Author Archives: Haindl

  1. Machtstrukturen verändern! Segen ermöglichen! Synodalen Weg weitergehen!

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    Das Bundespräsidium des Kolpingwerkes betrachtet den Synodalen Weg als notwendigen Reformprozess, um Glaubwürdigkeit und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Ein konstruktiver Dialog über die Sexuallehre der Kirche und grundlegende Veränderungen der kirchlichen Machtstrukturen sind zwingend geboten.

    Das Bundespräsidium des Kolpingwerkes hat in seiner jüngsten Sitzung zum Kölner Missbrauchsgutachten sowie zum Verbot der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften Stellung genommen. Beide Dokumente zeigten erneut eindringlich, wie wichtig und notwendig der Synodale Weg sei, damit durch den Reformprozess Glaubwürdigkeit und verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden könne.

    Kölner Missbrauchsgutachten macht nötige Reformen deutlich
    Die desaströse Kommunikation der Kölner Bistumsleitung habe die katholische Kirche in ganz Deutschland in eine tiefe Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise gestürzt. Aus Sicht der Betroffenen und Opfer sei die rein juristische Sichtweise des Missbrauchsgutachtens nicht ausreichend. „Menschen sind zutiefst verletzt worden, nur um die Fassade unserer Kirche zu schützen. Umgehend muss jetzt den Betroffenen geholfen werden, wo immer sie Unterstützung benötigen. Dies ist das Gebot der Stunde!“, so das Bundespräsidium. Eine moralische Bewertung und Aufarbeitung des Verhaltens der Leitungsverantwortlichen stehe weiterhin aus. Alle Mitglieder der Kölner Bistumsleitung sollten sich die Frage nach ihrer jeweils persönlichen Verantwortung stellen. In allen deutschen Bistümern müssten die Leitungsverantwortlichen jetzt beweisen, dass sie in der Lage seien, Straftaten und deren Vertuschung selbst aufzuklären.
    Das Kölner Missbrauchsgutachten mache erneut deutlich, dass die vorhandenen und geprägten kirchlichen Strukturen einen Nährboden für den Missbrauch böten. Es zeige eindringlich, dass Machtstrukturen in der katholischen Kirche grundlegend verändert und Hierarchien abgebaut werden müssten. Der ausgeprägte Klerikalismus als Grundlage schwerster Verfehlungen mache die Notwendigkeit der Reformdebatten im Rahmen des Synodalen Weges noch einmal in außergewöhnlicher Deutlichkeit sichtbar.

    Klares Nein zum Verbot der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
    Mit ihrer am 15. März 2021 veröffentlichten Erklärung mache sich die Glaubenskongregation in Rom zur Kontrolleurin darüber, wen Gottes Segen erreichen darf, so das Bundespräsidium. Das sei unangemessen und falsch. „Mit Bezug auf Papst Franziskus, der immer wieder für ‚die Kunst der Unterscheidung‘ wirbt, fordern wir, existenzielle Fragen des Lebens sorgfältig abzuwägen, die Vielgestaltigkeit und Wandelbarkeit der Lebenswirklichkeit anzuerkennen und auf vorschnelle Urteile und Bewertungen unbedingt zu verzichten.“ Trotz des bekundeten Willens, homosexuelle Menschen anzunehmen, grenze die Erklärung der Glaubenskongregation sie aus, kränke und verletze sie. „Die Erklärung macht uns nicht nur betroffen, sondern fordert unseren Widerspruch heraus!“
    Die Auseinandersetzung mit Fragen zum Umgang mit gleichgeschlechtlicher Liebe und den daraus erwachsenen Beziehungen könne damit nicht beendet sein. Die kirchliche Lehre verlange dringend nach einer erweiterten Sichtweise auf die menschliche Sexualität. „Wir lehnen das Verbot der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ab und sehen die Erklärung als erneute Störung des Synodalen Weges. Es ist gut, dass das Synodalforum ‚Leben in gelingenden Beziehungen‘ den Auftrag hat, die Sexuallehre der Kirche vor dem Hintergrund der heutigen Zeit sowie dem sensus fidelium, dem Glaubenssinn der Gläubigen, neu zu bewerten“, erklärte das Bundespräsidium.

