Diözesanversammlung 2019 – Kolping hat Europa im Blick

18. März 2019

Diözesanversammlung des Kolpingwerkes Regensburg. Kolping verbessert die Mitgliederinformation – rege Diskussion über die Kleidersammlungen – Kolping-Bildungswerk mit über 400 Mitarbeitern – Josefitag erstmals dezentral in Abensberg – 2020 Landeswallfahrt nach Bamberg – Europa-Festival in Pfeffenhausen

Delegierte der Dizesanversammlung im Kolpinghaus Regensburg

Regensburg.
Mit der Integration des Verbandsorgans „Kolping-Intern“ im bundesweiten Kolping-Magazin, das in 12.500 Mitgliederhaushalte direkt verschickt wird, erhofft sich das Kolpingwerk eine deutliche Verbesserung im Bereich der Mitgliederinformation. Bei der Frage der Kleidercontainer bzw. der Straßensammlung von Altkleidern entstand eine lebhafte Diskussion. Betroffenheit beim Thema “Misbrauch” in der Kirche.


Die Tagung der rund 200 Delegierten der Diözesanversammlung im großen Saal des Regensburger Kolpinghauses stand im Zeichen der Information und der Rechenschaftsberichte über die vielfältigen Aktivitäten der Kolpingsfamilien, der Bezirke und des Diözesanverbandes in der Diözese Regensburg. Im Europawahljahr 2019 sind auch einige Kolping-Veranstaltungen zu diesem Thema geplant.
Diözesanvorsitzender Josef Sander begrüßte die Delegierten im Großen Saal des Kolpinghauses in Regensburg. Sein besonderer Gruß galt Diözesanehrenpräses Prälat Robert Hüttner und dem stv. Landesvorsitzenden Erwin Fath. Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt gedachte zu Beginn seines geistlichen Wortes in Form einer Morgenandacht an die verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres, besonder an das erst kürzlich verstorbene Mitglied des Diözesanvorstandes und langjährige Vorsitzende der KF Riedenburg Ingrid Dräger.
Erwin Fath überbrachte die Grüsse des Landesverbandes. 2020 ist unter Führung von Landespräses Christoph Huber eine Landeswallfahrt nach Bamberg mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick geplant. In wenigen Wochen tagt der Landesausschuss in Regensburg. Geplant ist dabei ein Europa-Symposium mit dem Europaabgeordneten Bernd Posselt und der Landesvorsitzenden Dorothee Schömig vorgesehen. Dem neuen Bayer. Landtag gehören 24 Kolpingmitglieder an, sie bekleiden dabei oft wichtige Funktionen wie z.B. Ilse Aigner als Landtagspräsidentin. Betroffen zeigte sich Fath vom Missbrauchsskandal: “Auch wir sind Teil der Kirche, wir leiden an diesen schlimmen Vorfällen. Unsere Solidarität gilt besonders den Betroffenen. Wir erhoffen uns auch mutige Entscheidungen dazu für die Zukunft!”
Unter der Tagungsleitung des stv. Diözesanvorsitzenden Martin König wurden die Rechenschaftsberichte abgearbeitet, die bereits schriftlich im Vorfeld versandt wurden. Im Kolping-Diözesanverband sind 18.802 Mitglieder in 150 Kolpingsfamilien organisiert. Mit 4.375 Jugendlichen ist Regensburg in Deutschland absolute Spitze.
Josef Sander erinnerte an die gelungene Feier zum Jubiläum “50 Jahre Altkleider- und Altpapiersammlung” ein. Die Angebote im Bereich Familienarbeit und Religion werden sehr gut angenommen. Heuer wird eine Berlinfahrt und wieder eine “Schiffstour” von Regensburg nach Straubing angeboten. Der Josefitag findet erstmals dezentral am Sonntag, 24. März, in Abensberg statt. Bischof Rudolf hat sein Kommen zugesagt.
Für die Kolpingjugend berichteten Bildungsreferentin Teresa Kuber sowie  Diözesanjugendleiter Markus Hölzl aus Au i. d. Hallertau. Bildungsreferent Sebastian Wurmdobler zeigte sich erfreut über die mehr als 1000 Teilnehmer, die die Veranstaltungen des KEBW im letzten Jahr besuchten.
Nach den Worten von Christine Jäger vom Kolping-Bildungswerk beschäftigt dieses an seinen 13 Standorten rund 430 Mitarbeiter. Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf die sprachliche Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund gelegt, damit diese eine Berufsausbildung erfolgreich abschließen können. Auch das Thema Digitalisierung und Mitarbeiterqualifikation stellt eine große Herausforderung dar.
Der Leiter des Ferien- und Tagungshauses Klaus Butz berichtete über die Belegung, bestehende Angebote und Aktionen des Kolpinghauses in Lambach.  Die Vorsitzende des Fördervereins Lambach, Ingrid Eibl, berichtete dass in den letzten 15 Jahren 125.000 Euro bereitgestellt werden konnten. Das Haus erhält mit Unterstützung der Playmobil-Stiftung wieder ein neues, in der Vergangenheit so begehrtes Piratenschiff zusammen mit einer Wasser- und Sandspielanlage, das am 30. Mai mit einer “Schiffstaufe” eingeweiht werden soll. Heimleiter Hermann Reich informierte über das Kolping-Jugendwohnheim in Regensburg mit seinen 90 Plätzen.
Zur Containerproblematik in Konkurrenz zu den Straßensammlungen äußerte sich Geschäftsführer Andreas Wittmann von der gleichnamigen Firma aus Geisenhausen. Die Altkleidercontainer machen den Strassensammlungen keine Konkurrenz, was er anhand von Zahlen verdeutlichte. In den ländlichen Regionen bleiben die Ergebnisse stabil. Rückläufig sind die Ergebnisse allerdings in den Städten. Die Firma hat nun mit einigen Lebensmittelmärkten Aufstellverträge geschlossen und dabei eigentlich nur andere Anbieter bzw. sogenannte „Wildaufsteller“ abgelöst. Man werde aber mit dem Thema in Zuunft sensibler umgehen, versprach Andreas Wittmann.
Diözesansekretär Ludwig Haindl berichtete über die soliden Finanzen des Diözesanverbandes und die Durchführung der Altkleider- und Altpapiersammlungsaktion. Über den Zukunftsprozess „Upgrade“, der von 2020 auf 2022 verlängert wurde, berichtete Ludwig Rechenmacher.
Diözesanvorsitzender Josef Sander berichtete über ein Kolping-Upgrade, das auf Diözesanebene mit den Bezirken und Kolpingsfamilien veranstaltet werden soll.
Vorsitzender Michael Wensauer von der KF Pfeffenhausen informierte über das am 23. Juli in Pfeffenhausen stattfindende Europafestival mit prominenten Teilnehmern, die in den Wirtshäusern von Pfeffenhausen über Europafragen diskutieren.
Die Kolping-Brillen- und Briefmarkensammlungen werden fortgesetzt.
In seinem Schlußwort ermutigte Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt die Delegierten: „Wir versuchen auch weiterhin zusammen mit euch engagiert die Ideale Kolpings in die Kirche und in die Gesellschaft hineinzutragen. Treu Kolping!“

Bericht: Martin Haltmayer