Author Archives: Haindl

  1. Kolpingsfamilie Dingolfing erhält Kolping-Corona-Preis

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    Die KF Dingolfing erhält Corona-Sonderpreis des Diözesanverbandes in der Kategorie „Soziales Engagement“
    Die Bekanntgabe der Auszeichnung auf der virtuellen Diözesanversammlung sorgte für große Freude. Die (natürlich Pandemie-konformen) Feierlichkeiten überstanden die meisten schadlos. Ebenfalls freudig war die Übergabe des Corona-Sonderpreises durch Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt vor dem Dingolfinger Kolpinghaus. Wenn auch eine gebührende Feier nicht möglich war, so wird diese nachgeholt.

    „Tue jeder in seinem Kreis das Beste, wird‘s bald in der Welt auch besser aussehen.“ Gemäß diesem Spruch des seligen Gesellenvaters wurden ab Ende März 2020 Mund-Nase-Bedeckungen produziert und gegen eine freiwillige Spende abgegeben. Einige Male war man damit auf dem Wochenmarkt präsent. Mit den mehr als 2.500 Masken konnten über 10.000 € Spenden generiert werden. Diese Mittel kommen der Dingolfinger Tafel in Form von Lebensmittel- und Sachspenden zugute. Als zu Beginn der Pandemie die Masken Mangelware gewesen sind wurden das Bürgerheim sowie Schulen durch Maskenspenden unterstützt. Neben den unzähligen Stunden der Näherinnen, Zuschneiderinnen und Verkäuferinnen sollen auch die zahlreichen Spenden (Stoffe, Gummis etc.) nicht unerwähnt bleiben.
    Ebenfalls seit Beginn der Pandemie bietet die KF einen Einkaufsdienst für Personen der Risikogruppen und Menschen in Quarantäne an. Insbesondere seit der zweiten Welle wird dieser Service häufig in Anspruch genommen.
    Vielen alleinstehenden Werksarbeitern, häufig aus dem europäischen Ausland, die aufgrund der Quarantäne nicht einkaufen durften, konnte so geholfen werden. Allen Beteiligten ein herzliches „Vergelt’s Gott!“

  2. Virtuelle Diözesanversammlung des Kolpingwerkes im Bistum Regensburg

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    Diözesanvorsitzender Sander und Franz Greipl mit dem Bundesehrenzeichen geehrt – 4 neue Mitglieder im Diözesanvorstand – 5 Auszeichnungen mit dem Kolping-Corona-Preis
    Am Samstag, 17. April fand die erste virtuelle Diözesanversammlung des Kolpingwerkes im Diözesanverband Regensburg erfolgreich statt. 268 Teilnehmer-innen hatten sich zu dieser digitalen Versammlung aus dem gesamten Bistumsgebiet angemeldet.

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    Der Rechenschaftsbericht umfasste die Jahre 2019 und 2020. Der Rechenschaftsbericht zeigte 2019 noch den normalen Veranstaltungskalender, während 2020 die meisten geplante Präsenz-Versammlungen und Maßnahmen abgesagt werden mussten. Hier verschob sich vieles in den digitalen Bereich. Auch die Vorstandschafts- und Gremiensitzungen wurden digital durchgeführt. Das Kolping-Bildungswerk, das in 14 Außenstellen im Bistum vertreten ist, hat ebenfalls weitgehend auf digital umgestellt. Das Kolping Familienferienhaus Lambach im Bayerischen Wald kam dank staatlicher Zuschüsse mit einem blauen Auge davon. Der Mitgliederstand im Förderverein ist recht stabil. Es kamen auch einige Spenden durch Geburtstage und Todesfälle hinzu. Mit den Spenden wurde z.B. ein Wasserspielplatz angelegt. Das Altkleider- bzw. Altpapierergebnis 2019 wurde veröffentlicht, 2020 fanden keine diözesanen Sammlungen statt.
    Für 2019 erhielt die KF Tegernheim den Adolph-Kolping-Preis des Diözesanverbandes für 30 Jahre Radl-Wallfahrt nach Altötting. Für 2020 wurde ein Kolping-Corona-Preis ausgelobt und es kamen überraschend viele Rückmeldungen von den Kolpingsfamilien des Diözesanverbandes. Ob der Vielzahl der Einsendungen wurden 4 Kategorien gemacht, in denen die KF Pfreimd – für spirituelle Angebote, die KF Wallersdorf und die KF Hainsacker für ihre Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, die KF Dingolfing – für ihr soziales Engagement und die KF Au – für ihr digitales Verbandsleben jeweils einen Preis erhielt. Mittlerweile hat Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt alle Preisträger besucht und den Preis persönlich übergeben.
    Franz Greipl erhielt für seine jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit in der Handwerksarbeit das Bundesehrenzeichen durch Reinhard Ockel überreicht. Sepp Sander, der als Diözesanvorsitzender nicht mehr kandidierte, wurde das Ehrenzeichen des Diözesanverbandes mit einer Laudatio überreicht, zudem erhält er noch das Bundesehrenzeichen. Er war seit 2002 im Diözesanvorstand aktiv.
    Bei der Neuwahl traten Anton Zagler, Georg Stracker, Steffi Friedl und Alfred Hammer nicht mehr an. Die drei Erstgenannten erhielten für ihr Engagement die Ehrennadel des Diözesanverbandes, Hammer bekam ein Kolpingrelief überreicht. Als neuer Diözesanvorsitzender kandidierte Martin König von der KF Marktredwitz. Als Stellvertreter kandidierten Ingrid Eibl und Konrad Holzbauer. Christina Eder, Kerstin Dietzinger, Sylvia Voith, Werner Förster und Werner Müller stellten sich für den Diözesanvorstand zur Verfügung. Die Wahl musste aufgrund von Corona per Briefwahl durchgeführt werden. Mittlerweile sind alle Stimmen ausgezählt und die Kandidat-innen bestätigt worden.