    Synodalen Weg als Chance begreifen!
    Das Bundespräsidium unterstützt ausdrücklich erneut die Ziele des Synodalen Wegs und bittet alle Mitglieder der Synodalversammlung eindringlich, nicht zu resignieren, sondern den begonnenen Weg mutig, kraftvoll, zuversichtlich und in Offenheit, mitzugehen und mitzutragen.

  2. „Kölner Gespräche 2021“

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    Dr. Josef Schuster fordert Weiterentwicklung der Erinnerungskultur
    Seit 2006 veranstaltet das Kolpingwerk Deutschland alljährlich die „Kölner Gespräche“ – die dieses
    Jahr erstmals digital stattfanden. Gastredner war Dr. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates
    der Juden in Deutschland.
    Köln – 15.03.2021

    Dr. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, hat bei den „Kölner
    Gesprächen“ dazu aufgerufen, die Erinnerungskultur weiterzuentwickeln. Das sei angesichts der
    sinkenden Zahl an Zeitzeugen und des wachsenden zeitlichen Abstands zum Holocaust ungeheuer
    wichtig. Die Erinnerungskultur müsse „mit modernen Formen auch junge Menschen ansprechen, egal,
    woher sie oder ihre Familien stammen“, forderte der 66-Jährige, der als Gastredner eingeladen war.
    Nachdem die Veranstaltung des Kolpingwerkes Deutschland vergangenes Jahr pandemiebedingt noch
    ausfallen mussten, fand sie dieses Jahr erstmals ausschließlich im Internet statt. Zu sehen war der
    Videostream am Samstag (13. März) sowohl auf Kolping.de als auch im Web-TV des
    Kooperationspartners „Domradio“. Bewusst werden bei den „Kölner Gesprächen“ Themen und Fragen
    aus Gesellschaft sowie Politik, Religion und Kirche aufgegriffen und jeweils in den öffentlichen Diskurs
    gebracht. Angesichts des Festjahres zur 1.700-jährigen jüdischen Geschichte in Deutschland stand die
    in Köln und Würzburg aufgezeichnete Veranstaltung diesmal unter der Überschrift „Mitten in unserer
    Gesellschaft – Gegen das Vergessen.“
    In ihrer Begrüßungsrede sagte daher auch Ursula Groden-Kranich, MdB, die Bundesvorsitzende des
    Kolpingwerkes Deutschland, dass gemeinsam immer wieder daran gearbeitet werden müsse, „das
    Judentum mitten in unserer Gesellschaft erblühen zu lassen“ und jederzeit dafür einzustehen, „dass
    Antisemitismus hier keinen Platz haben darf“. Leider sei dieser aber noch viel zu oft sicht- und spürbar,
    machte Dr. Schuster in seinem Vortrag mit dem Titel „Gegen das Vergessen“ deutlich. „Heute ist auf
    Schulhöfen und im Sport das Wort „Jude“ ein Schimpfwort geworden“, betonte er.
    Um jüdische Geschichte, Religion und Kultur in ihrer ganzen Vielfalt zu vermitteln, kooperiere der
    Zentralrat bereits mit Verlagen und der Kultusministerkonferenz (KMK). Gemeinsam würden etwa
    Schulbücher, didaktische Materialien und Lehrpläne überarbeitet.
    Wissen über das Judentum zu vermitteln, reiche aber nicht aus, um Schülerinnen und Schüler gegen
    Antisemitismus zu wappnen und sie dafür zu sensibilisieren. „Es muss über die verschiedenen Formen
    des Antisemitismus aufgeklärt werden, die die Jugendlichen heutzutage vor allem im Internet
    antreffen“, sagte Dr. Schuster. Auch Lehrerinnen und Lehrer müssten gezielt fortgebildet werden. Im
    Sommer werde daher eine Arbeitsgruppe der KMK und des Zentralrats Empfehlungen vorstellen, wie
    Schulen mit Antisemitismus umgehen beziehungsweise ihm vorbeugen können.
    Der Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland, Josef Holtkotte, dankte Dr. Josef Schuster für
    dessen Achtsamkeit, mit der er „unsere Zeit und Gesellschaft, die Geschichte und den Menschen
    beleuchtet“ hat. Dr. Schusters Stimme werde gebraucht, um Überzeugungen zu stärken, die Menschen
    schützen und Leben bewahren. Dass jeder Mensch im Licht Gottes wandele, sei die gemeinsame
    Überzeugung von Judentum und Christentum. Nur mit Respekt voreinander und mit einem
    Verständnis füreinander würden die Wege der Menschen friedliche Wege bleiben.
    Wer die Erstausstrahlung der „Kölner Gespräche“ verpasst hat, hat dennoch die Chance,sich die Wortund Musikbeiträge anzusehen: Die komplette Aufzeichnung der Veranstaltung ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal des Kolpingwerkes verfügbar.

