Kolping Altmannstein feierte 125 Jahre

7. November 2019

v. l.: BGM Norbert Hummel, Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt, Präses Wolfgang Stowasser, Bezirksvorsitzende Brigitte Haltmayer, Vorsitzender
Schorsch Wagner


Die 1894 gegründete Kolpingsfamilie feierte mit Kirchenzug, Festgottesdienst und einem Festabend ihr Jubiläum. Vorsitzender Georg Wagner überraschte dabei mit einer neuen Vereinschronik, die Präses Pfarrer Wolfgang Stowasser mit einem Kolpingrap unter Einarbeitung vieler Facetten aus der 125-jährigen Geschichte beim Festabend krönte.
In Grußworten lobten Bürgermeister Norbert Hummel,
Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt und Bezirksvorsitzende Brigitte Haltmayer die 64 Mitglieder zählende KF um Vorstand Georg Wagner und Präses Wolfgang Stowasser: Die Kolpingsfamilie ist eine Gemeinschaft, die das Vereinsleben in Altmannstein durch viele Veranstaltungen und Aktionen entscheidend mitprägt.
Im Kirchenzug folgten die 10 Kolpingsfamilien des Bezirkes Kelheim mit den Ortsvereinen und den Ehrengästen der Schambachtaler Blaskapelle zur Pfarrkirche. Am Altar stand auch Hans Haimerl mit dem Banner von 1894. Sein Vater rettete es beim von den Nazis zerschlagenen Gesellentag in München 1933, indem er es sich um den Bauch wickelte und so vor der Verbrennung bewahrte.
In seiner Predigt ging der Diözesanpräses auf den Zöllner Zachäus ein, den Jesus angesprochen hatte: „Komm herunter, ich möchte heute bei dir einkehren!“ Diese direkte Ansprache Jesu, sein Angebot zur Begegnung und Gemeinschaft gilt bis heute für uns alle. Sie trifft auf die größte Sehnsucht des Menschen und ist wirklich Frohe Botschaft.
Auch Kolping bietet Menschen heute Gemeinschaft und Begegnung an. „Nischen“, in denen die Menschen merken, dass wir uns um sie kümmern, besonders, wenn sie in Not sind. Machen wir uns überhaupt noch Gedanken, wie es wäre, wenn Gott mich persönlich ansprechen würde? Hätte ich den Mumm und die Kraft, danach mein Leben zu verändern? Menschen, die sich trauen, ihre Beziehung zu Gott überzeugend zu leben und über ihre Erfahrungen zu sprechen, eröffnen eine neue Sicht und machen Mut, sich darauf einzulassen.
Vor 125 Jahren haben die Gründungsväter den Gesellenverein gegründet. Auf dem Fundament des Glaubens haben sie den Schritt in die Zukunft gewagt, auch wenn sie nicht wussten, ob dieser Anspruch sie trägt.

Bild: Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt und Präses
Wolfgang Stowasser bei der Feier des Festgottesdienstes.
links: Hans Haimerl mit dem Kolping-Banner von 1894

Aus dem kleinen Pflänzchen „Gesellenverein“ ist ein internationales Werk entstanden, das in 60 Ländern der Welt Menschen hilft ein menschen-wertes Leben zu gestalten. Lassen wir nicht nach, uns vom Geist Jesu und vom Gesellenvater Kolping führen und leiten zu lassen, betonte der Diözesanpräses.