    Martin König von der KF Marktredwitz ist als neuer Diözesanvorsitzender gewählt. Seine Stellvertreter sind Ingrid Eibl von der KF Hemau und Konrad Holzbauer von der KF Regensburg-Sallern. Christina Eder, KF Eggenfelden, Kerstin Dietzinger, KF Eggenfelden, Sylvia Voith, KF Wallersdorf, Werner Förster, KF Teublitz und Werner Müller, KF Walderbach wurden als Beisitzer in die Vorstandschaft gewählt.
    Am Ende der virtuellen Diözesanversammlung, die dank der guten Vorbereitung und der Disziplin der Teilnehmer gut funktionierte, dankt Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt allen Teilnehmer-innen für ihr Mittun und sprach den Segen.

  3. KOLPING INTERNATIONAL zum 1. Mai

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    KOLPING INTERNATIONAL – 1. Mai

    Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder in aller Welt,
    der 1. Mai 2021 ist bereits der zweite Tag der Arbeit, der weltweit im Zeichen der Covid-19-Pandemie steht. Die Bekämpfung dieser Krise sieht in den verschiedenen Ländern der Welt sehr unterschiedlich aus. Ein Phänomen ist jedoch allen gemeinsam: Wer über keine Kapitalreserven verfügt, die er in den Zeiten von Lockdown, von Ausgangssperren und Tätigkeitsbegrenzungen aufzehren kann, sieht die Existenz und die ihrer und seiner Familie bedroht. Viele haben ihre Reserven mittlerweile aufgebraucht, andere schauen mit Sorge, wie lange ihre Ressourcen noch reichen.
    Diese Krise hat uns weltweit vor Augen geführt: Wer nicht die Möglichkeit hat zu arbeiten, dem fehlt es am Nötigsten. Es gehört zum Kern der Tradition unseres Verbandes, uns für gute Arbeitsbedingungen und die Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten für Menschen einzusetzen. Aus guten Gründen ist die Ausübung von manchen Berufen in den letzten Monaten nicht möglich gewesen. Zu hoch war das Risiko der damit verbundenen Ansteckung. Das heißt aber auch, dass alle jene, die zum Wohle der Gemeinschaft auf die Ausübung ihres Berufes verzichten, die Solidarität der Gemeinschaft erfahren müssen und vollumfängliche Absicherung für ihr materielles Wohl erhalten. Dafür müssen wir uns als vernehmbare Stimme der Zivilgesellschaft in allen Ländern stark machen.
    Aber auch ein Zweites wird deutlich: Wenn Johannes Paul II. in seiner Enzyklika Laborem exercens (Nr. 9) schreibt, dass der Mensch durch die Arbeit „mehr Mensch wird“, dann meint er, dass Arbeit für viele von uns eben nicht nur eine Last ist, sondern auch ein gutes Stück Selbstverwirklichung. Es ist ein wesentlicher Beitrag der Weltgestaltung und letztlich auch der Gestaltung unseres eigenen Lebens. Wo dies in diesen Monaten nicht möglich ist, wo gemeinsames Arbeiten und der Austausch von Ideen und Kreativität wegfällt, verfallen manche in Traurigkeit oder Einsamkeit. Nutzen wir die digitalen Möglichkeiten, seien wir wachsam, wo Menschen den Austausch brauchen. Gerade in dieser Zeit, wo die Arbeit als ein kontaktstiftendes Element für viele wegfällt, müssen wir den Blick wachhalten für jene, die zu vereinsamen drohen.
    Gemeinsam hoffen und beten wir, nicht zuletzt auf die Fürsprache des Heiligen Josef, dass die Welt der Arbeit bald wieder allen Menschen offensteht, dass alle Frauen und Männer wieder die Möglichkeit haben, unter menschenwürdigen Bedingungen und durch die Kraft ihrer Hände, Herzen und Hirne ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Und all den jungen Menschen wünschen wir, dass sie Ausbildung oder Studium fortsetzen können, damit sie später eine Arbeit ausführen können, die sie erfüllt und in der sie spüren, dass sie an „den Ort gestellt sind, an dem Gott sie braucht“ (nach Adolph Kolping).
    Einen gesegneten und gesunden 1. Mai wünschen Euch
    Msgr. Ottmar Dillenburg, Generalpräses
    Dr. Markus Demele, Generalsekretär
    Karin Wollgarten, Geschäftsführerin