  3. Feier des Josefstages der beiden Sozialverbände Kolping und KAB in Weiden Herz Jesu

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    In diesem Jahr wird der Josefstag auf eine ganz andere Weise gefeiert. Zusammen mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer werden die beiden Diözesanpräsides, Rödl und Schmidt, sowie dem Ortpfarrer Pausch des Heiligen Josefs gedenken. Da wir die Corona-Bedingungen einhalten müssen und nicht alle einen Platz in der Kirche finden können, wird dieser Gottesdienst auch im Internet übertragen. So haben sehr viele Mitglieder die Möglichkeit bei dieser Heiligen Messe dabei zu sein.

    Der Heilige Josef ist der Patron unseres Kolpingwerkes und wir stehen mit ihm deshalb in einer ganz besonderen Verbindung. Unser Papst Franziskus hat mit dem Schreiben „Patris corde“ (Mit dem Herzen eines Vaters) dieses Jahr zum Jahr des Heiligen Josef ausgerufen.
    So wird der Heilige Josef in den Mittelpunkt gestellt als einem von dem wir uns prägen lassen können.

    Wir selber sind nicht der Nabel und der Mittelpunkt, sondern Gott soll der Mittelpunkt unsers Lebens sein. Genauso wie er sollen wir immer wieder auf den Anruf Gottes hören und in der Stille, im Verborgenen unseren Dienst und unsere Aufgabe erfüllen.

    Der Gottesdienst kann im Internet unter https://youtube.com/watch?v=GTZjT2X6jk mitgefeiert werden. Nehmt dieses Angebot an!

    K.D. Schmidt, Diözesanpräses

  4. Kolping-Ehrenvorsitzender Heinz Schemken verstorben

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    „… nicht nur für die Kirche und Betkammern“ Heinz Schemken – Ehrenvorsitzender des Kolpingwerkes Deutschland im Alter von 85 Jahren verstorben Kolping prägte ihn – Heinz Schemken begann als 25-Jähriger sein Engagement in der Politik. Zuvor war er bereits als Senior in seiner Kolpingsfamilie vor Ort in Velbert engagiert gewesen.

    „Adolph Kolping versuchte, die Christen aus ihrer Trägheit aufzurütteln und sie an ihre Verantwortung für die Welt zu erinnern. Für ihn war das Christentum nicht nur für die Kirche und Betkammern gedacht, sondern für den Alltag und gleichzeitig Auftrag zur Mitgestaltung der gesellschaftlichen Wirklichkeit“, so der verstorbene Ehrenvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland, der am vergangenen Samstag kurz vor seinem 86. Geburtstag verstorben ist. „Dass dazu auch die Politik gehörte, davon war Heinz Schemken, der ein leidenschaftlicher und engagierter Kolpingbruder und Politiker war, überzeugt“, so Ulrich Vollmer, Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland. 1935 geboren, bildete sich der gelernte Schlosser in der Abendschule als Meister weiter und begann als Ausbilder in der Gemeinschaftslehrwerkstatt der Industrie in Velbert, dessen Geschäftsführer er später wurde. Als 25-Jähriger übernahm er 1960 sein erstes öffentliches Ehrenamt als Ratsmitglied in Velbert; 1969 wurde er dort Bürgermeister. Die Bürger von Velbert und Umgebung wählten ihn von 1983 bis 2002 in den Deutschen Bundestag, wo er sich im Ausschuss für „Arbeit und Soziales“ besonders sozialpolitischen Themen und Fragen widmete. Er gehörte zu den herausragenden Sozialpolitikern in Bonn und Berlin. 1986 wurde er in Mainz zum Bundesvorsitzenden des Kolpingwerkes Deutschland gewählt. Auch in dieser Funktion gelang es ihm entscheidend, mit Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik, Gesellschaft und Kirche ins Gespräch zu kommen – nicht immer im Rampenlicht stehend, dennoch wirkungsvoll. Die Christliche Gesellschaftslehre gab Heinz Schemken Orientierung für seinen unermüdlichen Einsatz für eine gerechtere Welt. Ob als Ehemann und Familienvater, ob als Leiter der Aus- und Weiterbildungseinrichtung in Velbert, ob als Kommunal- oder Bundespolitiker: Tief verankert im christlichen Glauben wirkte er als überzeugter Katholik und Kolpingbruder. Als Ehrenvorsitzender stand er bis 2019 dem Kuratorium der Gemeinschaftsstiftung des Kolpingwerkes Deutschland vor. Das Kolpingwerk ist ihm zu tiefem Dank verpflichtet. Wir werden ihn – der stets auch ein Herzensmensch war – vermissen und seiner am Grabe Adolph Kolpings in der Minoritenkirche zu Köln gedenken. Möge er ruhen in Frieden!

