied wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen kräftig gefeiert.