  4. Coronapreis-Übergabe bei der KF Hainsacker

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    KF Hainsacker
    Im Rahmen der virtuellen Diözesanversammlung gab Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt den Gewinner des KolpingCorona-Preises 2020 in der Kategorie „Kinder, Jugend und Familie“ bekannt. Gemeinsam mit der KF Wallersdorf wurde die Kolpingsfamilie mit dem 1. Platz ausgezeichnet.

    Die Kolpingsfamilie hatte sich mit den Aktionen der Kolping Kids „Kinderleicht kochen, Kochbox, Vorweihnachtliches Basteln und dem Sonnenblumen Wettbewerb“ Für die beteiligten 33 Kolping-Kids wurden die benötigten Zutaten mit den kindgerechten Rezepten und Anleitungen in eine Kochbox zusammengestellt, bzw. die entsprechenden Bastelbeutel vorbereitet und den Kindern kontaktlos zugestellt. Außerdem hatten man mit der Nikolausaktion „Die Kinder besuchen den Hl. Nikolaus“ beworben.
    Im Rahmen einer kleinen, coronagerechten Feier überreichte Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt den Preis im Pfarrgarten an die Initiatorinnen Alexandra Stahl und Manuela Busch, in Anwesenheit von Präses Markus Lettner und der 1. Vorsitzenden Evi Schützenmeier. Mit im Gepäck hatte der Diözesanpräses eine Geldprämie in Höhe von EUR 200,00.

  5. Osterrätsel der KF Pfeffenhausen

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    KF Pfeffenhausen
    Das Osterrätsel der Kolpingsfamilie und des Hallertauer Volkstrachtenvereins Pfeffenhausen war ein Mega-Erfolg: 253 Teilnehmerbögen wurden abgegeben. Viele Familien und alle Generationen nutzten das Osterrätsel für eine willkommene Abwechslung in den Osterferien.

    Der Startpunkt war direkt vor der Kirche und der Weg führte zwei Kilometer quer durch den Marktkern. Unterwegs mussten die Teilnehmer an verschiedenen Schaufenstern von Geschäften, öffentlichen Anlagen oder Institutionen wie Rathaus, Kindergarten und Seniorenheim, Fragen rund um Ostern und das dazugehörige Brauchtum, wie das Ratschen und die Brandweihe, beantworten. Bei jeder Station war zudem ein Osterei versteckt, das es zu finden galt und dessen Farbe man notieren musste. Nachdem das ausgefüllte Rätselblatt in einen Briefkasten in der Kirche eingeworfen wurde, durften sich die Kinder als kleine Vorab-Belohnung ein Süssigkeitentütchen nehmen. Da sich die Aktion über die gesamten Osterferien erstreckte, war auch durch die freie Zeiteinteilung alles coronakonform. Jede-r Teilnehmer-in konnte sich dann in der Woche nach den Osterferien einen Preis abholen.