  5. Rund eine Million Euro gespendet

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    Rund eine Million Euro gespendet
    Bis Ende 2020 konnten aus dem Kolping-Corona-Fonds von Kolping International mit diesem Geld schon viele Hilfsmaßnahmen finanziert werden. Den Spenderinnen und Spendern sei dafür von Herzen gedankt.
    Nicht nur die weltweit gestarteten Impfungen geben Hoffnung, dass 2021 ein besseres Jahr wird. In manchen Ländern kann Kolping seine Verbands- und Projektarbeit langsam wiederaufnehmen. Weiterhin ist die Versorgung von Lebensmitteln eine vorranginge Aufgabe. Durch die Verteilung von Saatgut Ende des Jahres wurde mit Mitteln aus dem Corona-Fonds dafür
    gesorgt, dass viele Familien die Winterregenfälle nutzen konnten, um ihre Felder zu bestellen. Jetzt können sie bald wieder selbst ernten und ihre Kinder ernähren.
    Ein weiteres Beispiel: Die Kolping-Berufsschulen in Muramba/Ruanda und im kenianischen Kilimambogo liegen auf dem Land, wo die Infektionszahlen Ende des Jahres wieder so niedrig waren, dass sie ihre Pforten öffnen konnten. Hunderte junge Menschen werden unter Hygieneauflagen weiter ausgebildet, einige konnten auch ihre Abschlussprüfung machen und ihre Ausbildung beenden.
    Bildung ist ein wichtiger Förderbereich: Kinder werden unterstützt und erhalten Schulbücher und digitale Hilfsmittel, damit sie dem Fernunterricht von zu Hause folgen können. Viele Kolpingsfamilien sind auch Anlaufstellen für Schülerinnen und Schüler, die im Unterricht nicht gut mitkommen.
    Aber es gibt auch immer wieder neue Herausforderungen: In Indien hat etwa der Zyklon Navi die Menschen im Südosten des Landes schwer getroffen. Hier leistete Kolping Nothilfe und versorgte die Obdachlosen mit Hunderten von Mahlzeiten.
    Weiterhin verteilen Kolpingverbände weltweit Hygieneartikel, um die Bevölkerung vor einer COVID-19-Infektion zu schützen.
    In El Alto (Bolivien) konnte im Herz-Jesu-Hospital das Ärzte- und Pflegepersonal mit Schutzmasken und -kitteln ausgestattet werden. Dort hatte Kolping eine Intensivstation für COVID-19-Patienten eingerichtet. Dank der Schutzmaßnahmen gab es unter dem Pflegepersonal nur wenige Ansteckungen.
    Die Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem, Hilfsmaßnahmen werden auch zukünftig benötigt.
    Bitte hilf auch weiterhin mit einer Spende in den Kolping-Corona-Fonds.

