Bodenmaiser auf den Spuren Kolpings über die Alpen

31. Juli 2018

 

KF Bodenmais
Alpenüberquerung auf den Spuren Adolph Kolpings
Der Theologie-Student Adolph Kolping unternahm am Ende seines Muenchner Studienaufenthaltes vom 26. August bis 08. Oktober 1841 eine Wanderung von München nach Venedig und wieder zurück. Drei Mitglieder der Kolpingsfamilie Bodenmais wanderten nun auf einem kleinen Abschnitt vom Zillertal nach Sterzing auf den Spuren des Gesellenvaters.

Umweltfreundlich ging die Reise mit dem Zug bis Mayrhofen. Vom Schlegeisspeicher im Zillertal startete die Wanderungmit einem wunderbaren Blick auf das Schönbichler Horn und die Gletscher des Großen Möseler (3480 m), Hochfeiler (3509 m) und Hochferner (3470 m). Auf dem Tiroler Höhenweg wurde dem Zamser Bach folgend zur Landesgrenze Österreich-Italien aufgestiegen.

 

Am nächsten Morgen reichte der Blick bis zur Königspitze (3851 m) und Monte Cevedale (3769 m), die beide zur Ortlergruppe gehören. Auch die Berge des Stubai- und Ötztals waren schön zu sehen. Es begann nun der Abstieg in das Pfitschtal. Über den Weiler Stein erreichten die Weggefährten die malerische Ortschaft St. Jakob im Pfitschtal. Hier hatte Kolping am 6. Sept. 1841 in einer Bauernkneipe direkt bei der Kirche übernachtet. Nun befindet sich hier eine schöne Gaststätte, so dass eine Einkehr nicht zu vermeiden war. Über Kematen ging es nach Afens, wo im Graushof übernachtet wurde. Die nächste Etappe hatte wenige Höhenmeter, dafür viele Höhepunkte zum Ende der kleinen Alpenüberquerung: Der malerische Talboden mit urigen Bauernhäusern, typischen Südtiroler Steinkirchen und alte, freundliche Männer in blauen Schürzen. Über Tulfer, Wiesen und einem Kreuzweg folgend ging es nach Flains und von dort in das Zentrum von Sterzing. Zwischen Zwölferturm, dem 46 Meter hohen Wahrzeichen der Stadt und der Heilig-Geist-Spitalkirche wurde der Durst im Goldenen Kreuz gestillt, bevor es dann mit dem FlixBus von Sterzing nach München und von da mit dem Zug nach Bodenmais ging.

Die Bodenmaiser Kolpingfreunde waren sich einig, dass dies eine sehr schöne und erlebnisreiche Wanderung war und die körperliche Leistung des Seligen Kolping vor 177 Jahren sehr hoch einzuschätzen ist.