  6. Abschied nach zehn Jahren

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    Im Oktober wird die zehnjährige Amtszeit von Generalpräses Msgr. Ottmar Dillenburg zu Ende gehen. Er stellt sich nicht erneut zur Wahl.
    Seine Amtszeit wird im Oktober 2021 nach zehn Jahren zu Ende gehen. „Nach insgesamt 22 Jahren als Diözesanpräses in Trier, als Bundespräses für das Kolpingwerk Deutschland und zuletzt als Generalpräses, nach so vielen ereignisreichen und schönen Jahren in der weltweiten Kolpinggemeinschaft, werde ich in mein Heimatbistum zurückkehren“, sagt Dillenburg.

    „Die Begegnungen mit den Kolpingschwestern und Kolpingbrüdern, die sich trotz häufig widriger Umstände mit Leidenschaft und Tatkraft im Ehrenamt engagieren, hat mich immer wieder beeindruckt“, betont er. Das sei auch ein prägendes Merkmal von Kolping über alle Kontinente hinweg. „Egal, ob in Asien, Afrika, Lateinamerika oder Europa – die Menschen in den
    Kolpingsfamilien bleiben nicht stehen, wenn sie ihr eigenes Leben verbessert haben, sondern nehmen immer auch diejenigen in den Blick, denen es noch nicht gut geht.“
    Als Generalpräses und damit Nachfolger des seligen Adolph Kolpings war es seine Aufgabe, Kolping International zu leiten und die Gemeinschaft der rund 400.000 Kolpingmitglieder in den 60 Ländern mit Kolpingsfamilien zu gewährleisten. Rückblickend begeistert besonders die lebendige Solidarität innerhalb des Verbandes, die besonders durch die Vielzahl von Partnerschaften über Kontinente hinweg zwischen Diözesan- und Nationalverbänden sowie Kolpingsfamilien zum Ausdruck kommt.
    „Mit Empathie, Erfahrung und authentischer Begeisterung“
    Stellvertretend für den Generalvorstand bringt Generalsekretär Dr. Markus Demele die Dankbarkeit des Verbandes für das segensreiche Schaffen Dillenburgs zum Ausdruck: „Als Priester einem solch traditionsreichen weltweiten Sozialverband vorzustehen, der auf allen anderen Ebenen von Laien geleitet wird, ist eine enorme Aufgabe. Msgr. Dillenburg hat diese mit Empathie, Erfahrung und authentischer Begeisterung für die im Verband engagierten Menschen ausgefüllt. Dankbar schauen wir auf die für Kolping International sehr erfolgreichen Jahre zurück und wollen die verbleibenden Monate bis zu seinem Abschied aus dem Generalsekretariat in Köln gut weiterarbeiten – zum Wohl der Menschen, die sich in diesen schweren Zeiten für andere stark machen.“
    Den Termin zur offiziellen Verabschiedung von Generalpräses Dillenburg wird Kolping International rechtzeitig mitteilen.

  7. Machtstrukturen verändern! Segen ermöglichen! Synodalen Weg weitergehen!

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    Das Bundespräsidium des Kolpingwerkes betrachtet den Synodalen Weg als notwendigen Reformprozess, um Glaubwürdigkeit und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Ein konstruktiver Dialog über die Sexuallehre der Kirche und grundlegende Veränderungen der kirchlichen Machtstrukturen sind zwingend geboten.

    Das Bundespräsidium des Kolpingwerkes hat in seiner jüngsten Sitzung zum Kölner Missbrauchsgutachten sowie zum Verbot der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften Stellung genommen. Beide Dokumente zeigten erneut eindringlich, wie wichtig und notwendig der Synodale Weg sei, damit durch den Reformprozess Glaubwürdigkeit und verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden könne.

    Kölner Missbrauchsgutachten macht nötige Reformen deutlich
    Die desaströse Kommunikation der Kölner Bistumsleitung habe die katholische Kirche in ganz Deutschland in eine tiefe Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise gestürzt. Aus Sicht der Betroffenen und Opfer sei die rein juristische Sichtweise des Missbrauchsgutachtens nicht ausreichend. „Menschen sind zutiefst verletzt worden, nur um die Fassade unserer Kirche zu schützen. Umgehend muss jetzt den Betroffenen geholfen werden, wo immer sie Unterstützung benötigen. Dies ist das Gebot der Stunde!“, so das Bundespräsidium. Eine moralische Bewertung und Aufarbeitung des Verhaltens der Leitungsverantwortlichen stehe weiterhin aus. Alle Mitglieder der Kölner Bistumsleitung sollten sich die Frage nach ihrer jeweils persönlichen Verantwortung stellen. In allen deutschen Bistümern müssten die Leitungsverantwortlichen jetzt beweisen, dass sie in der Lage seien, Straftaten und deren Vertuschung selbst aufzuklären.
    Das Kölner Missbrauchsgutachten mache erneut deutlich, dass die vorhandenen und geprägten kirchlichen Strukturen einen Nährboden für den Missbrauch böten. Es zeige eindringlich, dass Machtstrukturen in der katholischen Kirche grundlegend verändert und Hierarchien abgebaut werden müssten. Der ausgeprägte Klerikalismus als Grundlage schwerster Verfehlungen mache die Notwendigkeit der Reformdebatten im Rahmen des Synodalen Weges noch einmal in außergewöhnlicher Deutlichkeit sichtbar.