    Kolping International Cooperation e.V.
    DKM Darlehnskasse Münster
    IBAN DE74 4006 0265 0001 3135 00
    BIC: GENODEM1DKM
    Stichwort: „COVID-19“

  6. Corona-Pandemie: Bericht aus der Kabinettssitzung

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    Infektionslage weiter sehr angespannt /
    FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV und im Einzelhandel ab 18. Januar

    Die Infektionslage aufgrund der Corona-Pandemie ist in Bayern und Deutschland weiter sehr angespannt. Die bislang ergriffenen Maßnahmen haben leider noch nicht zu dem erhofften spürbaren und nachhaltigen Rückgang der Infektionszahlen geführt. Ziel ist, eine Sieben-TagesInzidenz von unter 50 Fällen pro 100.000 Einwohner zu erreichen. Erst ab diesem Inzidenzwert ist eine sichere Nachverfolgung von Infektionswegen gewährleistet. Aktuell besonders besorgniserregend ist das Auftreten stark ansteckender Virusmutationen in einigen Ländern, deren Eintrag und Verbreitung in Bayern und Deutschland vermieden werden muss.
    Mit Blick auf die weiterhin sehr hohe Infektionsdynamik und zur stärkeren Eindämmung des Infektionsgeschehens hat der Ministerrat daher heute eine Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske im Öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel ab Montag, den 18. Januar 2021, beschlossen.

    gez.
    Carolin Mayr
    Pressesprecherin der Staatskanzlei und stellvertretende Pressesprecherin der Staatsregierung

  7. Worte zu Weihnachten 2020

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    Folgender Text hat mich in der Vorbereitung auf Weihnachten begleitet. Er ist dem Kolping Musical „Kolping’s Traum“ entnommen. „Steht auf und gebt der Welt ein Lebenszeichen in jedem von euch brennt dasselbe Licht. Noch ist es dunkel, doch die Nacht wird weichen. Schenkt der Welt ein menschliches Gesicht.“

    An Weihnachten ist es klar. Gott wird in Bethlehem Mensch, er wird einer von uns. Er sucht die Begegnung mit uns Menschen. Er trifft sich mit uns auf Augenhöhe.
    Das ist das Geheimnis der Heiligen Nacht: Gott schenkt der Welt ein menschliches Gesicht. Sein menschliches Gesicht blickt uns an und sagt:
    »Du bist einzigartig und wertvoll. So wie du bist, bist du gut.«
    Auch jeden von uns spricht Gott an und deswegen sind wir aufgefordert, mit unserem Reden, Wirken und Handeln seine Botschaft vom Frieden zu den Menschen tragen.

    Ein schönes Zeichen ist jedes Jahr, wenn das Friedenslicht von Bethlehem in unsere Pfarreien hineingetragen wird. Möge ganz besonders dieses Jahr dieses Licht, die Botschaft von der Krippe unsere Herzen erwärmen, damit diese Botschaft gehört und an Menschen weitergegeben wird, die einsam und allein sind. Helfen wir mit, unserer Welt ein menschliches Gesicht zu geben.

    Von ganzem Herzen wünsche ich euch allen ein gesegnetes, gnadenreiches Weihnachtsfest. Gleichzeitig wünsche ich allen ein normales von Gott gesegnetes neues Jahr 2021, verbunden mit dem Wunsch, dass wir uns alle im neuen Jahr gesund und munter bei vielen Veranstaltungen wiedersehen.

    Präses Karl-Dieter Schmidt

  8. Kolping-Gedenktag in Waldsassen

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    KF Waldsassen
    Die Feier des Gedenktages konnte wegen Corona in diesem Jahr nicht wie gewohnt im kath. Jugendheim stattfinden. Die Feierstunde wurde unmittelbar nach dem Gottesdienst in verkürzter Form in der Basilika abgehalten.
    Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt konnte zusammen mit Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl zahlreiche Kolpingmitglieder zur ersten Messfeier im neuen Kirchenjahr begrüßen. In seiner Predigt ging Schmidt auf das Markus-Evangelium ein, in dessen Gleichnis ein Mann auf Reisen ging und zu seinem Türhüter und den Knechten für die Zeit seiner Abwesenheit befahl „Seid wachsam!“ Diese Achtsamkeit werde gerade in der Corona-Pandemie zur täglichen Herausforderung. „Wir sind aufgefordert gerade jetzt besonders wachsam zu sein und uns gegenseitig zu helfen“
    Er selbst habe in den Favelas Brasiliens erlebt, wie wichtig die Unterstützung in den ärmeren Regionen der Südhalbkugel für die von der Hand in den Mund lebenden Menschen sei, so der Diözesanpräses. Diese Regionen seien von der Pandemie besonders hart betroffen. Das Kolpingwerk habe dabei schon wertvolle Arbeit beispielsweise in der Berufsausbildung geleistet. „Hierzu brauchen wir auch weiterhin ihre Mithilfe“ appellierte Schmidt.
    Der Diözesanpräses bat auch darum, die Petition zur Heiligsprechung Kolpings zu unterstützen, die bei der Wallfahrt im Jahr 2022 an Papst Franziskus übergeben werden soll. In den Fürbitten wurde auch der im laufenden Jahr verstorbenen Kolpingmitglieder namentlich gedacht. Mit einem Kolpinglied endete die gemeinsame Eucharistiefeier.

