Flagge zeigen gegen Hass und Populismus – 130 Jahre Kolping in Selb

12. November 2019

Der Kolping-Bezirk Fichtelgau war vollständig vertreten
beim Jubiläum in Selb


Die Kolpingsfamlilie beging am Weltgebetstag ihr 130jähriges Jubiläum. 1889 gegründet, ist sie der älteste Verein der Pfarrei. Zum Festgottesdienst mit Ortspräses Dekan Hans Klier zogen die Kolpingsfamilien des Bezirkes mit 14 Bannern ein. Die Festpredigt hielt Bezirkspräses Diakon Franz Fuchs.

Im Pfarrheim begrüßte Vorsitzender Erhard Schmidt über 90 Gäste. Zum Vereinsjubiläum wurde das 50. Jubiläum des int. Kolpingwerkes begangen. Der Vorsitzende freute sich über viele Ehrengäste, darunter Hausherr Pfarrer Klier, Bezirkspräses Franz Fuchs, Bürgermeister Klaus von Stetten, Stadträtin Christine Hippmann, Diözesanvorsitzenden Josef Sander, den Patenvereins Hof und den stellv. Vorsitzenden des Bezirks Michael Bauer. Dabei waren auch Vertreter der kirchlichen Vereine und Einrichtungen. Besonders hervorgehoben wurde der Katholische Frauenbund mit Vorsitzender Ilona Streim, ohne ihre Hilfe wäre die Feier so nicht möglich gewesen.
Bürgermeister Klaus von Stetten überbrachte Glückwünsche der Stadt. „Selb ist stolz auf unsere rege Gemeinde, besonders auf 130 Jahre ehrenamtliches Engagement der Kolpingsfamilie.“ Solidarität sei heute wichtiger denn je. Kolping habe vorgelebt, wie soziales Engagement aussehen könne. „Flagge zeigen“ sei der Gedanke gewesen, der ihm durch den Kopf ging, als die Bannerträger in die Kirche einzogen. „Flagge zeigen für Solidarität, gegen Hass, Kälte und Populismus“.

Diözesanvorsitzender Josef Sander freute sich, das Jubiläum mitfeiern zu dürfen. Die KF sei zwar klein hier in der Diaspora, aber Teil einer großen, weltweiten Gemeinschaft. Das Motto: „Verantwortlich leben – solidarisch handeln“ hätten die Selber in 130 Jahren umgesetzt. Im Namen des Diözesanverbandes bedankte er sich für die Treue der Mitglieder: „Ich wünsche euch weiterhin eine gute Gemeinschaft, aktive Mitglieder, die die Nöte der Zeit erkennen und mit Tatkraft und Freude daran arbeiten, dass die Welt ein menschlicheres Gesicht bekommt“,

Im Namen des Bezirksvorstandes beglückwünschte Michael Bauer die Kolpingsfamilie. Mit 130 Jahren sei Selb die älteste Kolpingfamilie im Bezirk. Im Gründungsjahr 1889 wurde Deutschland noch von Kaiser Wilhelm regiert. Selb hatte damals etwa zwanzig Porzellanfabriken. Sicher sei auch die Industrialisierung ein Auslöser für die Gründung der Kolpingsfamilie gewesen. Mit einem Vierzeiler und besten Wünschen für die Zukunft beschloss Achim Stöckert, Vorsitzender der Kolping-Kegler, den Reigen der Gratulanten: „Der Worte sind genug, lasst endlich nun die Korken knallen. Doch vorher klatscht noch in die Hände – denn ich bring ‘ne Kolpingspende.“

Dann wurde ein sehenswertes Video gezeigt, von KOLPING INTERNATIONAL. Präses Hans Klier trug am Ende ein Gedicht vor und bedankte sich bei den Gästen für ihr Kommen und bei allen Helfern für die Ausrichtung der Feier. Die Spenden wurden aus der Kolping-Kasse verdoppelt und so konnten 1000,- € für KOLPING INTERNATIONAL überwiesen werden.