Kallmünzer Kolping- Countdown: 65, 40, 30, 30

7. Januar 2020



Bild v. l.: Präses Pfarrer Andreas Gierl, BGM Andreas Brey, Franz und Bernhard Hübl, Kaplan Jesus, L. Haindl

65. Geburtstag, 40 Jahre Vorstand, 30 Jahre Kinder-Theater und Bildungswochenenden, diese runden Zahlen waren Anlass für eine große Kolping-Feier im Kallmünzer Pfarrheim. Und Franz Hübl stand dabei im Mittelpunkt. Er ist das Gesicht der Kolpingsfamilie. Der Vorsitzende des Kallmünzer Vereins ist seit sage und schreibe 40 Jahren im Amt. Einer der größten Erfolge dieser Zeit sind die Kinder-Theaterstücke. Oftmals haben Vereine ihre Schwierigkeiten einen Vorsitzenden zu finden. Nicht so die Kolpingsfamilie in Kallmünz, denn sie hat mit Franz Hübl seit 40 Jahren einen Mann an ihrer Spitze, der den Verband zu dem gemacht hat, was ihn heute ausmacht.

Franz wurde 1979 im Alter von 25 Jahren zum Vorsitzenden gewählt und er übt dieses Amt auch nach 40 Jahren noch mit Begeisterung aus. Die Kolpingsfamilie ist in diesen Jahren nicht eingeschlafen, im Gegenteil sie ist auf 250 Mitglieder angewachsen. Bei einer Feierstunde im Pfarrheim kurz nach Weihnachten ließ er seine bisherige Amtszeit Revue passieren und meinte, dass er beim Zurückblicken manchmal ins Grübeln kommt, ob er wohl alles richtig gemacht hat. Dass er auf alle Fälle vieles richtig gemacht hat, das zeigte allein der herausragende Besuch der Veranstaltung, in der nicht nur der Vorsitzende gewürdigt wurde, sondern auch 30 Jahre Kolping-Weihnachtsmärchen und Bildungsarbeit gefeiert wurden. So ganz nebenbei stand auch Franz Hübls 65.Geburtstag an. Zunächst aber erinnerte er an die Großereignisse der Kallmünzer Kolpingsfamilie. Etwa der Fahrt zur Seligsprechung Adolph Kolpings in Rom, den Kolpingtagen oder auch den Weltjugendtagin Köln, den Flugreisen nach London oder Barcelona und den Erhalt des Adolph-Kolping-Preises in Regensburg.
Nicht zu vergessen seien auch die vielen jährlichen Veranstaltungen, die es zudem galt vorzubereiten. Franz Hübl dankte besonders seiner Gattin Elisabeth, die ihn all die Jahre unterstützt und ihm den Rücken freigehalten hat. „Eigentlich dürfe auch sie behaupten, 40 Jahre Vorstand der Kolpingsfamilie zu sein“, resümierte Franz Hübl. Ehrenzeichen des Freistaats Josef Bleyer, seit 2011 stellvertretender Vorsitzender, ließ die Geschichte der Kolpingsfamilie Revue   passieren. Gegründet wurde sie 1946 und wurden von einem Senior und einem Altsenior geleitet. Seit 1972 stehen Vorsitzende und Stellvertreterander Spitze. E in Vierteljahrnach seiner Hochzeit wurde Franz Hübl zum Vorsitzenden gewählt. Bleyer merkte schmunzelnd an, dass böse Zungen damals behaupteten:

Bild: 30 Jahre Kolping-Kindertheater in Kallmünz

„Mei, der hod halt a Arbeit braucht.“ Eine besondere Auszeichnung wurde Hübl 2012 zuteil, als er vom Bayerischen Ministerpräsidenten im 33. Vorstandsjahr das Ehrenzeichen für seine Verdienste im Ehrenamt überreicht bekam. Bleyer dankte für all die hervorragende und erstklassige Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten. Er möge noch einige Jährchen weitermachen.
Diözesansekretär Ludwig Haindl lobte, dass eine Vorstandstätigkeit über so einen langen Zeitraum hinweg nicht selbstverständlich sei. Franz Hübl sei damals bereit gewesen, Verantwortung zu übernehmen, habe viel Arbeit und Kreativität in seine Tätigkeit gesteckt und die Kolpingsfamilie Kallmünz stetig aufgebaut. Es habe vor Hübls Amtsantritt Zeiten gegeben, da habe der Verein gerade vier Mitglieder gehabt, heute seien es mehr als 250. Haindl bezeichnete Hübl als Leuchtturm im Diözesanverband Regensburg und verlieh dem Schulrat das Diözesanehrenzeichen, die höchste Kolping-Auszeichnung des Diözesanverbandes.
Sein Einsatz ist nicht zu toppen!”
Auch Bürgermeister Ulrich Brey stellte dankbar fest: „Gut, dass es die Kolpingsfamilie in Kallmünz gibt, und gut, dass es einen Franz Hübl gibt. Nicht zu vergessen auch sein Bruder Bernhard und die ganze Familie!“. Er erinnerte an die vielen Stunden, die der Franz im stillen Kämmerlein gesessen und unzählige Veranstaltungen geplant habe. „Von solchen Persönlichkeiten lebt unsere Gesellschaft“, so Brey. Präses Pfarrer Andreas Giehrl meinte am Ende, Franz Hübl habe eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Was in all den Jahren alles geplant und durchgeführt worden war, das sei eigentlich nicht zu toppen.
Franz Hübl war überwältigt von dem vielen Lob und  meinte, er werde gerne noch ein paar Jahre weitermachen, wenn es die Mitglieder wünschten. Umrahmt wurde die Feierstunde von den Saxofonisten um Thomas Rappl, Hübls Sohn Pius hatte eine Bildershow vorbereitet. Franz Hüb list Mister Kolping

Kinder-Theater in Kallmünz: “Der Räuber Hotzenplotz”

Bilanz 30 Jahre Kolping-Kinder-Thater: In 30 Weihnachtsmärchen kamen 109 Schauspieler und ein Hund zum Einsatz. Rollen: Insgesamt galt es 514 Rollen zu besetzen. Josef Bleyer allein schlüpfte in 28 Rollen. Der finanzielle Erlös aus den Theateraufführungen wurde ausschließlich wieder in gemeinnützige, in soziale, kulturelle oder Bildungsprojekte reinvestiert.