    Klares Nein zum Verbot der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
    Mit ihrer am 15. März 2021 veröffentlichten Erklärung mache sich die Glaubenskongregation in Rom zur Kontrolleurin darüber, wen Gottes Segen erreichen darf, so das Bundespräsidium. Das sei unangemessen und falsch. „Mit Bezug auf Papst Franziskus, der immer wieder für ‚die Kunst der Unterscheidung‘ wirbt, fordern wir, existenzielle Fragen des Lebens sorgfältig abzuwägen, die Vielgestaltigkeit und Wandelbarkeit der Lebenswirklichkeit anzuerkennen und auf vorschnelle Urteile und Bewertungen unbedingt zu verzichten.“ Trotz des bekundeten Willens, homosexuelle Menschen anzunehmen, grenze die Erklärung der Glaubenskongregation sie aus, kränke und verletze sie. „Die Erklärung macht uns nicht nur betroffen, sondern fordert unseren Widerspruch heraus!“
    Die Auseinandersetzung mit Fragen zum Umgang mit gleichgeschlechtlicher Liebe und den daraus erwachsenen Beziehungen könne damit nicht beendet sein. Die kirchliche Lehre verlange dringend nach einer erweiterten Sichtweise auf die menschliche Sexualität. „Wir lehnen das Verbot der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ab und sehen die Erklärung als erneute Störung des Synodalen Weges. Es ist gut, dass das Synodalforum ‚Leben in gelingenden Beziehungen‘ den Auftrag hat, die Sexuallehre der Kirche vor dem Hintergrund der heutigen Zeit sowie dem sensus fidelium, dem Glaubenssinn der Gläubigen, neu zu bewerten“, erklärte das Bundespräsidium.

    Synodalen Weg als Chance begreifen!
    Das Bundespräsidium unterstützt ausdrücklich erneut die Ziele des Synodalen Wegs und bittet alle Mitglieder der Synodalversammlung eindringlich, nicht zu resignieren, sondern den begonnenen Weg mutig, kraftvoll, zuversichtlich und in Offenheit, mitzugehen und mitzutragen.

  8. „Kölner Gespräche 2021“

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    Dr. Josef Schuster fordert Weiterentwicklung der Erinnerungskultur
    Seit 2006 veranstaltet das Kolpingwerk Deutschland alljährlich die „Kölner Gespräche“ – die dieses
    Jahr erstmals digital stattfanden. Gastredner war Dr. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates
    der Juden in Deutschland.
    Köln – 15.03.2021