  9. Bezirk Fichtelgau: Strohsterne als Zeichen der Dankbarkeit

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    Bezirksverband Fichtelgau
    Mit gleichzeitig zwei Aktionen möchte der Bezirk Fichtelgau ein Zeichen der Solidarität und Dankbarkeit setzen.
    Am 5.12.2020, übergaben Vertreter der Kolpingsfamilien mit Bezirksvorsitzenden Martin König, dem Geschäftsfüherer des Klinikums, Alexander Meyer, 970 Sterne aus Betlehem für alle Mitarbeitenden des Klinikums Marktredwitz und Selb.
    Der Stern soll ein Zeichen der Dankbarkeit für die Arbeit der Klinikumsmitarbeitenden sein. Die Holzsterne wurden in Betlehem von christlichen Familien gefertigt. Diese Familien machen in Betlehem nicht einmal mehr 5 % der Bevölkerung aus. Durch die Pandemie, die auch das Hl. Land schwer getroffen hat, sind die Menschen in Betlehem in ihrer Existenz bedroht, da es dort keine oder nur geringe Sozialabsicherung gibt.
    Der Verein “Christen helfen Christen im Hl. Land” unterstützt hier die Menschen und Einrichtungen. Über Vorsitzenden Dr. Then haben wir die Olivenholzsterne bezogen, die wir heute als Geschenk überreichen. Das Besondere an dem Olivenholz ist seine Maserung, so dass jeder dieser 970 Sterne etwas besonderes ist. Auch die Mitarbeiter im Klinikum sind individuell in ihrer Persönlichkeit, stellen sich aber gemeinsam in den Dienst. Wir können uns als Gesellschaft in Deutschland und hier in der Heimat darauf verlassen, dass wir im Krankheitsfall sehr gut versorgt werden. In dieser momentan schwierigen Zeit gehen die Mitarbeitenden an ihre Grenzen, und deshalb möchten wir Dank sagen für ihren Einsatz und möchten ein Zeichen der Dankbarkeit setzen.

  10. Kolping Parsberg: 1. Platz beim Stadtradeln

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    KF Parsberg
    Wie es wohl den meisten KF ergangen ist, so erging es auch den Parsbergern. Einnahmequellen, wie der Preisschafkopf, das Weinfest, die Burgweihnacht und einiges andere, sind weggefallen.
    Dennoch konnte man durch die Idee einer Familie zu Einnahmen kommen. Die Stadt Parsberg nimmt am sogenannten Stadtradeln, einer bundeweiten Aktion, teil. Im Jahr 2019
    belegte die Gruppe „Kolping“ mit einer Kilometerleistung von ca. 8.000 innerhalb von drei Wochen (so lange laufen die Aktionen immer) den 1. Platz unter den Teilnehmern der Stadt. Da Corona das Stadtradeln nicht verhindert hat, suchte man sich Sponsoren, welche die geradelten Kilometer finanzierten. Es gelang, neben zwei Firmen auch mehrere Privatpersonen zu gewinnen, die sich als Unterstützer zur Verfügung stellten. In Summe erradelte man wieder ca. 8.000 Kilometer und konnten 4.000 € Sponsorengelder auf dem Konto verbuchen. Dadurch und durch diverse Spenden aus dem privaten Bereich konnten am Gedenktag, der nur virtuell stattfand, 10.000 € aufgeteilt in regional (Kirchturmsanierung, Jugendtreff, Förderzentrum), national(Sternstunden) und international (Welthungerhilfe, Ugandahilfe U.V.C.O. e.V., Kaplan für sein Heimatdorf n Indien) gespendet werden.

    Bild: Personen von l. n. r.: Kaplan Balaswamy Kotte, Stefan Gierse, Leonie Kratzer, Stadtpfarrer Andreas Günther, Karl Haberman