    Dr. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, hat bei den „Kölner
    Gesprächen“ dazu aufgerufen, die Erinnerungskultur weiterzuentwickeln. Das sei angesichts der
    sinkenden Zahl an Zeitzeugen und des wachsenden zeitlichen Abstands zum Holocaust ungeheuer
    wichtig. Die Erinnerungskultur müsse „mit modernen Formen auch junge Menschen ansprechen, egal,
    woher sie oder ihre Familien stammen“, forderte der 66-Jährige, der als Gastredner eingeladen war.
    Nachdem die Veranstaltung des Kolpingwerkes Deutschland vergangenes Jahr pandemiebedingt noch
    ausfallen mussten, fand sie dieses Jahr erstmals ausschließlich im Internet statt. Zu sehen war der
    Videostream am Samstag (13. März) sowohl auf Kolping.de als auch im Web-TV des
    Kooperationspartners „Domradio“. Bewusst werden bei den „Kölner Gesprächen“ Themen und Fragen
    aus Gesellschaft sowie Politik, Religion und Kirche aufgegriffen und jeweils in den öffentlichen Diskurs
    gebracht. Angesichts des Festjahres zur 1.700-jährigen jüdischen Geschichte in Deutschland stand die
    in Köln und Würzburg aufgezeichnete Veranstaltung diesmal unter der Überschrift „Mitten in unserer
    Gesellschaft – Gegen das Vergessen.“
    In ihrer Begrüßungsrede sagte daher auch Ursula Groden-Kranich, MdB, die Bundesvorsitzende des
    Kolpingwerkes Deutschland, dass gemeinsam immer wieder daran gearbeitet werden müsse, „das
    Judentum mitten in unserer Gesellschaft erblühen zu lassen“ und jederzeit dafür einzustehen, „dass
    Antisemitismus hier keinen Platz haben darf“. Leider sei dieser aber noch viel zu oft sicht- und spürbar,
    machte Dr. Schuster in seinem Vortrag mit dem Titel „Gegen das Vergessen“ deutlich. „Heute ist auf
    Schulhöfen und im Sport das Wort „Jude“ ein Schimpfwort geworden“, betonte er.
    Um jüdische Geschichte, Religion und Kultur in ihrer ganzen Vielfalt zu vermitteln, kooperiere der
    Zentralrat bereits mit Verlagen und der Kultusministerkonferenz (KMK). Gemeinsam würden etwa
    Schulbücher, didaktische Materialien und Lehrpläne überarbeitet.
    Wissen über das Judentum zu vermitteln, reiche aber nicht aus, um Schülerinnen und Schüler gegen
    Antisemitismus zu wappnen und sie dafür zu sensibilisieren. „Es muss über die verschiedenen Formen
    des Antisemitismus aufgeklärt werden, die die Jugendlichen heutzutage vor allem im Internet
    antreffen“, sagte Dr. Schuster. Auch Lehrerinnen und Lehrer müssten gezielt fortgebildet werden. Im
    Sommer werde daher eine Arbeitsgruppe der KMK und des Zentralrats Empfehlungen vorstellen, wie
    Schulen mit Antisemitismus umgehen beziehungsweise ihm vorbeugen können.
    Der Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland, Josef Holtkotte, dankte Dr. Josef Schuster für
    dessen Achtsamkeit, mit der er „unsere Zeit und Gesellschaft, die Geschichte und den Menschen
    beleuchtet“ hat. Dr. Schusters Stimme werde gebraucht, um Überzeugungen zu stärken, die Menschen
    schützen und Leben bewahren. Dass jeder Mensch im Licht Gottes wandele, sei die gemeinsame
    Überzeugung von Judentum und Christentum. Nur mit Respekt voreinander und mit einem
    Verständnis füreinander würden die Wege der Menschen friedliche Wege bleiben.
    Wer die Erstausstrahlung der „Kölner Gespräche“ verpasst hat, hat dennoch die Chance,sich die Wortund Musikbeiträge anzusehen: Die komplette Aufzeichnung der Veranstaltung ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal des Kolpingwerkes verfügbar.

  9. Feier des Josefstages der beiden Sozialverbände Kolping und KAB in Weiden Herz Jesu

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    In diesem Jahr wird der Josefstag auf eine ganz andere Weise gefeiert. Zusammen mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer werden die beiden Diözesanpräsides, Rödl und Schmidt, sowie dem Ortpfarrer Pausch des Heiligen Josefs gedenken. Da wir die Corona-Bedingungen einhalten müssen und nicht alle einen Platz in der Kirche finden können, wird dieser Gottesdienst auch im Internet übertragen. So haben sehr viele Mitglieder die Möglichkeit bei dieser Heiligen Messe dabei zu sein.

    Der Heilige Josef ist der Patron unseres Kolpingwerkes und wir stehen mit ihm deshalb in einer ganz besonderen Verbindung. Unser Papst Franziskus hat mit dem Schreiben „Patris corde“ (Mit dem Herzen eines Vaters) dieses Jahr zum Jahr des Heiligen Josef ausgerufen.
    So wird der Heilige Josef in den Mittelpunkt gestellt als einem von dem wir uns prägen lassen können.

    Wir selber sind nicht der Nabel und der Mittelpunkt, sondern Gott soll der Mittelpunkt unsers Lebens sein. Genauso wie er sollen wir immer wieder auf den Anruf Gottes hören und in der Stille, im Verborgenen unseren Dienst und unsere Aufgabe erfüllen.

    Der Gottesdienst kann im Internet unter https://youtube.com/watch?v=GTZjT2X6jk mitgefeiert werden. Nehmt dieses Angebot an!

    K.D. Schmidt, Diözesanpräses